Leopoldplatz in Wedding : Café Leo ist gerettet - dank 16.000 Fans

Das Café auf dem Leopoldplatz darf bleiben. Mehr als 16.000 Fans hatten sich im Internet dafür ausgesprochen.

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Daniel Gollasch von den Grünen und Hüseyin Ünlü haben erfolgreich für das Café Leo gekämpft.
Daniel Gollasch von den Grünen und Hüseyin Ünlü haben erfolgreich für das Café Leo gekämpft.Foto: Jana Demnitz

Das Café Leo am Leopoldplatz ist gerettet. Mehr als 16.000 Unterstützer hatten sich auf der Plattform change.org für den Imbisswagen auf dem Weddinger Leopoldplatz stark gemacht. Jetzt entschied eine Jury im Bezirksamt von Mitte, dass der alte Betreiber auch der neue sein werde.

„Mit der heutigen Entscheidung gibt es eine verlässliche Planungsperspektive für das Café Leo und die soziale Kontrolle auf dem Leopoldplatz“, erklärte Bezirksstadtrat Carsten Spallek (CDU) auf Facebook. „Das Café ist mehr als nur Gastronomie, es ist gelebte Sozialarbeit auf dem Leopoldplatz“, schreibt Daniel Gollasch von den Grünen, der die Petition auf change.org angeschoben hatte. Das Café existiert seit 2011. Betreiber Hüseyin Ünlü verkauft hier zu fairen Preisen Brötchen, Kaffee, Tee und Bockwürste, aber keinen Alkohol. Unter seinen Kunden sind Familien, aber auch viele Obdachlose, die ihre Tage auf dem Platz verbringen.

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Anwohner protestieren für das Café Leo von Hüseyin Ünlü.

Eigentlich sollte nach der Sanierung des Platzes ein festes Café gebaut werden, aber das wurde nie realisiert. Die Genehmigung für Ünlüs Café-Wagen wurde vom Bezirksamt nicht mehr verlängert, der Cafébetrieb neu ausgeschrieben, „aus formalen Gründen“, wie Spallek nun erklärt. Statt der jährlichen Ausnahmegenehmigungen sei nun eine längere Nutzungsdauer vereinbart worden. Möglich seien bis zu vier Jahre.

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Wollen das Café Leo erhalten. Grünen-Politiker Daniel Gollasch (l), Sabine Schmidt von mensch.müller  und Betreiber Hüseyin Ünlü.

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