Berlin : Lesen bildet: Was Frank Steffel im Tagesspiegel fand

Diesen Beitrag schrieb Ex-Regierungssprecher Peter Boenisch am 24. März für den Tagesspiegel Diese Rede hielt CDU-Fraktionschef Frank Steffel am 27. März im Abgeordnetenhaus

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Junge Menschen brauchen Vorbilder. Der 37jährige Frank Steffel, CDU-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, hat sich den 75-jährigen ehemaligen BILD-Chefredakteur und Sprecher der Bundesregierung, Peter Boenisch, zum Vorbild genommen. Boenisch schrieb am 24. März im Tagesspiegel einen Gastkommentar zum Irak-Krieg, den Steffel intensiv studiert haben muss. Am Ende konnte er ganze Passagen zitieren – und tat dies auch: In der Parlamentssitzung am vergangenen Donnerstag übernahm er Teile aus Boenischs Artikel in seine Rede. Tagesspiegel-Lesen bildet. Das dokumentieren wir gern. za

„... darüber müssen wir reden, wenn wir die einst gute Beziehung retten wollen. Eigentlich müssten die Amerikaner stolz darauf sein, was sie in Sachen Frieden, Freiheit und Demokratie in 58 Jahren bei ihren Schülern erreicht haben: Die einst kriegerischen Deutschen sind friedfertig geworden, bewachen und schützen den Frieden in Europa. Die einst nationalistischen Deutschen sind aus Überzeugung Mitglieder der Europäischen Union und der Nato. Unser Amerika-Bild ist überwiegend positiv. Geprägt von Kennedys „Ich bin ein Berliner“ und von Reagans „Mr. Gorbatschow, tear down this wall“. Der American way of life ist seit Generationen für junge Europäer eine nachahmenswerte Lebensweise. Miller-Monroe-Hollywood-Woodstock-Madonna-die Bee Gees, die Reise durch Träume und zum Mond, das war unser Amerika und nicht „Yes Sir, Yes Sir“ und West Point. Den Colt in fast jeder amerikanischen Hosentasche haben wir belächelt. Jetzt wird er gezogen… Wir müssen wieder lernen, aufeinander zuzugehen. Vielleicht schaffen wir es, wenn es, hoffentlich möglichst bald, um Frieden geht. Es wird schwer genug, Frieden zu schaffen, solange die Kriegsparteien sich anmaßen, im Namen Allahs und im Namen Gottes zu handeln.“

„Wir haben ein überragendes Interesse daran, dass sich Amerika weiter in Europa… engagiert. Und eigentlich müssten die Amerikaner stolz darauf sein, was sie in Sachen Frieden, Freiheit und Demokratie in fast 60 Jahren bei ihren deutschen Schülern erreicht haben. Die einst kriegerischen Deutschen sind friedfertig geworden, bewachen und schützen den Frieden in Europa. Die einst nationalistischen Deutschen sind aus tiefer Überzeugung Mitglieder der Europäischen Union und der Nato. Unser Amerika-Bild ist generationsübergreifend positiv. Von John F. Kennedys „Ich bin ein Berliner“ und von Ronald Reagans „Mr. Gorbachev! Tear down this wall!“ sind wir geprägt. Der American way of life ist seit Generationen für junge Europäer und Deutsche eine nachahmenswerte Lebensweise. Aber trotzdem verbinden gerade wir jungen Deutschen mit Amerika eher Manhattan, Hollywood oder Woodstock als Westpoint. Wir müssen wieder lernen – Deutsche und Amerikaner, Regierungen und Bürger beider Länder – aufeinander zuzugehen. Vielleicht schaffen wir es, wenn es hoffentlich möglichst bald, um den Frieden geht. Es wird schwer genug, Frieden zu schaffen, solange sich die Kriegsparteien anmaßen, im Namen Allahs oder im Namen Gottes zu handeln.“

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