Linksextremismus : Autonome bekennen sich zu Brandanschlag auf Autovermietung

Die Autovermietung "Robben & Wientjes" musste vergangenen Donnerstag für linksautonome Ziele herhalten: In der Neuköllner Filiale wurden 13 Transporter in Brand gesteckt. Im Internet bekennt sich nun eine linksextreme Organisation zu dem Anschlag.

BerlinZu dem Brandanschlag auf die Niederlassung der Autovermietung "Robben & Wientjes" in Neukölln liegt nach Informationen des RBB-Hörfunksenders Radio Berlin 88,8 ein Bekennerschreiben vor. Im Internet erkläre eine Organisation namens "Autonome Gruppe Umzugsstopp", sie habe mit der Aktion dem "Unmut über Räumungen und Zwangsumzüge als Teil der Verdrängung alternativer Lebensformen durch Stadtteilveredelung" Ausdruck verleihen wollen, berichtete der Sender. Das Unternehmen sei "Teil dieses Verdrängungsprozesses".

Unbekannte hatten bei dem Anschlag auf die Filiale in der Neuköllner Lahnstraße in der Nacht zum Donnerstag 13 Transporter in Brand gesteckt. Durch die Flammen wurden insgesamt knapp 30 Fahrzeuge beschädigt.

Während der sogenannten Freiraum-Aktionstage waren in der vergangenen Woche mehrere Dutzend Autos in Berlin angezündet worden. Angehörige der linksautonomen Szene besetzten zudem ein Haus und randalierten bei zwei Demonstrationen in Mitte. In der Nacht zu Montag blieb es laut Polizei weitgehend ruhig. (nal/ddp)

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