Berlin : Liebermanns Garten entsteht – nach Gemälden

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Max Liebermann hing an seinen Blumen, an den Geranien, Dahlien, Margeriten, an Rittersporn und Sonnenkraut. Immer wieder malte der Künstler Bilder nach seinem Garten – und nun geht es andersrum: Rund um die Sommervilla wird gerade der Garten nach den Bildern des Malers bepflanzt. Und das unter großer Anteilnahme des Publikums: Am Wochenende war das versteckte Grundstück wieder voller Leben. Gäste aus nah und fern erfreuten sich an der Blütenpracht, die auch Liebermann immer wieder faszinierte. Mehr als 200 Gartenbilder hat Liebermann (1847 – 1935) in den Jahren 1917 bis zu seinem Tod gemalt. Ab dem 7. Oktober kommt die Ausstellung „Im Garten von Max Liebermann“ (noch in der Hamburger Kunsthalle zu sehen) in die Alte Nationalgalerie.

Derzeit ist das einstige KünstlerRefugium am See noch eine Baustelle. Die Max-Liebermann-Gesellschaft stemmt die Renovierung des Hauses und die Neuanlage des Gartens seit zwei Jahren aus eigener Kraft. 2,5 Millionen Euro sind durch Stiftungen und Spenden zusammengekommen. Der Verein ist seit 1995 von 20 auf mehr als 750 Mitglieder angewachsen. Einen Garten-Nachlass Liebermann gibt es nicht. Die Bilder sind die einzigen Zeugen, an die sich die Landschaftsarchitekten halten können. dpa

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