Berlin : Lieber flüssig

Lars von Törne

hält das Baden im Geld für überholt Dank Onkel Dagobert wissen wir, dass das wichtigste Element für zünftigen Badespaß nicht Wasser ist, sondern eine große Menge Taler, durch die man seine Bahnen ziehen kann. In Berlin konnte man die Umsetzung dieser Weisheit zuletzt im Liquidrom erleben, dem Schwimmbad im Tempodrom. Dort gab es zwar Wasser, aber da man am Schluss finanziell nicht flüssig genug war, sitzen die Badegäste jetzt auf dem Trockenen. Die jüngsten Erben von Dagobert Duck haben sich nun im Stadtbad in der Oderberger Straße versammelt. Auch dort herrschte an Wasser nie Mangel, aber die Taler fehlten, um das marode Haus in Schuss zu halten. Nun dreht der Senat den Geldhahn auf – ob’s reicht, weiß niemand zu sagen. Vielleicht wäre es an der Zeit, sich von Dagobert Duck als Leitfigur der Berliner Bäderförderung zu verabschieden. Sein Neffe Donald taugt viel besser als Vorbild. Der badet zwar nur in Wasser, aber das kostet nicht gleich Fantastillionen.

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