Leserdebatte : Berlins Eltern und ihre Erfahrungen bei der Kitasuche

Wie bekomme ich einen Kitaplatz in Berlin? Der Kita-Bedarfsatlas 2014 zeigt, dass sich das Angebot für Eltern in den vergangenen Jahren verbessert hat. Empfinden Sie das auch so? Diskutieren Sie mit!

Sandra Rudel
Daniel Berlinger und sein Sohn Benjamin haben einen Platz in der Wunschkita bekommen. Die Suche danach war überraschend.
Daniel Berlinger und sein Sohn Benjamin haben einen Platz in der Wunschkita bekommen. Die Suche danach war überraschend.Foto: Sandra Rudel

„Ich habe den Eindruck, dass bei der Kitaplatz-Vergabe viel über Beziehungen funktioniert. Gespräche mit Kitas können sich wie Vorstellungsgespräche anfühlen”, meint Katrin Kremm, Mutter von zwei Kindern aus Reinickendorf. Die Kitas hätten die Wahl zwischen vielen Interessenten und wüssten, dass Eltern auf einen Platz angewiesen sind. Das sei schade, denn oft gehe es nur darum, überhaupt einen Platz zu bekommen und nicht, welchen Erziehungsansatz Eltern sich für ihr Kind wünschten.

Die Situation in Berlin hat sich laut Kita-Bedarfsatlas 2014 in den vergangenen Jahren etwas verbessert. Trotzdem gibt es in Berlin Bezirke, in denen noch immer zu wenig Plätze vorhanden sind. Für die Eltern bedeutet dies oftmals Geduld und Flexibilität bei der Suche nach einem Kitaplatz. Beziehungen scheinen den Erfolg auf einen Platz zu erhöhen. In einer kleinen Umfrage des Tagesspiegels haben Berlins Eltern von ihren Erfahrungen bei der Kitasuche erzählt. Lesen Sie in unserer Fotostrecke ihre Geschichten.

Doch wie haben Sie die Kitaplatz-Suche erlebt? Diskutieren Sie mit auf tagesspiegel.de!

Berlins Eltern und ihre Suche nach einem Kitaplatz
Jana, 32 Jahre alt, selbstständige Heilpraktikerin aus Schöneberg und Emil, 2,5 Jahre alt: "Als ich im neunten Monat schwanger war, wurde mir bereits geraten, mich um einen Kitaplatz zu kümmern. Der Druck war enorm. Wir standen auf fünf Wartelisten, einige Kitas haben von vorneherein nein gesagt. Durch Vitamin B sind wir dann zu einem Platz gekommen: Eine Bekannte hatte gerade einen Kinderladen eröffnet. Da die Kinder dort nur bis zu ihrem dritten Lebensjahr bleiben dürfen, haben wir vor kurzem gewechselt – und sofort einen Platz bekommen. Auch mit dem neuen Kitaplatz sind wir sehr glücklich. Die Erzieher sind sehr engagiert, es gibt einen großen Garten, das Angebot – von Theater über Turnen – ist toll. Einzig der Nachmittagsschlaf auch bei älteren Kindern ist für die Eltern nicht immer von Vorteil. Die Kinder sind abends erst spät müde."Alle Bilder anzeigen
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23.01.2014 13:37Jana, 32 Jahre alt, selbstständige Heilpraktikerin aus Schöneberg und Emil, 2,5 Jahre alt: "Als ich im neunten Monat schwanger...

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