Liveticker "Berlin am Morgen" : 17. Juni: Feiertag, Verschiebetag

Heute vor 62 Jahren wurde der Volksaufstand in der DDR niedergeschlagen. Schlichtung zwischen Deutscher Bahn und GDL wird verlängert. Schulsanierung wird erheblich teurer. Lesen Sie im Liveticker nach, was Berlin am Mittwoch bewegt.

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Volksaufstand in der DDR: Demonstranten werfen am 17. Juni 1953 in Berlin mit Steinen nach russischen Panzern.
Volksaufstand in der DDR: Demonstranten werfen am 17. Juni 1953 in Berlin mit Steinen nach russischen Panzern.Foto: picture alliance/dpa

Darüber spricht Berlin an diesem Mittwoch:

Der 17. Juni als Feiertag? Heute vor 62 Jahren wurde der Volksaufstand in der DDR brutal niedergeschlagen. Von 1954 bis 1990 war dieses Datum im Westen deshalb ein Feiertag. Innensenator Frank Henkel hat angeregt, den Gedenk- zum Feiertag in Gesamtdeutschland aufzuwerten. Unsere Leser diskutieren das kontrovers: "Unbedingt" sollte das geschehen, um Menschen zu ehren, die für die Freiheit gekämpft haben, finden einige, zumal die DDR-Geschichte im Gedenken unterrepräsentiert sei. Andere finden, es gebe schon genug Feiertage. Unser Leser "juergenspiegel" betrachtet diesen Wunsch als "'westlastige' Sicht", weil die BRD das Ereignis 1953 nicht genutzt habe, um auf den Osten zuzugehen.

Der 17. Juni als Verschiebetag: Eigentlich sollte heute die Schlichtung zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft GDL enden. Doch nun wird das Verfahren um eine Woche verlängert. Der frühere brandenburgische Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) und der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) vermitteln zwischen den Streitparteien.

Schulsanierung viel teurer als gedacht: Das Fichtenberg-Gymnasium in Steglitz-Zehlendorf wurde zum Symbol für den Sanierungsstau. Nun stehen mehr als fünf Millionen Euro für die marode Schule bereit, aber interne Gutachten haben ergeben: Alles ist noch viel schlimmer, mindestens 13,7 Millionen werden gebraucht. Lesen Sie auf Tagesspiegel Zehlendorf die ganze Geschichte.

Kurz vermeldet: Kinder bangen um ihre Einschulung:In Schöneberg wissen knapp 20 Familien noch nicht, wo ihr Kind am 5. September eingeschult wird. +++ Erneut Abbiegeunfall mit Radfahrer: 17-Jähriger bricht sich die Hand. +++ Jürgen Flimm soll offenbar die Staatsoper verlassen: Angeblich soll Matthias Schulz vom Mozarteum sein Nachfolger werden +++ Einmal Pistole, einmal Schlagstock, zweimal Raub: Gleich in zwei Fällen sind in der Nacht Täter resolut mit einer Waffe aufgetreten, um ihre Opfer auszurauben. +++ 80-Jährige rammt drei Autos mit ihrem Wagen: Die Frau hatte gesundheitliche Probleme am Steuer bekommen.

Lesen Sie die Ereignisse des Mittwochmorgens noch einmal im chronologischen Liveticker nach:

11.59 Uhr - Update zum Polizeieinsatz bei der S-Bahn: Wie die Bundespolizei mitteilt, soll ein Notruf eingegangen sein, demzufolge sich auf der Strecke zwischen Wittenau und Waidmannslust Kinder im Gleis befunden hätten. Beamte der Bundes- und Landespolizei haben daraufhin gemeinsam die Strecke abgesucht, konnten jedoch keine Kinder entdecken. Kurz vor elf konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

11.54 Uhr - Martin Delius ist angekommen: Nein, nicht in der Redaktion, auch das Abgeordnetenhaus ist nicht gemeint. Es geht um Wilmersdorf. Der Ober-Pirat unter den Berliner Abgeordneten bekennt sich heute in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel zur Bürgerlichkeit des Westens. Und empfiehlt der Stadt: "Berlin, nun sei doch mal erwachsen!"

11.31 Uhr - Schulsanierung viel teurer als gedacht: Das Fichtenberg-Gymnasium in Steglitz-Zehlendorf wurde zum Symbol für den Sanierungsstau. Nun stehen mehr als fünf Millionen Euro für die marode Schule bereit, aber interne Gutachten haben ergeben: Alles ist noch viel schlimmer, mindestens 13,7 Millionen werden gebraucht. Lesen Sie auf Tagesspiegel Zehlendorf die ganze Geschichte.

11.26 Uhr - Alles läuft wieder auf der S2: Zwischen und wird wieder ein durchgehender Zugverkehr angeboten, meldet die S-Bahn. Die Stellwerksstörung ist behoben. Der Schienenersatzverkehr ist eingestellt.

11.20 Uhr - Man kann nie genug feiern: "Ja gute Idee, wir haben viel zu wenig Feiertage, wo wir zum Denken und Gedenken kommen", kommentiert unser Leser "froggy08" die Frage, ob der 17. Juni wegen des Volksaufstandes in der DDR vor 62 Jahren ein Feiertag werden soll, "weil wir zu die bisher bestehenden Feiertagen immer beim Verreisen auf der Autobahn oder mit Oma bei trockenem Marmorkuchen und Kaffee HAG verbringen müssen. Aber nur der 17.6. reicht da natürlich nicht. Wir brauchen noch den 8. Mai als Tag der Befreiung, den 23. Mai als Tag des Grundgesetzes, den 27. Februar als Tag der Märzrevolution und den 9. November als Tag des Mauerfalls. Und wenn wir schon dabei sind sollte man aus praktischen Erwägungen auch noch den Tag nach Himmelfahrt als Tag der Ausnüchterung und den 27. Dezember als Volksumtauschtag frei machen. Auch zu den Eisheiligen, der Schafskälte, Siebenschläfer und den Hundstagen sollte wegen des widrigen Wetters besser ein arbeitsfreier Gedenktag eingeführt werden. Und auch der Buß- und Bettag sollte natürlich schnell wieder bundesweit ein Feiertag werden." Etwas direkter formuliert "Charlotte" ihre Ablehnung: "Hat Berlin keine anderen Probleme? Oder will Henkel jetzt damit von der Homo-Ehe ablenken?" Sie vermutet bereits ein "Sommerloch".

11.12 Uhr - Schlichtung bei der Bahn wird verlängert: Eigentlich sollte die Schlichtung zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft GDL heute beendet werden. Nun wird bekannt: Das Verfahren wird um eine Woche verlängert. Der frühere brandenburgische Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) und der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) vermitteln zwischen den Streitparteien.

11.07 Uhr - Polizeieinsatz beendet: Der Polizeieinsatz zwischen Waidmannslust und Schönholz ist beendet, meldet die S-Bahn. Allerdings ist die Linie S85 weiterhin nicht in Betrieb. Auf der S1 kommt es noch zu Verspätungen.

11.05 Uhr - Big Data in Berlin: Seit gestern findet auf dem Messegelände die zweitägige Messe "Tools" statt. Rund 80 Firmen zeigen, was man aus den riesigen Datenmengen machen kann, die in Produktion und Handel anfallen. Aus Big Data soll im besten Fall Smart Data werden, erläutert unser Wirtschaftsredakteur Simon Frost, der die Veranstaltung besucht hat.

11.02 Uhr - Neues vom Mietenvolksentscheid? Die Initiativen, die den Mietenvolksentscheid in Berlin anstreben, haben zur Pressekonferenz geladen. Unser Redakteur Ralf Schönball ist dabei und wird im Laufe des Tages berichten, was es Neues zu vermelden gibt. Von der Lokalität ist er schon mal sehr angetan. Sieht recht wohnlich aus.

10.55 Uhr - Polizeieinsatz zwischen Waidmannslust und Schönholz: Die S-Bahn-Linien S1 und S85 sind von einem Polizeieinsatz betroffen, wie wir via Twitter erfahren. Zwischen Waidmannslust und Schönholz ist der Zugverkehr abgestellt. Es kommt zu Zugausfällen und Verspätungen. Die Linie S85 wird eingestellt.

10.39 Uhr - Erneuter Polizei-Einsatz in der Grunewaldstraße: Am frühen Mittwochmorgen musste die Polizei erneut in der Grunewaldstraße 87 in Schöneberg anrücken. Ein betrunkenes Ehepaar war aneinandergeraten. Erst Dienstag war ein SEK vor Ort. Das Haus ist seit Monaten in der Diskussion.

10.18 Uhr - 80-Jährige rammt drei Autos mit ihrem Wagen: Eine Senioren hat in Schmargendorf drei parkende Autos mit ihrem Wagen gerammt. Die Frau hatte gesundheitliche Probleme am Steuer bekommen.

10.03 Uhr - Fahrbahn in Spandau hat sich abgesenkt: Auf der Charlottenburger Chaussee in Spandau hat sich die Fahrbahn abgesenkt, meldet die Verkehrsinformationszentrale. Stadteinwärts zwischen Am Hain und Stendelweg ist deshalb die Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt.

9.53 Uhr - Was unsere Leser zum 17. Juni sagen: Wir wollen von Ihnen wissen, ob der 17. Juni, Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR 1953, ein Feiertag werden soll. "Was für eine Frage!", kommentiert unser Leser "berlinerratte" in der Kommentarspalte. "Dass dieser Tag noch kein Feiertag ist, stellt der deutschen Politik, insbesondere der aus dem Osten, ein Armutszeugnis aus. Was ist bedeutender als Freiheit und und Unabhängigkeit zu verteidigen?" In den Augen unseres Lesers gehören die mutigen Bürger des 17. Juni auf eine Stufe mit den Widerstandskämpfern des 20. Juli 1944.

Leser "kurt-erik" meint, der 17.Juni solle "unbedingt" wieder ein Feiertag werden. Und mit dem Wörtchen "wieder" bezieht er sich auf die West-Vergangenheit des Tages. Von 1954 bis 1990 war dieses Datum nämlich in der alten BRD der "Tag der deutschen Einheit" - "aber auch im Osten unter der Bevölkerung durchaus ein ernsthaft wahrgenommener Gedenktag", ergänzt unser Leser. Wegen des "Arbeitsausfalles" solle notfalls der 1. Mai ("eine Nazi-Einführung") gestrichen werden.

"Gute Idee, aber dann bitte nur Berlin", findet "Gernot_Hassknecht". "Die anderen Bundesländer haben schon genug Feiertage." Und "BibiUnfug" macht ihrem Namen alle Ehre: "Am 17. Juli oder August wäre mir ein Feiertag lieber", schreibt sie. "Da gibt es noch keinen Feiertag in der Nähe und die beiden Monate sind lang ..." Was meinen Sie? Wir sind gespannt auf Ihre Beiträge!

9.32 Uhr - Sperrungen auf Avus und A10: Wegen eines defekten Lkw ist auf der A115, der Avus, stadtauswärts zwischen Hüttenweg und Spanischer Allee der rechte Fahrstreifen gesperrt. Gleich zwei Fahrstreifen sind auf der A10, dem südlichen Berliner Ring, in Richtung Autobahndreieck Potsdam zwischen Ludwigsfelde-West und Autobahndreieck Nuthetal gesperrt. Der Grund hier: Markierungsarbeiten. Alle aktuellen Meldungen finden Autofahrer auch auf den Seiten der Verkehrsinformationszentrale.

9.22 Uhr - Schienenersatzverkehr auf S2 im Norden: Wegen einer Stellwerksstörung in Zepernik hat die S-Bahn auf der Linie S2 zwischen Buch und Bernau den Zugverkehr eingestellt. Ersatzweise verkehren in diesem Abschnitt Busse. Indes ist die Weichenstörung auf der Linie S5 inzwischen behoben, der Verkehr sollte sich bald normalisieren.

9.14 Uhr - Erneut Abbiegeunfall mit Radfahrer: Ein Tourist hat mit seinem Wagen am späten Dienstagnachmittag einen Radfahrer auf dem Lichtenrader Damm erfasst. Der 17-Jährige war geradeaus auf dem Radweg unterwegs, der Autofahrer bog nach rechts ab. Die Folge: eine gebrochene Hand.

8.59 Uhr - Starkregen lässt tausende Fische verenden: Der starke Regen am Wochenende ist den Berliner Fischen offenbar nicht gut bekommen. In den Spree und den Kanälen schwimmen in diesen Tagen zu Tausenden die Kadaver verendeter Fische. Nach längerer Trockenperiode und plötzlichem Starkregen hat es dieses Phänomen in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben. Der Grund: Durch die Regenmengen fließt Straßenschmutz in großen Mengen in die Gewässer, der Sauerstoffgehalt sinkt und die Fische verenden.

8.45 Uhr - FU-Projekt gegen Nachahmer von Amokläufen: Winnenden, Columbinen, das sind Chiffren für Gewaltexzesse junger Menschen. Ein Projekt an der Freien Universität untersucht diese Taten und ihre mediale Bearbeitung. Jetzt ist ein Film vorgestellt worden, mit dem Journalisten geschult werden sollen, damit die Berichterstattung keine Nachahmer zu neuen Taten animiert: "media running amok?"

8.20 Uhr - Unfall hat Stadtring-Stau ausgelöst: In nördlicher Richtung sind am Morgen zwischen Hohenzollerndamm und Kurfürstendamm ein Lkw und ein Pkw kollidiert. Die Verkehrslenkung musste deshalb gegen 7.30 Uhr erst den linken und dann auch noch den mittleren Fahrstreifen sperren. Seit 7.56 Uhr ist die Sperrung wieder aufgehoben. Nicht nur auf der Seite des Unfalls, sondern auch in Gegenrichtung (dort offenbar durch Schaulustige) hat sich der Verkehr massiv gestaut. "Es ist jetzt dabei, sich langsam zu entspannen", erklärte indes ein Mitarbeiter der Verkehrslenkung.

8.09 Uhr - Kinder bangen um ihre Einschulung: In Schöneberg wissen knapp 20 Familien noch nicht, wo ihr Kind am 5. September eingeschult wird. Heute berät die Bezirksverordnetenversammlung auf SPD-Antrag das "Chaos bei der Einschulung". Eigentlich müsste die Schulbehörde den Eltern spätestens drei Monate vorher mitteilen, wo ein Platz für ihr Kind ist. Deshalb könnten die Familien sich durchaus bei ihrer Wunschschule einklagen.

8.03 Uhr - Auf dem Stadtring alles dicht: Die Karte der Verkehrsinformationszentrale zeigt viel Rot auf dem Stadtring. Wenn Sie die Autobahn meiden können, tun Sie es. In Richtung Wedding sind die Einfahrten Britzer Damm und Buschkrugallee gesperrt. Außerdem ist auf der A113 (Schönefeld-Zubringer) stadteinwärts der rechte Fahrstreifen wegen des hohen Verkehrsaufkommens wiederholt gesperrt.

Stau auf dem Stadtring. Wer die Autobahn umfahren kann, sollte es tun.
Stau auf dem Stadtring. Wer die Autobahn umfahren kann, sollte es tun.Screenshot: viz-info.de/Tagesspiegel

7.53 Uhr - Jürgen Flimm soll offenbar die Staatsoper verlassen: Heute Mittag gibt der Kultursenator kurzfristig eine Pressekonferenz. Das ist bekanntlich der Regierende Bürgermeister Michael Müller. Und der will offenbar mit Generalmusikdirektor Daniel Barenboim um 13.30 Uhr die Ablösung von Jürgen Flimm als Intendant der Staatsoper verkünden. Angeblich soll Matthias Schulz sein Nachfolger werden, derzeit künstlerischer und kaufmännischer Geschäftsführer des Salzburger Mozarteums. Flimm hatte sich erst kürzlich im Theaterstreit zwischen Claus Peymann sowie Michael Müller und Tim Renner auf die Seite Peymanns geschlagen. Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt kommentiert im Checkpoint-Newsletter: "Bei der Saisonvorstellung hatte Flimm sich selbst als Regisseur für Mozarts 'Figaro' angekündigt - da zitieren wir doch (rein zufällig!) gleich mal Bartolo: 'Süße Rache, o süße Rache, Du gewährest hohe Freuden!'"

7.40 Uhr - Ein Augenblick der Hundeverhüllung: Dieser Morgengruß von Andrea Ramsteck erreichte uns über Twitter. Wenn auch Sie Berlin-Impressionen für uns haben, teilen Sie diese einfach über den Hashtag #gmberlin mit uns.

7.31 Uhr - 20 Jahre Reichtagsverhüllung: Das ARD-Morgenmagazin erinnerte soeben daran, dass heute vor 20 Jahren, am 17. Juni 1995, die Verhüllung des Reichtstags begann. Die Kollegen sprachen von einem "Sommermärchen" - fünf Millionen Besucher schauten sich die einmalige Kunstaktion von Christo und Jeanne-Claude binnen drei Wochen an. Bekanntlich kommt bald ein kleines Stück des Zaubers zurück. Nach der Sommerpause soll Christos Sammlung mit Reichtstagskunstwerken im Bundestag zu sehen sein. Vor vier Tagen feierte Christo übrigens seinen 80. Geburtstag.

7.14 Uhr - Einmal Pistole, einmal Schlagstock, zweimal Raub: Gleich in zwei Fällen sind in der Nacht Täter resolut mit einer Waffe aufgetreten, um ihre Opfer auszurauben. Um 1.20 Uhr stellten vier Unbekannte einen 20-Jährigen in der Nassauischen Straße in Wilmersdorf. Einer der Täter hatte einen Schlagstock und bedrohte den jungen Mann, der schließlich Geld und Handy herausrückte. Kurz vor 2 Uhr betrat dann ein Täter ein Internetcafé in der Eisenacher Straße in Schöneberg. Mit einer Schusswaffe hielt er eine 45-jährige Angestellte in Schach, griff sich Geld aus der Kasse und flüchtete.

7.02 Uhr - S-Bahn bremst Pendler aus Spandau aus: Wegen einer Weichenstörung ist der Zugverkehr auf der S-Bahn-Linie S5 zwischen Spandau und Pichelsberg unterbrochen. Es kommt zu Zugausfällen und Verspätungen, wie wir über Twitter erfahren.

6.52 Uhr - Heute vor Gericht: Der Prozess gegen Benjamin Tewaag um einen Faustschlag ins Gesicht einer Bekannten geht weiter. Der Sohn von Schauspielerin Uschi Glas soll nach zunächst einvernehmlichen Fesselspielen zugedroschen haben, weil die Frau keine Fessel wollte (10 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 370).

6.37 Uhr - Michael Müller will den BER nicht verkaufen: Bund und Brandenburg erwägen, nach der geplanten Eröffnung des BER einen privaten Investor für den Hauptstadtflughafen zu gewinnen. Was Berlin davon hält, war zunächst nicht bekannt. Nun hat sich der Regierende Bürgermeister Michael Müller dazu geäußert - und machte seine Abneigung gegenüber solchen Überlegungen deutlich. "Wenn der Flughafen in Betrieb ist und entsprechend Gewinne erwirtschaftet, warum soll ich ausgerechnet in dieser Phase privatisieren?", sagte Müller. Dabei gibt es bereits einen Interessenten: Katar. Genauer gesagt: dessen Fluggesellschaft Qatar Airways. "Wenn es machbar für uns ist, würden wir es tun", sagte deren Chef dem Tagesspiegel.

Drei Jahre BER-Debakel
Drei Jahre ist es an diesem Mittwoch her, dass Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und der damalige brandenburgische Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) die größte Pleite ihrer Amtszeit einräumen mussten.Weitere Bilder anzeigen
1 von 23Foto: Imago/Olaf Wagner
04.06.2015 15:13Drei Jahre ist es an diesem Mittwoch her, dass Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und der damalige...

6.22 Uhr - Antonienstraße gesperrt: Auf der A111 (Reinickendorf-Zubringer) ist stadteinwärts an der Anschlussstelle Eichborndamm die Einfahrt Antonienstraße bereits wegen zu hoher Verkehrsbelastung gesperrt.

6.10 Uhr - Das Wetter: Am Mittwoch scheint den ganzen Tag die Sonne. Strahlend sonnig ist es zwar nicht, denn es ziehen einige hohe Wolkenfelder über den Himmel. Dennoch überwiegt der freundliche und oft auch sonnige Charakter. Die Tageshöchsttemperaturen liegen um 21 Grad. In der Nacht verdichten sich die Wolken dann allmählich, und zum Morgen hin setzt Regen ein.

Gedenken an den Volksaufstand am 17. Juni 1953
Gedenken an den Volksaufstand am 17. Juni 1953Foto: Jörg Carstensen/DPA

6.00 Uhr - 17. Juni? Da war doch was! Heute vor 62 Jahren gingen in Ost-Berlin DDR-Bürger auf die Straße, um gegen die Politik der SED-Führung zu protestieren. Sie wollten verhindern, dass die DDR eine deutsche Sowjetunion wird. Die sowjetischen Besatzer reagierten hart, ließen Panzer auffahren, bei den Zusammenstößen gab es es Tote. Das Datum steht seither für ein Trauma, das die DDR bis an ihr Ende begleitete - und ist doch nur Gedenktag. Unser Autor Lothar Heinke findet das schade, und auch Innensenator Frank Henkel (CDU) würde dies gern ändern: Henkel plädiert für einen gesetzlichen Feiertag. Was halten Sie davon?

Unser Liveticker Berlin am Morgen: Morgens und vormittags finden Sie montags bis freitags hier auf unserer Berlin-Seite bei Tagesspiegel.de ab jetzt immer unseren neuen Liveticker. Hier können Sie lesen, was Berlin bewegt und was heute wichtig wird. Mit uns kommen Sie gut in den Tag. Was läuft in der Stadt? Wer kommt zu Besuch? Was meldet die Polizei? Was recherchiert die Tagesspiegel-Redaktion? Wo stockt mal wieder der Verkehr, gibt es Probleme mit Bussen und Bahnen? Wie wird das Wetter? Was tut sich in den Social Media, bei Twitter oder Facebook, mit Blick auf #Berlin? Was schreibt Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt in seinem Berlin-Newsletter Checkpoint? Was machen unsere Kiezblogger? Worüber berichten die anderen Berliner Medien?

Wie geht es weiter beim BER, kommt Berlin beim Wohnungsbau in Zeiten der Gentrifizierung sowie bei der Sanierung der Schulen endlich voran? Wie schlägt sich der neue Regierende? Wie hat Hertha gespielt, wie Union, wie Alba? Haben die Eisbären und die Füchse gewonnen? Was tut sich an den Unis und in Berliner Unternehmen? Gab es tolle oder misslungene Konzerte, Premieren, Vernissagen? Und was steht am Abend in der Berliner Kultur Spannendes an, in Theatern, Clubs oder Kinos? Gibt es neue Kneipen, Bars, interessante Läden? Was empfehlen wir Ihnen, was empfehlen Sie uns?

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