Lichtenberg : 500 Linke demonstrieren gegen rechten Aufmarsch

Die Aufmärsche von rund 150 Rechtsextremisten und etwa 500 Gegendemonstranten sind am Samstag in Berlin ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Es gab nur wenige Festnahmen.

Berlin (03.09.2005, 18:25 Uhr) - Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde lediglich ein Mitglied der rechten Szene wegen des Tragens verfassungsfeindlicher Symbole festgenommen. Zudem musste der Demonstrationszug umgeleitet werden, um mehreren kleinen Gruppen von linken Gegendemonstranten auszuweichen.

Zu der rechtsextremen Demonstration im Stadtteil Lichtenberg hatte der Neonazi Christian Worch aufgerufen. Im Gegenzug formierten sich am Vormittag rund 500 Mitglieder der linken Szene, die zunächst vom Frankfurter Tor zum S-Bahnhof Landsberger Allee zogen. Nachdem sich der Protestzug aufgelöst hatte, versuchten mehrere Teilnehmer, den rechten Aufmarsch zu behindern. Die Polizei war mit Hunderten Beamten vor Ort und konnte beide Gruppen auseinander halten. Drei Angehörige der rechten Szene wurden nach einer Rangelei mit den Beamten festgenommen. Ein linker Demonstrant wurde festgenommen, nachdem er ein Hindernis auf die Straße gelegt hatte.

Kaum Zwischenfälle gab es bei einem «Fest für Demokratie und Toleranz» in Treptow. Bei der Feier, zu der das dortige Bezirksamt aufgerufen hatte, kamen etwa 1000 Menschen. Bei einer parallel stattfindenden NPD-Kundgebung wurden nach Polizeiangaben hingegen nur zehn Teilnehmer gezählt. (tso/dpa)

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