Liam Neesons neuer Film : Mit Pistolen und Plastiktretern

Schauspieler Liam Neeson wird zum Dauergast in der Stadt. Diesmal stellte er seinen neuen Actionfilm "96 Hours - Taken 2" vor – und plauderte über sein Lieblingsrestaurant und Berliner Blutwurst.

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Gefahrlose Zone. Liam Neeson ist da.
Gefahrlose Zone. Liam Neeson ist da.Foto: dpa

Er hat Granaten statt Zahnbürste im Reisekoffer. Ballert sich durch Istanbul, tötet Gangster im Sekundentakt. Und empfängt die Journalisten in bequemen schwarz-braunen Plastiktretern im Nobelhotel am Gendarmenmarkt. Actionheld ist Liam Neeson ja auch nur auf der Leinwand. Der Nordire war mal wieder in der Stadt. Am Dienstagabend feierte er mit Regisseur Olivier Megaton die Premiere seines neuen Actionfilms „96 Hours – Taken 2“, der am 11. Oktober in Deutschland anläuft. Am Tag nach der Präsentation des Films im Kino in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg lud der Hollywoodstar zu Interviews über den Streifen, Istanbul – und natürlich Berlin.

Denn Neeson ist regelmäßig an der Spree, zu Promoarbeiten, Dreharbeiten. Erst im April stellte er hier den Wildnisthriller „The Grey – Unter Wölfen“ vor, vor zweieinhalb Jahren drehte er den Thriller „Unknown Identity“ in der Stadt. Jagte im Auto über die Friedrichstraße, raste dann von der Oberbaumbrücke in die Spree, Teile des Adlons flogen bei einer Explosion in die Luft. Und Neeson fand sein Lieblingsrestaurant. „Ich war drei Monate in Berlin. Zwei Mal die Woche habe ich im Lutter & Wegner gegessen, am liebsten Black Pudding“, sagt er. Was auf Englisch wie süßer Nachtisch klingt, ist nichts anderes als Blutwurst.

Das passt schon eher zum Filmheld, den Neeson in „96 Hours – Taken 2“ verkörpert. Als Ex-CIA-Agent Brian Mills ist er dort im Einsatz, und das bereits zum zweiten Mal. Im Vorgängerfilm machte er Jagd auf arabische Mädchenhändler, die seine Tochter Kim (Maggie Grace) entführt hatten, räumte dabei unzählige Gegner aus dem Weg. Obwohl am Ende des ersten Teils im Grunde alles gesagt war, und sich selbst Neeson keinen zweiten Teil vorstellen konnte, kehrt Brian Mills zurück auf die Leinwand: Nun will der Vater eines damals getöteten Albaners Rache und lässt Mills und seine Frau (Ex-Bondgirl Famke Janssen) in Istanbul entführen, mitten im idyllischen Familienurlaub. Mithilfe seiner Tochter startet Mills eine Befreiungsaktion.

Dabei hat er gar keine Lust auf die ganze Ballerei, würde lieber seiner Tochter Fahrstunden geben, damit die endlich den Führerscheintest besteht. Als sie aber lieber mit dem neuen Freund knutscht als Einparken zu üben, macht sie Mills ausfindig, wie es Ex-Agenten eben so machen: über einen extra im Handy eingebauten GPS-Empfänger. Im echten Leben hat Neeson weniger Probleme mit seinen beiden Söhnen. Auch ihnen gibt er Fahrstunden, doch überwachen braucht er sie nicht. „Da nutze ich kein GPS“, sagt der Hollywoodstar. „Die sind ja noch in der Schule, da weiß ich, wo sie sind.“

Von den Dreharbeiten in Istanbul schwärmte Neeson bereits im Vorfeld der Premiere. „Dort treffen Ost und West aufeinander – eine wunderschöne Stadt voller wunderbarer Menschen.“ Die haben sich offenbar wenig um die Dreharbeiten geschert. Selbst bei wilden Autoverfolgungsjagden in engen Straßen ließen die Geschäfte ihre Auslagen am Straßenrand stehen. Da war damals auf der Friedrichstraße vergleichsweise viel Platz, als Neeson vor Gangstern davonraste.

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