Leserdebatte : Ihre Erfahrungen mit Liftausfällen bei BVG und S-Bahn

Fahrgäste klagen über kaputte Aufzüge und ausgefallene Rolltreppen in S- und U-Bahnhöfen. Wie sind Ihre Erfahrungen? Diskutieren Sie mit!

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Nach den Zügen fallen die Rolltreppen aus, wie hier am Bahnhof Friedrichstraße.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Johannes Schneider
12.01.2011 12:38Nach den Zügen fallen die Rolltreppen aus, wie hier am Bahnhof Friedrichstraße.

"Aufzug außer Betrieb", tönt es aus dem Lautsprecher eines Lifts. Diese Ansage müssen sich Fahrgäste von U- und S-Bahnen öfters anhören. Auch Rolltreppen funktionieren nicht. Besonders hart trifft es Eltern mit Kinderwagen, Radfahrer, ältere Menschen und Behinderte. "Ich bin 82 Jahre alt und habe zwei Knieprothesen", klagt eine Dame am Bahnhof Alexanderplatz, bevor sie sich aus Mangel an Alternativen die Treppe hoch quält. Wer alleine mit einem Rollstuhl auf Bahnhöfen unterwegs ist, kann jedoch unmöglich auf die Treppe ausweichen und muss zeitintensive Umwege über andere Stationen in Kauf nehmen.

Ärgerlich sind Fahrgäste auch über die lange Dauer der Defekte. So haben es die Verkehrsbetriebe im U-Bahnhof Kleistpark auch nach knapp zwei Wochen nicht geschafft, den Fahrstuhl zu reparieren. Pressesprecherin Petra Reetz erklärt diesen Ausfall mit Schwierigkeiten in der Beschaffung von Ersatzteilen: "Die Aufzüge stammen nicht alle vom selben Hersteller, deshalb kann die Lieferung einer neuen Steuerung dauern". Aktuell seien drei von insgesamt 113 Aufzügen außer Betrieb. Jeder Aufzug werde einmal im Monat gewartet.

Reetz verweist auf die Internetseite der BVG, auf der Informationen zu ausgefallenen Aufzügen laufend aktualisiert werden. Auch die S-Bahn unterhält ein solches Angebot. Am Donnerstag verwiesen Verkehrsbetriebe und S-Bahn dort jeweils auf neun defekte Aufzüge, unter anderem an der Osloer Straße, dem Alexanderplatz und am Bahnhof Zoo. Gelistet werden dort auch Lifts, die für einige Stunden wegen Wartungsarbeiten gesperrt sind.

Die S-Bahn hat in den vergangenen drei Jahren 15,4 Millionen Euro in Aufzüge und Fahrtreppen investiert und will weitere Mittel für den Ausbau und die Modernisierung der Anlagen einsetzen, sagt ein Sprecher. Für einige Ausfälle seien aber auch die Fahrgäste selbst verantwortlich. So hätten sich am S-Bahnhof Jannowitzbrücke am 19. Juni 13 angetrunkene Personen in den Aufzug gezwängt, der daraufhin stecken blieb. Bei der Rettungsaktion musste der Aufzug mit Gewalt geöffnet werden. Erst jetzt seien die neuen Türen des Herstellers eingetroffen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit defekten Aufzügen und Rolltreppen gemacht? Diskutieren Sie mit!

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