Lehrerstunden an Berliner Schulen : GEW: Zu wenig Entlastung für Grundschulen

Die Gewerkschaft GEW wirft der Senatsbildungsverwaltung vor, bereits zugesagte Entlastungsstunden für die Grundschulen wieder gekürzt zu haben.

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Lehrer und Schüler im Unterricht.
Lehrer und Schüler im Unterricht.Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wirft der Senatsbildungsverwaltung vor, dass sie den Grundschulen bereits zugesagte Entlastungsstunden nun doch nicht gewähre. In den neuen Richtlinien, nach denen die Lehrerstunden berechnet werden, ist nur eine Stunde dafür vorgesehen. Im letzten Entwurf der Verwaltungsvorschrift waren es noch bis zu sechs Stunden. Auch im Koalitionsvertrag ist von „mindestens sechs Stunden“ die Rede (Link: Koalitionsvertrag). Entlastungsstunden sollen Schulen Zeit für die Unterrichts- und Schulentwicklung geben.

Streit um die Beteiligung des Personalrats

Die GEW kritisiert zudem, dass dem Hauptpersonalrat die Endfassung nicht vorgelegt wurde, sondern nur der letzte Entwurf. Dies bestätigt auch ein Vertreter des Hauptpersonalrats.

Die Sprecherin von Senatorin Sandra Scheeres (SPD) widerspricht hingegen und sagt, die Beschäftigtenvertreter seien informiert gewesen. Sie weist zudem darauf hin, dass die Grundschulen nun eine Entlastungsstunde mehr als bisher bekommen und dass diese Stunden in den kommenden Jahren schrittweise erhöht werden sollen.

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