Berlin : Lindner sammelt Stimmen für den Vorsitz

FDP-Kandidatenduell: Fraktionschef legt Konzept vor und verspricht „Führung“

FDP-Fraktionschef Martin Lindner gibt sich siegessicher. Vier Wochen vor der Entscheidung über den FDP-Landesvorsitz glaubt er, eine Mehrheit der Berliner Liberalen von seinen Qualitäten überzeugt zu haben und den amtierenden Landesvorsitzenden Markus Löning ablösen zu können. Zu Beginn der Woche habe er Parteifreunden seine Streitschrift „Wir können mehr!“ vorgelegt, in der er seine Ziele als Landesvorsitzender beschreibt. Daraufhin hätten sich zahlreiche Parteifreunde mit ihrer Unterschrift als Unterstützer bekennen wollen, sagte Lindner.

Das Papier mit dem Titel „Flagge zeigen für Martin Lindner“, das der Fraktionschef am gestrigen Freitag vorstellte, enthält die Namen von sieben der zehn Bezirksvorsitzenden und von bekannten Berliner Liberalen. So unterstützt ihn die ehemalige Bundesministerin Irmgard Schwaetzer Lindner ebenso wie die frühere Ausländerbeauftragte Cornelia Schmalz-Jacobsen, die Unternehmerin Ingrid Rexrodt, der ehemalige Senator Walter Rasch und die frühere Landesvorsitzende Carola von Braun. Auch die Jungen Liberalen wollen Lindner.

In seiner Streitschrift erklärt Lindner, die Partei müsse sich deutlicher als bislang profilieren. Sie müsse sich für die „vergessene Mitte“ der Bevölkerung starkmachen – für Leute, die ganz normal arbeiten und Steuern zahlen und für die „Wohltaten“ des Senats wie den geplanten Berlin-Pass zahlen müssten. Er habe in den vergangenen Monaten oft gehört, die FDP brauche Führung, so Lindner. Die wolle er liefern. Landeschef Löning erklärte, die FDP könne nicht „im Kommandoton vom Feldherrenhügel aus geführt werden“. wvb.

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