Berlin : Lichterkette gegen Moschee geplant

Pankower kritisieren Baugenehmigung

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Nachdem das Bezirksamt Pankow vergangenen Freitag den Bau einer Moschee im Stadtteil Heinersdorf genehmigt hat, haben Anwohner Protestaktionen angekündigt. Die Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger (ipahb) will am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr eine Lichterkette entlang der Tiniusstraße organisieren, wo die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde ihr Gotteshaus errichten will. Ein entsprechender Antrag soll heute früh bei der Polizei eingereicht werden, bestätigte Joachim Swietlik, Vorsitzender der ipahb. „Den Leuten so eine Entscheidung auf den Gabentisch zu packen, ist dreist“, sagte Swietlik mit Hinblick auf den Zeitpunkt der Genehmigung. Er kritisierte, dass die Genehmigung trotz des massiven Widerstands der Bevölkerung erteilt worden ist. Im vergangenen halben Jahr habe die ipahb mehr als 6000 Unterschriften gegen die Moschee gesammelt. Sie wird von den Anwohnern mit der Begründung abgelehnt, dass in dem Gebiet keine Muslime wohnen würden. Auch sei nichts über die Ziele der Religionsgemeinschaft bekannt. „Wir sind zwar mit Vertretern der Gemeinde schon mehrfach in Dialog getreten, diese Versuche haben aber immer wieder neue Fragen aufgeworfen“, sagte Swietlik. Eine zugesicherte Informationsbroschüre, mit denen die Gemeinde die Vorbehalte der Bürger hätte zerstreuen können, sei nicht verteilt worden. „Die Lichterkette soll ein Zeichen dafür sein, dass wir mit einer solchen Vorgehensweise nicht einverstanden sind.“ Den Erfolg der Aktion schätzt Swietlik jedoch realistisch ein: „Die Gesetzeslage deckt den Bau ab.“ hey

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