Berlin : Lesung: "Ein achtbarer arischer Haushalt"

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Wer nicht fliehen konnte, hatte kaum eine Chance. Nur wenige Juden überlebten die Nazizeit in Deutschland. Edith Beer gelang das Wunder. Ihre Geschichte, die nun in der Autobiographie "Ich ging durchs Feuer und brannte nicht" (Scherz Verlag) vorliegt, klingt unglaublich. 1942 bekommt Edith Beer, unter falschem Namen in Brandenburg untergetaucht, einen Heiratsantrag - von einem NSDAP-Mitglied. Sie gesteht ihre Identität, doch der Mann, "Ritter und Tyrann zugleich", will sie noch immer. Die einstige Jurastudentin bekocht ihn, putzt und wäscht, führt "einen achtbaren arischen Haushalt". Aber immer war da die Angst aufzufliegen.

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