Leichtathletik- : Fanmeile der Asiaten

Viele Leichtathletikfreunde sind zur WM angereist. Zhi Xing Song aus China ist verblüfft. So viele Fans vor dem Brandenburger Tor hatte er nicht erwartet.

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Besuch aus Schanghai. Der 13-jährige Zhi Xing Song (Mitte) feiert mit seiner Familie die Leichtathletik-WM. Gestern strömte auch...

So viele Fans hat Zhi Xing Song vor dem Brandenburger Tor gar nicht erwartet. Song kommt aus Schanghai. Der 13-Jährige ist zum ersten Mal in Deutschland, und dass er ausgerechnet zur Leichtathletik-WM seinen Cousin Yi Yan Huang in Berlin besuchen darf, ist für Song besonders aufregend. „Ich want to see Usain Bolt“, sagt er in gebrochenem Englisch. Cousin Huang glaubt an die Medaillenchance des jamaikanischen Sprinters. „Die Chinesen sind keine Favoriten in den WM-Disziplinen“, sagt Huang.

Überall sind sie seit dem Wochenende in Berlin zu sehen, die vielen Leichtathletik-Fans aus Asien. Ob nun am Brandenburger Tor, in der S-Bahn oder in den Zügen der Linie U2 gen Olympiastadion, wo die WM ja noch bis zum 23. August ausgetragen wird. Dass besonders viele Fans aus Japan oder China angereist sind, hat auch Christian Tänzler von der Berlin Tourismus Marketing GmbH beobachtet. „Die WM lockt vermehrt Gäste aus asiatischen Länder an“, sagt Tänzler. Das Interesse an den Wettkämpfen ist enorm, das japanische Fernsehen hat schon vor Monaten WM-Werbetrailer im Berliner Olympiastadion gedreht und ist jetzt mit 150 Mitarbeitern angereist (nur ARD und ZDF haben ein paar mehr im Einsatz). Der große Star des japanischen Kaders ist Hammerwerfer Koji Murofushi. Der ist erst am heutigen Montag dran. Zwei seiner Fans sind am Sonnabend extra aus Osaka angereist, wo die WM 2007 stattfand. Und seitdem sind sie begeisterte Anhänger. Und für alle Eventualitäten ausgerüstet: mit Weltempfänger, Wasserflasche und Mundschutz. tat

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