Berlin : Lehrer wollen bald wieder streiken

Sie lassen nicht locker: Am 24. September und am 21. Oktober wollen die angestellten Lehrer wieder ganztägig streiken. Zu den erneuten Warnstreiks hat der Landesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Montagabend aufgerufen. Nach wie vor gebe es keine Bewegung in der Tarifauseinandersetzung, so die GEW. Sie fordert die Aufnahme von Tarifverhandlungen und dabei insbesondere eine tarifliche Eingruppierung, mit dem Ziel, Einkommensunterschiede zwischen angestellten und verbeamteten Lehrkräfte auszugleichen.

Der zuständige Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) verweist in dem Konflikt regelmäßig darauf, dass die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) zuständig sei, der Berlin seit Anfang des Jahres wieder angehört. Dies hat er auch in einem offenen Brief an die GEW, der auf der Homepage der Finanzverwaltung nachzulesen ist, wiederholt.

Die GEW habe Nußbaum zu informellen Gesprächen eingeladen, doch dies sei unbeantwortet geblieben. „Die Ignoranz von Senator Nußbaum ist für die Lehrkräfte unerträglich. So kann es keinen Schulfrieden geben“, sagte die GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik. Am 21. und 22. August hatten bereits rund 3000 angestellte Berliner Lehrer gestreikt. In Berlin gibt es über 9000 angestellte und etwa 20 000 verbeamtete Lehrer. svo

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