Lesung : Eingebildete Kranke

Hartmut Wewetzer liest am 16. September in der Hörsaalruine des Medizinhistorischen Museums der Charité aus seinem Buch "Der Brokkoli-Faktor“. Der Leiter des Tagesspiegel-Ressorts Wissen & Forschen, selbst ausgebildeter Arzt, plaudert zudem mit Wissenschaftsreporter Bas Kast über neue medizinische Erkenntnisse, die helfen, gute Laune und Gesundheit zu bewahren.

Dorothee Nolte

Diese Kopfschmerzen sind merkwürdig. Was das wohl ist? Bestimmt was Schlimmes. Ein Gehirntumor? „In jedem von uns steckt ein kleiner Hypochonder“, schreibt Hartmut Wewetzer. Richtige Hypochonder sollten sich in psychotherapeutische Behandlung begeben, empfiehlt der Autor. Normalen Menschen dagegen, die nur hin und wieder um ihre Gesundheit bangen, reicht vielleicht die Lektüre seines neuen Buches. Denn was da drinsteht, stimmt optimistisch.

Der Leiter des Tagesspiegel-Ressorts Wissen & Forschen, selbst ausgebildeter Arzt, hat für „Der Brokkoli-Faktor“ (Ullstein Verlag, 7,95 Euro) viele gute Nachrichten aus der Medizin zusammengetragen. Er berichtet (wie auch in seiner sonntäglichen Kolumne) von neuen Medikamenten und Behandlungsmethoden – und von den ganz einfachen Dingen, die man tun kann, um sich vor Krankheit zu schützen, angefangen mit der Ernährung bis hin zum Schläfchen im Büro. Immer auf neuestem wissenschaftlichem Erkenntnisstand gibt Wewetzer Tipps für ein langes Leben und gegen den Kater nach einer durchzechten Nacht, erklärt, welche Lebensmittel gut fürs Gehirn sind, und enthüllt, warum Klatsch und Tratsch der Gesundheit dienen.

Im Salon liest Hartmut Wewetzer aus seinem Buch und plaudert mit Tagesspiegel-Wissenschaftsreporter Bas Kast über neue medizinische Erkenntnisse, die helfen, gute Laune und Gesundheit zu bewahren. Die Veranstaltung findet in der Hörsaalruine des Medizinhistorischen Museums der Charité statt. Die Besucher des Salons können dort in der faszinierenden Dauerausstellung „Dem Leben auf der Spur“ die Geschichte der Medizin seit 1700 nachverfolgen – anhand von rund 750 Präparaten, Modellen, Instrumenten und Zeichnungen. Besonders der historische Krankensaal, in dem zehn Fallgeschichten von Patienten erzählt werden, zeigt, wie viel wir der modernen Medizin verdanken – und welch abenteuerliche Methoden mitunter in früheren Zeiten angewendet wurden. Am Abend des Salons bietet das Museum Sonderführungen an. Die literarischen Köche von Eßkultur servieren zur Lesung gesunde Mittelmeerküche mit Brokkoli-Faktor, und Jazz-Pianist Johannes Kersthold spielt Melodien, die alle Wehwehchen verschwinden lassen. D. N.

„Zeitung im Salon“ mit Hartmut Wewetzer, 16. September, 19.30 Uhr. Hörsaalruine des Medizinhistorischen Museums der Charité, Charitéplatz in Mitte. Eintritt (inkl. Essen und Museumseintritt) 14 Euro. Ab 18 Uhr besteht die Gelegenheit, das Museum zu besichtigen. Anmeldung ist erforderlich an salon@tagesspiegel.de oder am Dienstag, 7.30 Uhr bis 20 Uhr, unter Tel. 26009-609. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Gehen mehr Anmeldungen ein, entscheidet das Los.

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