Berlin : Letzte Anklage sieben Jahre nach der Tat

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Sieben Jahre nach einem rechtsextremen Brandanschlag auf einen Lichtenberger Jugendclub im Oktober 1992 hat gestern das letzte Verfahren gegen einen der mutmaßlichen Mitwisser der Anschlags vor dem Landgericht begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem langjährigen Neonaziaktivisten Oliver S. Anstiftung zur Brandstiftung vor. Nach Ansicht der Ankläger hat er zu einer Nachfolgegruppierung der verbotenen Nationalen Alternative gehört. Gemeinsam sei auf einem Kameradschaftsabend beschlossen worden, gewaltsam gegen den Jugendclub vorzugehen, um eine antifaschistische Veranstaltung zu verhindern. Sie warfen Molotowcocktails in das Haus. Vier der Täter, darunter der Szene-Aussteiger Ingo Hasselbach, waren Ende 1997 und im Frühjahr 1999 zu Geld- und Bewährungsstrafen zwischen 18 Monaten und zwei Jahren verurteilt worden.

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