Liveticker Berlin am Morgen : Apple Watch, Vattenfall-Dementi

Aktivisten verkünden als Vattenfall den Abschied von der Braunkohle in der Lausitz bis 2030. Berliner stehen Schlange für Smartwatch von Apple. Jugend demonstriert gegen Abschiebung. Lesen Sie in unserem Liveticker nach, was Berlin am Freitag bewegt.

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Hier stehen die Apple-Jünger und potentiellen Apple-Watch-Käufer Schlange. Auffällig: Es sind fast nur junge Männer auf dem Bild.
Hier stehen die Apple-Jünger und potentiellen Apple-Watch-Käufer Schlange. Auffällig: Es sind fast nur junge Männer auf dem Bild.Foto: Hannibal Hanscke/dpa

Und darüber spricht Berlin an diesem Freitag:

Verwirrung um Vattenfall: Der Energiekonzern wurde am Freitagvormittag von einer Inszenierung von Aktivisten überrascht, die dem Konzern und seinem Engagement in der Lausitz offenbar kritisch gegenüberstehen. Viele Medien hatten eine Einladung zu einer angeblichen Vattenfall-Pressekonferenz in Berlin mit folgender Nachricht erhalten: „Vattenfall bleibt in der Lausitz und wird Deutschlands führendes Unternehmen für Nachhaltigkeit.“ Einer Website zufolge würden Braunkohle-Tagebau und -Verstromung in der Lausitz bis 2030 komplett eingestellt. Vattenfall dementierte umgehend die Urheberschaft von Einladung und Website.

Gleichberechtigung für gleichgeschlechtliche Ehen: Die evangelische Kirche in Berlin will in Zukunft auch homosexuelle Paare trauen. Schwule und lesbische Paare sollen mit einem Traugottesdienst auf eine Stufe mit konventionellen, gemischtgeschlechtlichen Ehepaaren gestellt werden. Der Vorstoß wird heute auf der Frühjahrssynode der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) diskutiert.

Schülerdemo für Flüchtlingsrechte: Unter dem Motto "Unser Freund bleibt - Schüler- und Unistreik gegen Rassismus und Abschiebung" beteiligen sich seit dem Mittag Berliner Schüler, Schülerinnen und Studierende an einer bundesweiten Demonstration für Flüchtlingsrechte. Sie zieht quer durch Mitte. Gegen 15 Uhr ist eine Kundgebung am Pariser Platz geplant.

Schlange stehen für eine Uhr: Im Apple Store am Ku’damm war heute Morgen Verkaufsstart der neuen Apple Watch, einer Smartwatch die mehr kann, als nur die Zeit anzuzeigen und zu stoppen. Da bildeten sich natürlich lange Schlangen.

Kurz vermeldet:

Ab Montag Streik bei der Postbank: Verdi ruft Beschäftigte in Filialen in Berlin und Brandenburg zur Arbeitsniederlegung auf. +++ Facebook-Offensive gegen Giftköder: CDU Spandau will Hundefeinden per Facebook-Offensive das Handwerk legen. Gefährliche Köder aller Art können auch über giftkoeder@cdu-spandau.de gemeldet werden. +++ Schöneberger verstirbt nach Autounfall: 47-jähriger Mann aus Schöneberg auf dem Lichtenrader Damm in Lichtenrade mit seinem Auto verunglückt und verstorben. +++ Unfallflucht in Kreuzberg: 33-jährige Radfahrerin bei Zusammenstoß mit anderem Radfahrer im Kreisverkehr am Moritzplatz schwer verletzt. +++ Alkoholisierte Spritzfahrt mit dem Motorboot: Polizei stoppt 22-jährigen Hobbykapitän im Motorboot auf der Unteren Havelwasserstraße mit 1,5 Promille Alkohol im Blut.

Lesen Sie die Ereignisse dieses Freitags hier noch einmal in unserem chronologischen Liveticker nach:

12.09 Uhr - Die streikenden Schüler sind losgelaufen: "Kein Mensch ist illegal!" Mit dieser Botschaft startet die Demo der Schüler, Schülerinnen und Studierenden gegen Abschiebung auf Twitter. Ein ebenfalls getwittertes Foto zeigt: Es ist ziemlich voll geworden um den Startpunkt am Neptunbrunnen. Es waren 1500 Teilnehmer erwartet worden.

12.00 Uhr - Bitte beachten: Die Demonstration der Schüler gegen Abschiebung beeinträchtigt auch die Tramlinie 12.

11.54 Uhr - Neuer Streik zum Wochenstart: Verdi hat die Streiks bei der Postbank ausgeweitet und treibt den Arbeitskampf damit auf einen ersten Höhepunkt. Ab Montag wollen die Beschäftigten in den Filialen in Berlin und Brandenburg streiken.

11.41 Uhr - Böse Überraschung: Ein Unbekannter hat am Donnerstagabend Hakenkreuze in eine Glasscheibe einer Bäckerei am S-Bahnhof Schönhauser Allee geritzt. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt nun.

11.34 Uhr - Schöneberger verstirbt nach Autounfall: Ein 47-jähriger Mann aus Schöneberg ist am Donnerstag auf dem Lichtenrader Damm in Lichtenrade mit seinem Auto verunglückt und danach verstorben. Noch ist unklar, ob er möglicherweise einen Herzinfarkt erlitt oder seinen Unfallverletzungen erlag.

11.26 Uhr - Update S-Bahn: Auf der Linie S75 kommt es nach wie vor zu einzelnen Ausfällen.

2030 kein Braunkohle-Tagebau mehr in der Lausitz? Die angeblich von Vattenfall ausgerufene "Responsibility Initiative" sorgt für Verwirrung.
2030 kein Braunkohle-Tagebau mehr in der Lausitz? Die angeblich von Vattenfall ausgerufene "Responsibility Initiative" sorgt für...Screenshot: vattenfall-responsibility.de/Tagesspiegel

11.24 Uhr - Verwirrung um Vattenfall: Der Energiekonzern Vattenfall wurde am Freitagvormittag von einer Inszenierung von Aktivisten überrascht, die dem Konzern und seinem Engagement in der Lausitz offenbar kritisch gegenüberstehen. „Unbekannte versenden Falschmeldung unter Vattenfall-Namen“, warnt die Vattenfall-Presseabteilung in einer Mail an Journalisten. Viele Medien hätten kurz zuvor eine Mail mit folgender Nachricht erhalten: „Vattenfall bleibt in der Lausitz und wird Deutschlands führendes Unternehmen für Nachhaltigkeit“, als Absender sei die Adresse press@vattenfall-responsibility.se angegeben gewesen, auch gab es die Einladung zu einer Pressekonferenz in Berlin. „Diese Aussendungen stammen nicht von Vattenfall, sondern sind gefälscht und offenbar Teil einer Aktion Unbekannter, die sich gegen unser Unternehmen und unser Engagement in der Lausitz richtet“, teilt Vattenfall jetzt mit. Der Konzern „prüft derzeit rechtliche Schritte gegen die Akteure“.

11.16 Uhr - Ein Berliner wird groß: Jimi Blue Ochsenknecht, 23-jähriger Sohn von Uwe und Natascha Ochsenknecht, ist bei seiner Mama ausgezogen und hat sich mit zwei Kumpels ins WG-Leben gestürzt. Na dann.

11.08 Uhr - Seit 11 Uhr streiken die Schüler: Vom Neptunbrunnen aus wollen Schüler, Schülerinnen und Studierende gegen die Abschiebung von Flüchtlingen demonstrieren. Es kommt entlang der Route via Spandauer Straße, Torstraße, Chausseestraße, Invalidenstraße, Friedrichstraße, Unter den Linden, Dorotheenstraße und Scheidemannstraße zum Reichstag zu Verkehrsbehinderungen.

10.49 Uhr - Bewerten Sie die BVG! #weilwirdichlieben oder tiefe Skepsis? Was verbindet Sie mit unserer Berliner Verkehrsgesellschaft? Sie können es jetzt los werden, der Metro-Verband CoMET will nämlich jetzt weltweit U-Bahnen bewerten lassen.

10.39 Uhr - Warten auf die Zeitanzeige: Sollten Sie übrigens erwägen, jetzt zum Apple Store am Ku'damm oder zu einer anderen Verkaufsstelle für die Smartwatch zu fahren, sei Ihnen als Überlegungsgrundlage dieses Bild ans Herz gelegt. Es könnte etwas dauern, bis sie das begehrte Stück in Händen halten.

Warten auf Uhren: Vor dem Apple Store am Ku'damm bildeten sich am Morgen lange Schlangen wegen des Verkaufsstarts der Smartwatch.
Warten auf Uhren: Vor dem Apple Store am Ku'damm bildeten sich am Morgen lange Schlangen wegen des Verkaufsstarts der Smartwatch.Foto: Reuters/Hannibal Hanschke

10.32 Uhr - Auch Fußgänger haben Rechte: Das impliziert Leser "Thogra" in seinem Kommentar am Ende dieses Livetickers. Absolut richtig. Sich an der Schlange vorbeizuschlängeln oder auf den Fußweg auszuweichen, bringt natürlich nicht nur Ärger, sondern kann auch gefährlich werden - für andere Verkehrsteilnehmer und den Fahrradfahrer selbst. Wir sprechen daher explizit keine Empfehlung zu verkehrswidrigem Verhalten aus!

10.22 Uhr - U12 mit Verspätung: Ob es an der Baustelle liegt oder an der Sperrung heute Früh (s. Eintrag 7.23 Uhr), können wir nicht sagen. Aber bitte beachten Sie die Verzögerung bei Ihrer Reiseplanung.

10.12 Uhr - Das wäre uns mit der Apple Watch nicht passiert: Dann hätten wir die Zeit nämlich nicht übersehen. Vor einer Stunde hat der Verkauf des neuesten In-Gadgets in der Hauptstadt begonnen.

Objekt der Begierde: Die Apple Watch.
Objekt der Begierde: Die Apple Watch.Foto: Kay Nietfeld/dpa

10.03 Uhr - Wow, das ging schnell! Kaum auf Facebook, unser Text zur Gleichstellung der Homo-Ehe, und schon legen Sie los! Ausnahmslos positive Kommentare von unseren Lesern, Toni Ramirez bringt es in seinem Kommentar unter dem Facebook-Post auf den Punkt: "Willkommen in der Neuzeit! Schlimm genug, dass das überhaupt ne Headline wert ist."

Künftig soll es keinen abgestuften Segen mehr geben, sondern nur noch Traugottesdienste.
Künftig soll es keinen abgestuften Segen mehr geben, sondern nur noch Traugottesdienste.Foto: dpa/picture-alliance

9.57 Uhr - Gleichberechtigung für gleichgeschlechtliche Ehen: Die evangelische Kirche in Berlin macht einen Schritt nach vorne und will in Zukunft auch homosexuelle Paare trauen. Bisher konnten schwule und lesbische Paare sich nur von der Kirche segnen lassen - mit einem Traugottesdienst sollen sie auch in den Augen der Kirche endlich auf eine Stufe mit konventionellen, gemischt-geschlechtlichen Ehepaaren gestellt werden. Der Vorstoß wird heute auf der Frühjahrssynode der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) diskutiert - „Menschen mit gleichgeschlechtlicher Lebensweise und in eingetragener Lebenspartnerschaft dürfen nicht weiterhin herabgestuft und diskriminiert werden“, heißt es in dem Antrag.

9.50 Uhr - Apropos BVG-Behinderungen wegen Demo: Der Schülerstreik gegen Abschiebung (s. Eintrag von 6.41 Uhr) sorgt auch für Einschränkungen im Busverkehr. Startpunkt der Demo ist, wie gemeldet, um 11 Uhr, die BVG rechnet aber damit, dass sie die betroffenen Linien (TXL, M48, M85, 100, 123, 142, 147, 200, 245) schon jetzt umdisponieren muss. Die Sperrungen und Abweichungen werden bis etwa 18 Uhr anhalten.

Fahrrad-Romantik im April-Wetter in Berlin.
Fahrrad-Romantik im April-Wetter in Berlin.Foto: dpa

9.38 Uhr - Fahrrad-Protest in Berlin: Heute ist der letzte Freitag im Monat und damit, klar, Zeit für die nächste Critical Mass. Eine kritische Masse also, die auf ihren Rädern durch die Stadt braust, um dieselbe als öffentlichen Raum zu beanspruchen und mehr Rechte für Fahrradfahrer zu fordern. Die BVG warnt schon jetzt vor Einschränkungen auf diversen Buslinien (M29, M48, M85, 120, 142, 147, 221, 245, 247, 265, 327).

Unsere Autorin Luisa Jacobs war bei der letzten Critical Mass Ende März dabei - und fand die Radler viel zu brav.

9.20 Uhr - Achtung vor volljährigen Kindern! Zumindest Autofahren dürfen einige der Besucher dieses Kinderspielplatzes bereits...

9.13 Uhr - Langwierige Reform: Aber jetzt gibt es endlich eine Entscheidung zu den Rahmenlehrplänen. Erstens wird die Einführung der Rahmenpläne um ein Jahr verschoben; und zweitens ist die Gefahr gebannt, dass Siebt- und Achtklässler in Geschichte statt einer Chronologie nur noch thematische Häppchen vorgesetzt bekommen - jetzt gibt es in Halbjahr Eins jeweils Chronologien und in Halbjahr Zwei dann Themenfelder.

9.06 Uhr - Bär mit Frühlingsgefühlen: Strahlend blauer Himmel, weiße Frühlingsblüten und - natürlich - ein Berliner Bär. Klingt nach Werbeaufnahme für die Stadt, ist aber tatsächlich ein Leserfoto, das uns User Pierre per Twitter geschickt hat. Möchten auch Sie Impressionen von Ihrem morgendlichen Weg zur Arbeit mit uns teilen? Dann nutzen Sie gerne einfach den Hashtag #gmberlin - wir freuen uns!

8.59 Uhr - Behinderungen auf der Avus: Es geht los auf der A115, die Grünflächenarbeiten (s. Eintrag von 7.01 Uhr) haben begonnen. Bitten planen Sie etwas mehr Zeit ein.

8.48 Uhr - Hundebesitzer aufgepasst: Immer wieder legen Hundefeinde und Tierquäler Giftköder für Hunde aus. Grausam und absolut nicht nachvollziehbar. Diese Meinung teilt wohl auch die CDU Spandau, sie hat eine Facebook-Offensive gestartet, um Giftköder-Legern das, nun ja, Handwerk zu legen. Sollten Sie irgendwo Giftköder oder mit Rasierklingen präparierte Würstchen entdecken, können Sie den Fund per giftkoeder@cdu-spandau.de an die CDU Spandau melden.

Giftköderalarm in Lichtenberg. So sehen die Meldungen der Facebook-Offensive der CDU Spandau aus.
Giftköderalarm in Lichtenberg. So sehen die Meldungen der Facebook-Offensive der CDU Spandau aus.Quelle: Giftköderalarm Berlin/Facebook / Screenshot: Tsp

8.35 Uhr - Heikle Antwort und fließende Übergänge: Unser Chefredakteur Lorenz Maroldt stellt heute in seinem Newsletter Checkpoint fest: "Innensenator Henkel ist bekanntlich Mitglied der "Sängerschaft Borussia" ("fakultativ schlagend - an Mütze und Mensur halten wir fest"). Der Abgeordnete Delius wollte jetzt wissen, ob der Senator seit seiner Amtsübernahme an Mensuren oder einer rechtspopulistischen Veranstaltung im Sängerschaftshaus teilgenommen hat. Die Antwort, vorgetragen von Staatssekretär Krömer: Nein, nicht "in seiner Funktion als Senator" - Auskunft zum Verhalten der "Privatperson" wurde verweigert ("ohne Bezug zu seinen Dienstgeschäften").

Mehr aus Berlin lesen Sie jeden Morgen im Checkpoint - immer informiert und topp aktuell.

8.27 Uhr - Alternative zu Bahn und Auto: Klar, das Fahrrad. Vor allem jetzt, wo es wärmer wird (aktuell: 10 Grad am Askanischen Platz), bieten es sich an, wieder öfters aufs Rad zu steigen. Ist nicht so eng und stickig wie die U-Bahn und im Zweifel, je nach Strecke, schneller als das Auto. An der Ampel schnell vorbeischlängeln, die Fußgängerübergänge nutzen, zur Not mal auf den Gehweg ausweichen - es gibt viele Tricks zur Tempo-Beschleunigung. Allein: Das führt oft zu Ärger. Autofahrer und Radfahrer, ein ewiger Kampf, bei dem es eigentlich nur auf eins ankommt: die jeweilige Perspektive.

8.15 Uhr - Nicht vergessen: Eigentlich ist der GDL-Streik ja noch gar nicht vorbei. Im Güterverkehr soll er erst heute um 9.00 Uhr beendet werden - nach insgesamt 66 Stunden. Mehr als zwei Drittel der Güterzüge seien aber trotz Streik gefahren, meldet die Bahn. Der Personenverkehr ist nach Angaben des Unternehmens "weitgehend stabil" angelaufen. Können Sie das bestätigen oder hängen Sie noch irgendwo fest?

8.04 Uhr - Probleme bei der S3: Die S-Bahn Berlin meldet per Twitter Entwarnung für die Linien S41, S5, S85 - auch die S75 taucht nicht mehr in den Meldungen auf. Dafür müssen Sie jetzt auf der S3 mit einzelnen Ausfällen rechnen. Grund ist ein Schaden an einem Zug am Ostkreuz. Haben die Fahrer, die nicht gestreikt haben, heute vielleicht verschlafen?

Und sie fährt wieder! Die S-Bahn Berlin will heute nach dem erneuten GDL-Streik zum Normalbetrieb zurückkehren.
Und sie fährt wieder! Die S-Bahn Berlin will heute nach dem erneuten GDL-Streik zum Normalbetrieb zurückkehren.Foto: Paul Zinken/dpa

7.57 Uhr - Streik-Bilanz in Berlin: Die siebte Arbeitsniederlegung der Lokführer im laufenden Tarifstreit zwischen ihrer Gewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn ist zu Ende. Getroffen hat es dieses Mal vor allem die Berufspendler. Doch auch einige Fernreisende blieben stecken, zum Beispiel am Hauptbahnhof in Berlin. Unsere Kollegin Luisa Jacobs hat sie in einem Hotelzug besucht, in dem die Bahn für die gestrandeten Fahrgäste Schlafplätze bereit gestellt hat. Klingt nobel, wie nach Orient-Express? Lesen Sie selbst.

7.52 Uhr - Westlicher Stadtring ist dicht: Im Westen nichts Neues, aber Altbekanntes. Auch der Stadtring, die A100, ist mit Verkehr überlastet. Deshalb ist die Einfahrt an der Anschlussstelle Siemensdamm in Richtung Funkturm gesperrt. Es kommt zu dichtem Verkehr und Rückstaus auf dem gesamten westlichen Ring.

Die Straßenkarte gegen 8 Uhr - gelb bedeutet Staugefahr, rot bedeutet Stau. Die meisten Straßen sind zum Glück grün, also frei.
Die Straßenkarte gegen 8 Uhr - gelb bedeutet Staugefahr, rot bedeutet Stau. Die meisten Straßen sind zum Glück grün, also frei.Quelle: VIZ / Screenshot: Tsp

7.45 Uhr - Bücher, ihr sollt ewig leben: Egal, ob "Pippi Langstrumpf", "Die unendliche Leichtigkeit des Seins", Goethes gesammelte Werke oder "50 Shades of Grey" - Bücher sind ein wichtiges und schützenswertes Kulturgut. Deshalb wird am 23. April der Welttag des Buches begangen. Ja, der Tag war gestern, das ist korrekt. In der Staatsbibliothek an der Potsdamer Straße, gegenüber der Philharmonie und der (im Moment geschlossenen) Neuen Nationalgalerie, hat zum Welttag des Buches aber eine Ausstellung eröffnet, die das Buch feiert. Sie zeigt Bücher aus einer verloren gegangenen Welt, Bücher, die selbst Geschichte sind, Bücher, die bei der kleinsten Berührung zu Staub zerfallen, mumifizierte Bücher, Bücher, deren Stempel wie Mahnmale sind für ihre ermordeten Besitzer. Und das noch bis zum 27. Juni.

7.34 Uhr - Und schon wieder Entwarnung: Die Züge auf der U12 fahren wieder, allerdings mit großen Verspätungen.

7.23 Uhr - SEV auf der U12: Schienenersatzverkehr für den Ersatzschienenverkehr. Die Quintessenz: Die U12 ist zwischen Kottbusser Tor und Warschauer Straße unterbrochen.

7.19 Uhr - Schwer verletzte Radfahrerin: Ebenfalls gestern Abend ist am Moritzplatz in Kreuzberg einer Radfahrerin mit einem anderen Radfahrer zusammengestoßen und hat sich dabei schwer verletzt. Die 33-Jährige fuhr gegen 18.30 Uhr mit ihrem Rad in den Kreisverkehr ein, ein weiterer Radfahrer tat dasselbe und stieß mit der Frau zusammen. Sie stürzte - er flüchtete unbekannt, obwohl ein Zeuge versuchte, ihn aufzuhalten. Bei dem Sturz zog die Radfahrerin sich eine Platzwunde und mehrere Knochenbrüche zu, außerdem kugelte sie sich die Schulter aus. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

7.13 Uhr - Überfall auf Discounter: In der Scharnweberstraße in Reinickendorf hat die Polizei gestern Abend einen Intensivtäter beim Versuch, einen Lebensmitteldiscounter zu überfallen, festgenommen. Der Mann betrat den Discounter gegen 18.30 Uhr und forderte mit einer Reizgaspistole die 31-jährige Kassiererin auf, die Kasse zu öffnen. Er schnappte sich das Geld und wollte mit der Beute flüchten. Ein 44-jähriger Kunde stoppte den 23-Jährigen und brachte ihn zu Boden. Eine 36-jährige Kundin und ein Polizeibeamter, der privat zum Einkaufen in dem Laden war, halfen ihm und hielten den Mann fest, bis die Polizei eintraf. Bei einer Durchsuchung des Festgenommenen fanden die Beamten Drogen - und ein Handy, das Ende März in Wittenau gestohlen worden war.

7.07 Uhr - Alkoholisierte Spritzfahrt mit dem Motorboot: Ein 22-jähriger Hobbykapitän ist gestern Abend von der Polizei gestoppt worden - mit einem geliehenen Motorboot auf der Unteren Havelwasserstraße und 1,5 Promille Alkohol im Blut. Der junge Mann war gegen 22.40 Uhr mit fünf Freunden im ähnlichen Alter in Höhe Schildhorn (Ortsteil Grunewald) auf dem Boot unterwegs. Ein Polizeiboot bemerkte, dass die jungen Männer ohne Nachtbeleuchtung unterwegs waren und stoppten das Motorboot. Nach einer Blutentnahme wurde der 22-Jährige entlassen, das Boot wurde unbeschadet zum Schiffsanleger zurückgeschleppt.

"Ich will Spaß, ich will Spaß, ich geb Gas, ich geb Gas" - so etwas könnten sich die Freunde auf dem Motorboot gedacht haben.
"Ich will Spaß, ich will Spaß, ich geb Gas, ich geb Gas" - so etwas könnten sich die Freunde auf dem Motorboot gedacht haben.Foto: Patrick Seeger/dpa

7.01 Uhr - Eine Vorab-Warnung für die Avus: Ab 9 Uhr werden dort in Höhe Hüttenweg Richtung Zentrum Grünflächenarbeiten durchgeführt. Muss etwa schon gemäht werden? Der rechte Fahrstreifen wir dann jedenfalls gesperrt, es droht Staugefahr im morgendlichen Berufsverkehr.

6.54 - Czaja fordert mehr Unterstützung vom Bund: Nicht nur der Schulstreik, auch Sozialsenator Mario Czaja (CDU) macht sich Sorgen um die Unterbringung von Flüchtlingen. Im Streit um mehr Hilfe für Kommunen und Länder durch den Bund mahnt er an: "Nicht alle erkennen den Ernst der Lage." Berlin werde nicht ausreichend bei der Unterbringung von Flüchtlingen unterstützt. Lesen Sie hier das exklusive Interview mit dem Tagesspiegel nach!

6.41 Uhr - Schülerdemo für Flüchtlingsrechte: Rund 1500 Schüler, Schülerinnen und Studierende möchten sich heute in Berlin am bundesweiten Schul- und Hochschulstreik im Gedenken an die über Tausend im Mittelmeer verunglückten Flüchtlinge beteiligen. Der Demonstrationszug trägt das Motto  "Unser Freund bleibt - Schüler- und Unistreik gegen Rassismus und Abschiebung" und läuft quer durch Mitte bis zum Pariser Platz. Treffpunkt ist am Neptunbrunnen. Gegen 15 Uhr ist eine Kundgebung am Pariser Platz geplant.

Diese Route werden die protestierenden Schüler, Schülerinnen und Studierenden nehmen - einmal quer durch Mitte für Flüchtlinge.
Diese Route werden die protestierenden Schüler, Schülerinnen und Studierenden nehmen - einmal quer durch Mitte für Flüchtlinge.Quelle: Schulstreik / Screenshot: Tsp

6.35 Uhr - Empfehlung für Bahnreisende: Sollten Sie heute über das anstehende Wochenende verreisen wollen, empfiehlt die Bahn, dass sie sich vor ihrer Abfahrt auf der Website der Bahn über mögliche Verspätungen informieren. Hier geht's zur Fahrplanauskunft.

6.26 Uhr - Und die Sonne lacht dazu: Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen, wenn der Nahverkehr heute noch nicht ganz so reibungslos verläuft. Die Luft ist zwar noch kühl, aber wir erwarten heute Nachmittag bis zu 20 Grad. Das sind doch angenehme Aussichten auf ein tolles Frühlingswochenende!

6.20 Uhr - Ausfälle auf der S5: Auch auf der Linie S5 gibt es zwischen Mahlsdorf und Ostbahnhof Anlaufschwierigkeiten mit einzelnen Ausfällen.

6.18 Uhr - Verzögerungen bei der S-Bahn: Es läuft wohl doch noch nicht alles rund bei der S-Bahn, zumindest nicht die Ringbahn (S41) und die S75 und S85. Auf diesen Linien kommt es derzeit zu einzelnen Ausfällen.

6.14 Uhr - Guten Morgen, Antonienstraße: Die A111, der Reinickendorf-Zubringer, gehört zum Berliner Morgen irgendwie dazu. Verkehrsüberlastung, bitte einplanen.

6.07 Uhr -Ein Blick auf die Verkehrskarte: Und der zeigt ein gewohntes Bild für den frühen Freitagmorgen. Endlich freie Fahrt auf Berlins Straßen, heute ist zumindest nicht mehr mit streikbedingten Staus wie gestern zu rechnen. Achtung ist einzig bei Ihrer Routenplanung durch Mitte geboten: die Axel-Springer-Straße ist zwischen Zimmerstraße und Schützenstraße wegen einer Baustelle bis Montagabend dicht.

6.00 Uhr - Fährt die Bahn? Nach zwei Tagen Stress auf ihrem Arbeitsweg können sich Berufspendler wieder entspannen: Am Donnerstagabend um 21 Uhr beendete die GDL ihren Lokführerstreik. Die Berliner S-Bahn fährt heute Morgen wieder nach Plan, es werden derzeit keine Abweichungen vom Fahrplan gemeldet.

Bis die Regionalzüge wieder regulär fahren, kann es aber noch etwas länger dauern. Die Bahn erwarte zu Betriebsbeginn am Freitag noch einige Ausfälle und Verspätungen.

In jedem Fall: Gute, beschwerdefreie Fahrt an diesem Freitagmorgen!

Der Streik der Lokführer ist zu Ende. Die Bahnen sollen heute wieder nach Plan fahren
Der Streik der Lokführer ist zu Ende. Die Bahnen sollen heute wieder nach Plan fahrenFoto: dpa

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