Berlin : Lesbisch-schwules Straßenfest in Berlin

Mehr als 350.000 Menschen haben am Wochenende das lesbisch-schwule Straßenfest in Berlin-Schöneberg besucht. Das teilten die Veranstalter am Sonntag mit. Unter dem Motto "Gleiche Rechte für Ungleiche!" hatten Homosexuellenverbände zu einer bunten Veranstaltung rund um den Nollendorfplatz eingeladen.

Berlin (19.06.2005, 17:16 Uhr) - Die Polizei sprach von 200.000 Besuchern. Auf dem Fest präsentierten sich schwule, lesbische und bisexuelle Projekte, Selbsthilfegruppen und Vereine. Infostände und Workshops wurden angeboten.

Ein Höhepunkt war die Prominenten-Talkshow «Das wilde Sofa». Neben den Schauspielern Mathias Freihof und Georg Uecker waren auch Politiker zu Gast, darunter Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) und Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne). Am Samstag wurde der Rainbow-Award an den Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) verliehen. Mit dem Preis sollte nach Angaben der Veranstalter die Aufklärungsarbeit der Organisation gewürdigt werden. Am Samstagabend gedachten Prominente der homosexuellen Opfer in der NS-Zeit.

Das Straßenfest war Auftakt der Christopher-Street-Day-Woche, deren Abschluss der traditionelle Christopher-Street-Day-Umzug am kommenden Samstag bildet. Unter dem Motto «Unser Europa gestalten wir!» wollen Schwule und Lesben für mehr Akzeptanz demonstrieren. Der Christoper-Street-Day erinnert an Polizeieinsätze gegen die Homosexuellen-Szene in New York 1969. (tso)

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