Lichtenberg : DER BEZIRK


DIE STRUKTUR



Lichtenberg ist vielfältiger, als es die vor allem im Westen verbreiteten Klischees über den einstigen Industrie- und Stasi-Bezirk vermuten lassen. Es gibt neben Plattenbausiedlungen wie im mit Lichtenberg fusionierten Hohenschönhausen, in denen sich die Menschen wohler fühlen als von Außenstehenden vermutet, auch zahlreiche schöne Altbauviertel. Gefragte Gegenden auch bei Zuzüglern aus dem Westen sind etwa das grüne Karlshorst, die Rummelsburger Bucht im Süden und im Norden die Grenze zu Pankow.


DIE MENSCHEN

Rund 260 000 Einwohner sind in dem einst aus zehn Ortsteilen entstandenen Großbezirk Lichtenberg gemeldet, Tendenz leicht sinkend. Die Zahl der Geburten liegt, anders als im Berliner Durchschnitt, etwas unter der Zahl der Sterbefälle pro Jahr. Das mittlere Nettoeinkommen pro Einwohner liegt mit 950 Euro nur knapp über dem Berliner Durchschnitt von 925 Euro, gleichauf mit Tempelhof-Schöneberg und Reinickendorf. Die Arbeitslosenquote liegt mit 14 Prozent leicht über dem Berliner Durchschnitt von 13,4 Prozent.


DIE POLITIK

In der Bezirkspolitik dominiert die Partei Die Linke, bei der letzten BVV-Wahl kam sie auf 39, 8 Prozent. Sie stellt die Bezirksbürgermeisterin und drei Stadträte. Die SPD kam auf 28,9 Prozent und stellt zwei Stadträte. Die CDU lag bei 10,1, die Grünen kamen auf 5,8 Prozent. Besser schnitten die Rechtsextremen ab: Die NPD wählten 5,9 Prozent der Lichtenberger, seitdem ist die Partei in dem Bezirk, der seit Jahren die Statistik der rechtsextremen Gewalttaten anführt, auch in der Bezirksverordnetenversammlung vertreten. (lvt)


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