Berlin : Leipziger Platz: Arbeiten am Achteck

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Als "hervorragenden Tag für das Land Berlin" bezeichnete gestern der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit den Baubeginn für ein weiteres Geschäfts- und Wohnhaus am Leipziger Platz. Die Fahnen der Bonner IVG-Holding AG und ihrer Berliner Tochter Wert-Konzept als Bauherren wehten direkt neben dem gläsernen Nachbargebäude der Rechtsanwaltskanzlei Knauthe - 120 Millionen Mark werden in den südlichen Bauteil des achteckigen Platzes investiert. Das Projekt Leipziger Platz 9 entsteht unmittelbar neben dem alten DDR-Grenzwachturm nach einem Entwurf von Christoph Langhof, dessen Arbeit die Investoren als zurückhaltend-elegant bezeichnen. Der Architekt möchte mit seinem Bau "die Menschen zum Wohlfühlen verführen" und meint, sein Haus sei in der Lage, "positive Emotionen an sich zu binden". Über einer zweigeschossigen Sockelzone mit grob behauenen Natursteinelementen erstrecken sich fünf Büro-Geschosse mit zahllosen Fenstern, darüber befinden sich riesige exklusive Stadtwohnungen mit Größen zwischen 120 und 250 Quadratmetern.

Klaus Wowereit hatte in seiner Ansprache allen künftigen Investoren versprochen, ihnen einen roten Teppich auszurollen und ihre Arbeit zu erleichtern - zum Beispiel dadurch, dass der Stadtentwicklungssenator "dynamisch an die Pläne herangeht" und bestimmte Grundsätze (wie das Verhältnis 80:20 bei Büros und Wohnungen) "flexibel gestaltet werden". Senator Peter Strieder hofft, dass das Oktogon des Leipziger Platzes im Jahr 2003 im Wesentlichen fertig ist. Die umstrittenen Mauerelemente im Südteil bleiben stehen - "als Stolpersteine zum Wachhalten einer Geschichtsphase".

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