Berlin : Liebe im Namen Gottes weitergeben Jubiläumskonfirmation im Berliner Dom

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Domprediger FriedrichWilhelm Hünerbein spricht über die Liebe. Dazu gibt es etwas Besonderes im Berliner Dom: eine Jubiläumskonfirmation. Vier Frauen und ein Mann wiederholen das, was sie vor 55, 60 und vor 70 Jahren zu ihrer Konfirmation schon mal taten – sie bekennen sich öffentlich zu Gott und bekunden im reifen Alter, dass ihr vor Jahrzehnten kindlich gegebenes „Ja“ noch heute gilt. „Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott“, heißt es im Johannesbrief, über den Hünerbein predigt. Seine Jubiläums-Konfirmanden sind wohl bei Gott geblieben – dafür bekamen sie nochmals den Segen. Andere haben mit dem Wort Liebe so ihre Schwierigkeiten, weiß der Domprediger und fühlt Distanz und Kälte, wenn nicht mal mehr kirchliche Rundschreiben sich an „liebe Schwestern und Brüder“ richten. Der Pfarrer weiß auch, dass Liebe nur ein Wort sein kann. „Ich liebe euch doch alle“, hatte der DDR-Stasichef Erich Mielke den 40 Jahre eingesperrten DDR-Bürgern verkündet.

Wer aber Gott liebt, der liebt auch seinen Bruder. So knüpft der Pfarrer vor seiner „lieben Gemeinde“ den roten Faden über die Liebe weiter. Dass die für viele auch eine „vorübergehende Geisteskrankheit“ sei, durch Heirat heilbar, ließ die Zuhörer lachen. Nachdenklich macht der Pfarrer auch: „Ich möchte geliebt werden“, so forderten viele nur als Kind, aber kaum noch als Erwachsener Liebe ein. Gottes Liebe sei immer da, „er hat uns zuerst geliebt“. Es gelte, nicht nur zu beten, sondern zu handeln – „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Mit „liebe Gemeinde“ endet die Predigt. hema

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