• Lehrter Bahnhof - Großflughafen Schönefeld: Dresdner Bahn ohne Transrapid - aber auch ohne Tunnel?

Berlin : Lehrter Bahnhof - Großflughafen Schönefeld: Dresdner Bahn ohne Transrapid - aber auch ohne Tunnel?

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Dass die sogenannte Dresdner Bahn, also die Bahnverbindung zwischen dem Lehrter Bahnhof und dem geplanten Großflughafen in Schönefeld, gebaut wird, das steht so gut wie fest. Ob die Strecke in Lichtenrade unterirdisch - und dadurch anwohnerfreundlicher und teurer - oder zu ebener Erde gebaut wird, darüber gibt es noch keine Klarheit.

Am Montagabend trafen sich der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen, Verkehrssenator Peter Strieder und der Wirtschaftsenator Wolfgang Branoner mit dem Bahnchef Hartmut Mehdorn. Der wiederholte das Angebot, die Strecke zum Flughafen zu bauen, auf der Schönefeld in 18 Minuten zu erreichen wäre.

"Für den Senat steht die leistungsfähige Anbindung an den Großflughafen mit einem 15-Minuten-Takt im Vordergrund", sagte gestern der Senatspressesprecher Michael-Andreas Butz. Insofern gebe es gegen die sogenannte Dresdner Bahn nichts einzuwenden. Das Problem des Anwohnerschutzes in Lichtenrade sei jedoch noch zu klären. Dazu müssten zunächst die zusätzlichen Kosten geprüft werden, die mit dem Tunnelbau entstünden. Der Senat setze sich für den Tunnel ein und sei grundsätzlich dazu bereit, sich an den Kosten "in signifikanter Größenordnung" zu beiteiligen.

Der Sprecher der Bahn, Achim Stauß, sagte gestern, das Angebot der Bahn beziehe sich im Augenblick noch auf die Streckenführung ohne Tunnel.

Der Regierende Bürgermeister hatte sich in der Vergangenheit für eine ganz andere Lösung als die der Bahn ausgesprochen: Diepgen wollte den Transrapid. Auf dem Treffen am Montag wurden noch einmal die Probleme erörtert, die dieser Lösung entgegenstehen. Alles spricht für eine schnelle Planung der Strecke durch Lichtenrade.

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