Berlin : "Liebermanns": Koscher nur nach Vorbestellung

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Noch sieht es im künftigen Restaurant des Jüdischen Museums aus, wie auf all den anderen vertrauten Baustellen auch: staubbedeckte Böden, abgewetzte Container, Plastikplanen. Aber man muss nur Beatrice Loeb und Peter Maier zuhören, wie sie Pläne schmieden, dann sieht man dahinter schon das fertige Restaurant "Liebermanns". Ein Atrium mit hellen Sitzecken wird es geben, zwei weitere Räume, die voneinander abtrennbar sind, und eine Snackbar mit Bagels und Brownies. Aber vor allem wird es verschiedene Zeremonien geben, die allen Gelegenheit geben, sich mit der jüdischen Küche und ihren Traditionen auseinanderzusetzen.

Israel-Reisende schwärmen von den tollen Frühstücksbüffets, und eine Auswahl der vielfältigen Quark- und Joghurtgerichte soll es auch bei den Firmenfrühstücken "Breakfast at the Museum" geben. Am Freitagabend wollen die Betreiber ein familiäres Shabbatdinner anbieten, das ganz traditionell gestaltet werden soll. Am Anfang werden die Lichter angezündet, werden Brot und Wein gesegnet. Ab 15 Uhr gibt es jeden Nachmittag dann den Jewish-Afternoon-Tee mit vielen verschiedenen orientalischen Kaffee- und Teespezialitäten, mit sepharischen und aschkenasischen Süßigkeiten, New Yorker Käsekuchen und Honigkuchen. Koscheres Essen wird es nur nach Vorbestellung oder zu speziellen Veranstaltungen geben. Allerdings soll ohne Schweinefleisch, Schalen- und Krustentiere gekocht werden. Das Restaurant "Liebermanns" gehört zur Albeck & Zehden Hotel Division. Deren Chef, Michael Zehden, hat schon seinen Favoriten im Snackbereich ernannt: den echten New York Deli Hot Dog. Allerdings dauert es noch ein bisschen, bis er ihn in Gesellschaft der Museumsbesucher genießen kann. Eröffnet wird das Museum erst am 9. September, und der normale Restaurantbetrieb, schätzt Beatrice Loeb, wird wohl erst am 11. September losgehen.

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