Berlin : Lions Club wird 50: Ball mit Samba und Champagner

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50 Jahre helfen, helfen, helfen: Der Lions Club Deutschland feiert in diesem Jahr seinen runden Geburtstag in Berlin. Der Lionsball findet morgen Abend im Palais am Funkturm statt, mit viel Glanz und Gloria, der brasilianischen Furiosa-Samba-Band und Musical-Melodien der Sängerin Ingrid Krauß. Über 800 Gäste werden erwartet, darunter auch zahlreiche Diplomaten-Paare. Noch gibt es wenige Eintrittskarten zum Preis von 165 Euro. Den Erlös bekommt das Kinderfriedensdorf in Oberhausen, das sich um Kinder aus Krisengebieten kümmert, die Opfer von Landminen geworden sind. Der Lions Club, dem seit 1989 auch Frauen beitreten dürfen und dem insgesamt 40 000 Deutsche angehören, hat auch im Vorfeld fleißig Geld gesammelt - im Januar bekommt der Bundespräsident, selbst Ehren-Lion, in Düsseldorf einen millionenschweren Scheck für das Kinderhilfsprojekt.

Getreu dem internationalem Motto des Lions Club "We serve - wir helfen" betreuen die Mitglieder außerdem Alten- und Krankenheime, fördern Umweltprojekte, engagieren sich für Aus- und Umsiedler, organisieren Hilfslieferungen in alle Welt und unterstützen den Wiederaufbau von Kulturdenkmälern wie der Frauenkirche in Dresden. Pünktlich zum 50. Geburtstag wollen die Lions jetzt einen Imagewandel. Die Lions wollen keineswegs ein Club angesehener älterer Männer sein, sondern eine kreative Vereinigung von Damen und Herren jeden Lebensalters mit ständig steigender Frauenquote.

Der Lions Club International ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern in 187 Staaten der Erde vertreten. Der Name hat weniger mit Löwen zu tun, sondern ist die Abkürzung aus "Liberty, Intelligence, Our Nations Safety". Als größte Serviceorganisation der Welt ist Lions auch eine der größten Nichtregierungsorganisationen und offiziell den Vereinten Nationen angeschlossen. Oberstes Ziel sei, "den Geist gegenseitiger Verständigung unter den Völkern der Welt zu wecken und zu erhalten". Das macht natürlich bei Samba und Champagner besonders viel Spaß.

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