Berlin : Lernen aus freien Stücken

Die kindliche Neugier nutzt die Freie Schule Charlottenburg

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Der Schultag in der Freien Schule Charlottenburg beginnt mit einem Kreis, in dem sich die Schüler aufstellen. „Unsere Lehrerin schreibt uns nicht vor, was wir lernen müssen“, sagt Ramon (7). Freiheit und Mitbestimmung der Schüler stehen im Vordergrund – ganz nach dem Motto „Liebe und tu, was du willst“. Dieser pädagogische Ansatz beruht auf den Ideen von Rebeca Wild und Maria Montessori. „Die Kinder lernen aus freiwilligem Antrieb am besten“, sagt Johanna Kölbel, deren Sohn die Schule besucht. Es sei wichtig, den natürlichen Wissensdrang und die Neugier der Kinder aufzugreifen und auf dieser Grundlage weiterzuarbeiten. Früher sei ihr Sohn oft angespannt aus der Schule gekommen und wollte danach nichts mehr damit zu tun haben. „Jetzt kann er gar nicht genug bekommen“, erzählt sie. Erst vor knapp einem Monat hat die Freie Schule ihre Arbeit aufgenommen. Die Idee entstand vor zwei Jahren, als sich Eltern des Waldkindergartens in Grunewald zu einem Verein zusammenschlossen. „Es war ein Kraftakt und ein Spagat“, sagt die Mitinitiatorin Anne Blumenthal. Vor allem die Raumsuche wurde zur Geduldsprobe. Erst drei Monate vor Schulbeginn unterschrieb die Schule den Mietvertrag für das etwas versteckt liegende Areal unweit des Tiergartens. job

Freie Schule Charlottenburg, 10555 Berlin, Siegmunds Hof 2, Tel: 88676963

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