• Letzte Hoffnung für leukämiekranken Jungen aus Pankow Vater spendete Knochenmark für zwölfjährigen Markus

Berlin : Letzte Hoffnung für leukämiekranken Jungen aus Pankow Vater spendete Knochenmark für zwölfjährigen Markus

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Der leukämiekranke Markus Mersch hat nur noch eine Chance. Weil kein passender Knochenmarkspender für den Zwölfjährigen aus Pankow gefunden werden konnte, haben die Ärzte an der Charité nun seinem Vater die entsprechenden Stammzellen entnommen und dem Jungen am gestrigen Dienstag injiziert. Bisher sei alles gut gelaufen, ist von den Ärzten zu hören. Aber erst in etwa 30 Tagen könne man sagen, ob die Therapie wirkt, teilten sie den Eltern mit. Denn die Zellen des Vaters sind nicht hundertprozentig kompatibel. Doch gibt es in Deutschland immer wieder Beispiele, in denen Transfusionen von nicht völlig passenden Familienspendern trotzdem erfolgreich verlaufen. „Wir gehen davon aus, dass alles gut geht“, hofft der Vater, Volker Mersch. „Wir werden das schaffen.“ Auch sein Sohn gebe die Hoffnung nicht auf.

Über 3500 Menschen haben sich, wie berichtet, in den vergangenen Wochen als mögliche Spender für Markus gemeldet – darunter auch viele Leser des Tagesspiegels. Obwohl für Markus kein passender Spender gefunden werden konnte, waren die Suchaktionen nicht umsonst, betont Giesela Otto von der „Aktion Knochenmarkspende BrandenburgBerlin“ (AKBB). Denn die Daten werden im Zentralen Knochenmarkspenderegister der Bundesrepublik gespeichert und bei Bedarf abgerufen. Allein in diesem Jahr vermittelte die AKBB drei kompatible Spender für andere Patienten, einer von ihnen wurde durch die Aktionen für Markus gefunden.

Derzeit bereitet Otto weitere Spendersuchen vor. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 9000 Menschen an Leukämie. Doch nicht alle benötigen gleich eine Knochenmarkspende. Gerade bei Kleinkindern wirkten oft auch Medikamente, zum Beispiel eine Chemotherapie, sagt Otto. I.B.

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