Berlin : Letzte Ehre für FDP-Politiker Rexrodt

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Abschied für immer: Etwa 600 Bundes und Landespolitiker, Parteifreunde und auch die früheren Klassenkameraden aus dem thüringischen Arnstadt kamen am Sonntag in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, um dem verstorbenen FDP-Politiker Günter Rexrodt die letzte Ehre zu erweisen. Auch Bundespräsident Horst Köhler, FDP-Chef Guido Westerwelle, die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit nahmen an der Trauerfeier teil. „Ach, sie haben einen guten Mann begraben“, zitierte der FDP-Ehrenvorsitzende Otto Graf Lambsdorff in seiner Gedenkansprache den deutschen Dichter Matthias Claudius.

Lambsdorff würdigte Rexrodts Beharrlichkeit. Er sei überaus verlässlich gewesen „und ein Überzeugungsmensch, der sich an klaren liberalen Grundsätzen orientierte.“ Er habe selten einen Menschen kennengelernt, „der so wenig von den Intrigen um ihn herum verstand und sich selbst nicht daran beteiligte.“ Hans-Olaf Henkel, der mit Rexrodt gut befreundet gewesen war, verwies sichtlich bewegt auf den „feinfühligen und empfindlichen, deshalb verwundbaren“ Charakter des Toten. Auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement sprach während des Gottesdienstes Worte des Gedenkens. Rexrodt sei „immer gerade heraus und auf erfrischende Weise meinungsstark“ gewesen. Er habe sich nicht verbiegen lassen und sei fair gegenüber anderen Menschen und Meinungen gewesen.

Nach der Trauerfeier wurde der ehemalige Berliner Finanzsenator und Bundeswirtschaftsminister, der den FDP-Landesverband mehrere Jahre führte, auf dem Friedhof an der Heerstraße beerdigt. Er war am 19. August im Alter von 62 Jahren gestorben. Das Herz hatte versagt. za

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