LESERAKTION : Platz da,

Ideen her!

Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Foto: Kitty Kleist-Heinrich

KOTTBUSSER TOR

MEHR ORDNUNG UND DURCHBLICK!





Der „Kotti“, ein Platz? Irgendwie schon – sobald das Wetter besser wird, wenn die Obst- und Gemüsehändler ihre Stände aufgebaut haben und das alte „SO 36“ erwacht. Am Rand gibt es Geschäfte, Cafés und Imbisse im Sockel der Wohnmaschinen. Doch das Kottbusser Tor ist vor allem ein Kreisel mit ständig brandendem Verkehr: Skalitzer Straße, Hochbahn und abgegrenzte Randbebauung. „Ein chaotisches, unaufgeräumtes Sammelsurium“, sagt Diana Seleborg vom Büro der Landschaftsarchitekten Dagmar Gast und Thomas Leyser, das Entwürfe für unsere Serie entwickelt. „Die Qualität des Platzes ist, vor allem im nördlichen Bereich in Richtung Adalbert- und Reichenberger Straße gar nicht zu erleben.“

Denn so sieht es derzeit aus: Der Autoverkehr prägt das Rondell unter der Hochbahn. Fahrradfahrer haben zwar eine eigene Spur, leben aber gefährlich. Zu Fuß zu gehen macht, wenn man nicht gerade seinen Dealer oder Pulks von Obdachlosen treffen will, nicht uneingeschränkt Spaß. „Das Publikum wird man durch eine Umgestaltung allein nicht ändern können“, sagt Diana Seleborg. „Der Kotti ist ein Brennpunkt, weil der ganze Kiez einer ist.“ Aber durch eine neue Strukturierung, mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger, eine klarere Ordnung, weniger dunkle Ecken, mehr Beleuchtung könnte der Platz einladender werden. „Wir würden vorschlagen, den Verkehr der Skalitzer Straße enger an die U-Bahn heranzurücken und den Kreisel aufzulösen.“ Würde bedeuten: mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer, mehr Sitzgelegenheiten, eine lichtere, offenere Anlage.

Was sagen Sie dazu? Hätten Sie auch Ideen zum Kotti oder einem der Plätze aus unserer Serie? Dann mailen Sie sie an leserbriefe@tagesspiegel.de (mit Betreff: „Berliner Plätze“), senden Sie Ihre Fotos und Zeichnungen an leserbilder@tagesspiegel.de. Oder schreiben Sie an: Der Tagesspiegel, Leserbriefe, Kennwort „Berliner Plätze“, 10876 Berlin. lei

Alles zur Stadtplatz-Aktion unter:

www.tagesspiegel.de/platzda

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