Liveticker Berlin am Morgen : Bürgerbeteiligung, Trainermangel, U 2

Der Senat will nicht mehr Bürgerbeteiligung, Fußballvereine in Berlin müssen immer häufiger Kinder zurückweisen, und eine Sperrung bei der U 2 sorgt für Verwirrung. Lesen Sie in unserem Liveticker nach, was die Hauptstadt am Dienstag bewegt! Und diskutieren Sie weiter mit.

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Im Koalitionsvertrag haben SPD und CDU noch von der "aktiven Bürgergesellschaft" geschwärmt. Vorschläge der Opposition weist der Senat jetzt zurück.
Im Koalitionsvertrag haben SPD und CDU noch von der "aktiven Bürgergesellschaft" geschwärmt. Vorschläge der Opposition weist der...Foto: dpa

Darüber spricht Berlin an diesem Dienstag:

 

Senat gegen mehr Bürgerbeteiligung: Im Koalitionsvertrag 2011 hatte der Senat mehr Bürgerbeteiligung beschlossen. Nun sträubt sich Rot-Schwarz dagegen: Keine Senkung des Wahlalters, keine Zusammenlegung von Volksentscheiden und allgemeinen Wahlen, auch keine Abstimmung über umstrittene Gesetze. Was halten Sie davon? Diskutieren Sie mit?

Sperrungen bei der U-Bahn: Wegen Bauarbeiten auf der U 2 sind Ersatzbusse eingerichtet. Die sind nicht immer leicht zu finden - und es gibt bald weitere Sperrungen.

Fehlende Jugendtrainer: Berlins Fußballvereine müssen immer häufiger Kinder nach Hause schicken, die gern in einer Jugendmannschaft spielen würden. Es gibt schlichtweg nicht genug Trainer.

Kurz vermeldet: Schöneberger Puppentheater "Hans Wurst Nachfahren" vorerst gerettet +++ Identität der Leiche in Klosterkirche weiterhin unbekannt +++ Kenan Kolat lässt gegen sich selbst ermitteln +++ Autos in Lichterfelde abgebrannt +++  Fremdenfeindliche Attacke am Breitscheidplatz +++ Linke Szene meldet sich zu ausgesetztem Baby vor Hausprojekt +++ Geheimvertrag mit "Bread and Butter" blockiert Flughafen Tempelhof +++ Überfall auf Tankstelle in Wilhelmstadt.

Hier die Ereignisse des Morgens für Sie zum Nachlesen:

12.00 Uhr - Weitere Stimmen zu unserer Leserdebatte über Bürgerbeteiligung: "Man kann es mit der res publica auch übertreiben", schreibt unser Leser "poi" in den Kommentaren zu unserem Liveticker. Ähnlich äußert sich "robert56". "Immer muss der Bürger nicht erst abstimmen. Manchmal sollte er es aber", kommentiert er den Konflikt zwischen Volksentscheiden und Parlament. "Da der Bürger (auch ich) immer sich selbst und sein Umfeld zuerst sieht und nicht das Gesamtbild des Bezirks oder der Stadt, können Abstimmungen den IST-Zustand zementieren und Veränderungen (auch positive) verhindert werden. Beispiele sind Baumfällungen, Häuserbau, Parkumbau, Straßenerneuerungen, Gaslaternen, Hundekot, Infrastrukturpläne der Stadt... Ebenso sollte aber die Bevölkerung gefragt werden, wenn es um Grundsatzfragen geht, die alle Personen in dem Bezirk oder der Stadt und deren Kosten angehen. Beispiele wären: Tempelhof, Wasserbetriebe, Wohnungspolitik der Stadt, Asylpolitik in Berlin..." Der Nutzer "gesunder menschenverstand" warnt hingegen: Abgeordnete dürften keinesfalls "in ihrer temporären Funktion Narrenfreiheit haben". Er vertraut allerdings darauf, dass Bürger Mitbestimmung einfordern, wenn sie das wünschen.

11.45 Uhr - Auf der Suche nach Anschluss: Die U 2, eine der Nahverkehrsadern in Berlin, ist zwischen Wittenbergplatz und Bismarckstraße unterbrochen. Auch unser Autor Klaus Kurpjuweit hat sich heute durch den Ersatzverkehr geschlagen und festgestellt: Die Hinweise für Fahrgäste sind spärlich, BVG-Personal wartet darauf, angesprochen zu werden. Lesen Sie hier seinen Erlebnisbericht aus dem Berufsverkehr. Und wie ist es Ihnen ergangen?

11.35 Uhr - Linke Szene zum ausgesetzten Baby: Auch knapp eine Woche nach dem Fund eines Neugeborenen in Berlin-Friedrichshain gibt es keine Hinweise auf die Mutter. Nun hat sich die linke Szene zu Wort gemeldet.

11.28 Uhr - Störungen auf den Autobahnen: Wegen eines Unfalls ist die A100 (Stadtring) in Richtung Wedding zwischen Grenzallee und Tunnel Britz gesperrt. +++ Auf der A111 (Reinickendorf-Zubringer) ist stadteinwärts an der Anschlussstelle Eichborndamm erneut die Einfahrt Antonienstraße wegen zu hoher Verkehrsbelastung gesperrt. +++ Autofahrer finden aktuelle Meldungen fortlaufend auf den Seiten der Verkehrsinformationszentrale.

11.16 Uhr - Fußball boomt, aber Trainer fehlen: Berlins Fußballvereine müssen immer häufiger Kinder nach Hause schicken, die gern in einer Jugendmannschaft spielen würden. Es gibt schlichtweg nicht genug Trainer. Der Fußball wird dort Opfer seines eigenen (WM-)Erfolgs: 2014 war ein Rekordjahr, 307 neue Jugendmannschaften meldeten sich an. In der Fußball-Hochburg Spandau sollen nun Eltern stärker eingebunden werden. Andere Sportarten haben angesichts der Fußball-Dominanz das Nachsehen. Lesen Sie hier den Bericht von Sebastian Stier: "Sie wollen doch nur spielen".

Immer im Gewimmel: René Milczynski ist Jugendleiter bei Askania Coepenick.
Immer im Gewimmel: René Milczynski ist Jugendleiter bei Askania Coepenick.Foto: Georg Moritz

11.00 Uhr - Herzlichen Glückwunsch zum 550. Geburtstag: Der Staats- und Domchor Berlin wird heute 550 Jahre alt. Am 7. April 1465 wurde an der Schloss- und Domkirche St. Erasmus ein Stift für den Knabenchor eingerichtet. 300 Sänger gehören dem Ensemble heute an. Heute Abend um 18 Uhr öffnet deshalb im Foyer des Konzertsaal der UdK, Bundesallee 1-12 die Ausstellung „Berliner Jungen singen – seit 550 Jahren“ mit Tenor Jan Kobow (Tenor) und singenden Jungen. Am 30. und 31. Mai finden Fest- und Kurzkonzerte in der UdK statt sowie ein Vorsingen für Jungen zwischen fünf und sieben Jahren. Die Mädchen mussten übrigens ein bisschen länger warten: Ihren Chor gibt es erst seit 2006 ...

10.45 Uhr - Fremdenfeindliche Attacke am Breitscheidplatz: Ein Unbekannter hat einen Schwarzen am Montag erst beschimpft und ihm dann zweimal ins Gesicht geschlagen. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

10.40 Uhr - Lesermeinungen zur Bürgerbeteiligung: "Demokratieverständnis: Fehlanzeige", kommentiert unser Leser "olle_kalle" am Ende unseres Livetickers. "Dass in einer Demokratie überhaupt die Frage gestellt wird, wie viel Bürgerinnen und Bürger bestimmen können, sagt schon einiges über das Demokratieverständnis von CDU und SPD aus." Er empfiehlt, dem Verfassungsschutz, beide Parteien mal unter die Lupe zu nehmen. Dagegen kommentiert Michel Olpp auf unserer Facebook-Seite: "Die parlamentarische Demokratie wurde bewusst nach dem Krieg gewählt...man schützte uns vor der direkten 'Volks'meinung..." Ist das heute noch ein Argument? Ist die Gesellschaft nicht demokratisch gereift? Oder lassen Bewegungen wie Pegida anderes vermuten? Und im Streit zwischen Senat und Opposition geht es ja noch um einen anderen Aspekt: die Handlungsfähigkeit Berlins. Beteiligungsverfahren brauchen Zeit - zu viel Zeit? Wir sind gespannt auf Ihre Anregungen!

10.28 Uhr - Testen Sie Ihr Nachrichtenwissen! Stau in Berlin, Geburtstag beim Europa-Center, Bettenabbau in der Charité: Sieben Fragen über Berlin und die Welt jetzt in unserem Nachrichtenquiz!

10.15 Uhr - Ob das heute nicht verhindert würde? "Nachbarn sind genervt, Maxim Gorki spottet." Am Halensee eröffnete 1910 der Lunapark - und die Anwohner gingen bald auf die Barrikaden, weil der Vergnügungspark Lärm und Gestank mit sich brachte, wie Johanna Niedbalski in einem lesenswerten Rückblick schreibt. Immerhin: Als Kompromiss wurden Lärmschutzwände errichtet und den Gästen das Kreischen in den Fahrgeschäften untersagt. Hätte es nur damals schon eine anständige Bürgerbeteiligung gegeben ... Dann, ja, was? Hätten Anwohner den Vergnügungspark von vornherein verhindert - oder hätte es gleich zur Eröffnung einen vernünftigen Ausgleich der Interessen gegeben? Das bringt uns gleich zu unserer Leserdebatte: Ist Bürgerbeteiligung eigentlich immer gut? Oder blockieren kleine Gruppen damit wichtige Vorhaben? Wie weit sollte Sie in Berlin gehen? Diskutieren Sie mit!

Berlins größtes Vergnügen
Der "Kraftmensch" Fritz Brust bei einer Vorstellung im Lunapark auf dem Nagelbrett.Alle Bilder anzeigen
1 von 9Foto: pa/akg
02.04.2015 17:39Eine Vorstellung im Lunapark: Hier liegt der "Kraftmensch" Fritz Brust auf einem Nagelbrett.

9.59 Uhr - Staugefahr in Zehlendorf: Wegen eines defekten Lastwagens kann es an der Kreuzung von Berliner Straße und Sundgauer Straße in Zehlendorf zu Staus kommen.

9.52 Uhr - Hauptsache, Hertha kommt durch: "Diesmal spiel'n se nicht nur schlecht, sondern gewinnen auch noch", kommentierte unser Berlin-Chef Robert Ide heute Morgen den 2:0-Sieg von Hertha BSC gegen ... naja, Paderborn. In der Analyse unserer Sportredaktion heißt das etwas vornehmer: "Abzüge nur in der B-Note".

9.46 Uhr - Ausfälle bei S 41: Die S-Bahn meldet einzelne Zugausfälle auf der Linie S 41.

9.39 Uhr - Redaktionskonferenz kann beginnen: Gleich wird die Zeitung von morgen besprochen. Die Kollegen sind alle eingetroffen. Aber nicht alle ohne Schwierigkeiten. Der ein oder andere hatte nicht an den Schienenersatzverkehr auf der U2 zwischen Wittenbergplatz und Bismarckstraße gedacht (und auch nicht in unseren Liveticker geschaut). Es hat auch unseren Online-Chef und unseren BVG-Experten getroffen. Also, für die Kollegen und für alle Leser hier noch einmal die wichtigsten Informationen.

9.25 Uhr - Wie weit soll Bürgerbeteiligung in Berlin gehen? Haben Sie schon einmal einen Politiker erlebt, der sich im Wahlkampf gegen Bürgerbeteiligung ausgesprochen hat? Das Wort ist in Mode, gegen Mitbestimmung kann man eigentlich schlecht etwas einwenden. Deshalb haben SPD und CDU in ihrem Koalitionsvertrag 2011 ein Berlin versprochen, "das Maßstäbe bei Bürgernähe setzt". Und nun? Die Opposition hat beantragt, dass das Parlament große Vorhaben von sich aus den Bürgern vorlegen kann und Volksentscheide (wie beim Tempelhofer Feld) mit Wahlterminen zusammengelegt werden sollen. Außerdem sollen Bürger per Referendum Entscheidungen des Abgeordnetenhauses aufheben können und der Senat Entscheidungen zurückstellen, bis das Ergebnis eines Volksentscheids feststeht. Der Senat weist das zurück, weil dadurch das Parlament degradiert und die Handlungsfähigkeit der Regierung eingeschränkt würde.

Was meinen Sie? Wie weit soll Bürgerbeteiligung in Berlin gehen? Können die Vorschläge der Opposition helfen, wieder mehr Menschen für die Demokratie zu gewinnen? Oder hat der Senat Recht, wenn er eine Blockade der Politik durch zu viele Einspruchsmöglichkeiten erwartet? Nutzen Sie die einfache Kommentarfunktion am Ende unseres Livetickers und diskutieren Sie mit!

Das vielfältige Treiben auf dem Tempelhofer Feld
Das Tempelhofer Feld: Faszinierend und polarisierend zu gleich. Die Fotografin Andrea Ramsteck hat uns erlaubt, ihre Impressionen zu teilenWeitere Bilder anzeigen
1 von 106alle Fotos: Andrea Ramsteck
28.01.2014 14:17Das Tempelhofer Feld: Faszinierend und polarisierend zu gleich. Die Fotografin Andrea Ramsteck hat uns erlaubt, ihre Impressionen...

9.01 Uhr - Drei Hinweise nach Zeugenaufruf: Nach dem Fund einer Leiche an der Franziskaner-Klosterkirche in Mitte ist die Identität des Toten weiterhin ungeklärt, wie eine Sprecherin der Polizei auf Tagesspiegel-Anfrage soeben mitteilte. Allerdings seien aufgrund des Zeugenaufrufes mittlerweile drei Hinweise eingegangen, denen die Mordkommission nun nachgehe. Die Polizei fragt weiterhin: Wer hat in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag zwischen 20 und 6 Uhr vor oder auf dem Gelände der Kirchenruine in der Gruner-, Ecke Littenstraße Beobachtungen gemacht, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?

8.52 Uhr - Defekter Pkw auf dem Stadtring: Auf der A100 (Stadtring) in Richtung Wedding ist zwischen Buschkrugallee und Gradestraße wegen eines defekten Wagens der rechte Fahrstreifen gesperrt. +++ Autofahrer finden aktuelle Meldungen fortlaufend auf den Seiten der Verkehrsinformationszentrale.

8.47 Uhr - Die Big Five von Berlin: Waren Sie über Ostern im Urlaub? Freunde erzählten gestern beim Brunch von ihrer Tour vor einigen Tagen durch den Krüger-Nationalpark in Südafrika. Bis auf den Leoparden bekamen sie dabei alle Attraktionen der "Big Five" zu Gesicht: Elefanten genauso wie Nashörner, Büffel genauso wie Löwen. Womit unweigerlich die Frage im Raum stand, was eigentlich die Big Five Berlins sind. Wir plädieren aus unserer Serie "Berliner Schnauzen" für: Erdferkel, Zebramanguste, Seekuh, Fettsteißschaf und Gepunktete Wurzelmundqualle.

8.35 Uhr - Stehen Sie gerade im Stau? Machen Sie sich nichts draus. 73 Stunden sind es für jeden Berliner Autofahrer im Jahr. Das meldet jedenfalls ein Hersteller von Navigationsgeräten. Das ist mehr als noch vor zwei Jahren. Aber andere trifft es noch schlimmer, berichtet Klaus Kurpjuweit.

8.21 Uhr - Im "The Eats" bleibt die Küche kalt: Wohin heute Abend? Jedenfalls nicht ins "The Eats". Das Restaurant im Bikini-Haus am Zoo hat nun doch geschlossen. Anfang Februar hatten die Betreiber Insolvenz angemeldet. Eigentlich sollte der Betrieb dauerhaft fortgeführt werden. Nun aber ist Schluss. Die Einzelheiten gibt's von Cay Dobberke.

8.12 Uhr - Diverse neue Baustellen auf den Straßen: Ostern ist auch bei den Bauarbeitern vorbei. Deswegen wird ab sofort wieder an zahlreichen Straßen gewerkelt. Neu auf der Liste: Leipziger Straße (Mitte) in Richtung Grunerstraße zwischen Jerusalemer Straße und Spittelmarkt Tagesbaustelle, Staugefahr (bis ca. 16 Uhr) +++ Louise-Schroeder-Platz (Wedding) in Richtung Marktstraße zwischen Osloer Straße und Reginhardstraße, Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt (bis Mitte 05/15) +++ Warschauer Straße (Friedrichshain) in beiden Richtungen in Höhe U-Bahnhof Warschauer Straße Fahrbahn auf einen Fahrstreifen je Richtung verengt (bis Ende 04/15) +++ Oberspreestraße (Köpenick) in beiden Richtungen zwischen Ostritzer Straße und Bruno-Bürgel-Weg, Straße vollständig gesperrt, Umleitung eingerichtet (bis Mitte 04/15) +++ Prenzlauer Promenade (Pankow) stadtauswärts in Höhe Rothenbachstraße, Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt (bis voraussichtlich 10. April) +++ Kottbusser Damm (Kreuzberg) Richtung Hermannplatz in Höhe Hohenstaufenplatz, ein Fahrstreifen wegen Straßenschäden gesperrt.

8.05 Uhr - Heimat von Grüffelo und Co. ist gerettet: Das traditionsreiche Puppentheater "Hans Wurst Nachfahren" am Winterfeldplatz (schon wegen des Namens darf es nicht untergehen) war bedroht. Nun konnte die Kündigung des Mietvertrags vorläufig abgewendet werden. 12.000 Bürger hatten sich dafür stark gemacht, auch Kulturstaatssekretär Tim Renner schaltete sich ein. Der Mietvertrag ist erst einmal bis Oktober 2016 verlängert worden, berichtet unser Redakteur Christoph Stollowsky. Am 13. April ist die Puppenbühne Thema im Kulturausschuss.

Wie sieht's denn hier aus? Rundgang über den BER
Muntere Ausflugsrunde. Wir stehen hier auf der Südbahn, gemeinsam mit den Tagesspiegel-Lesern vom "Checkpoint". Natürlich ist der rote Teppich ausgerollt, ganz rechts: unser Bus. Hinten links: Der Flughafen.Weitere Bilder anzeigen
1 von 28Foto: Thilo Rückeis
02.03.2015 12:04Muntere Ausflugsrunde. Wir stehen hier auf der Südbahn, gemeinsam mit den Tagesspiegel-Lesern vom "Checkpoint". Natürlich ist der...

7.53 Uhr - So sieht's am BER aus: Die Kollegen vom ARD-Morgenmagazin haben sich mal am neuen Hauptstadtflughafen umgesehen - und das sieht so aus. Einen Eröffnungstermin konnten sie allerdings auch noch nicht in Erfahrung bringen.

7.47 Uhr - Polizei sucht Zeugen nach Leichenfund: Der Mann, der am Morgen des Ostersonntags in der Ruine der Franziskaner-Klosterkirche unweit des Roten Rathauses tot aufgefunden wurde, ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Das ergab die Obduktion. Die Polizei hat nun einen Zeugenaufruf veröffentlicht. Fortschritte bei den Ermittlungen konnte eine Sprecherin am Dienstagmorgen noch nicht vermelden.

7.35 Uhr - "Bread and Butter" blockiert Flughafen Tempelhof: Im Zusammenhang mit der Insolvenz der Modemesse "Bread and Butter" kommen immer mehr unerfreuliche Details zum Vorschein. Nach einem Geheimvertrag, dessen Details dem Tagesspiegel vorliegen, bezahlte das Land Berlin millionenteure Umbauten für die Messe am Flughafen Tempelhof. Mehr noch: Das Land ließ auch eine Ausstiegsklausel verstreichen. Und nun blockiert der weiter gültige Mietvertrag für mehr als ein Jahrzehnt die freie Verfügung über das Baudenkmal - der Mieter darf zwei Mal jährlich einen Monat lang die Flächen nutzen, berichten unsere Redakteure Ralf Schönball und Frank Bachner.

So sah die Bread & Butter 2013 aus
Ein Klassiker unter den Shirts ist Che Guevara - hier im Tiger-Remix getragen von Mark, 45, aus Singapur. Grün sei seine Farbe des Jahres - "daher muss ich einfach jedes grüne Shirt kaufen, das ich sehe." Fast ebenso beliebt ist...Weitere Bilder anzeigen
1 von 17Foto: Doris Spiekermann-Klaas
03.07.2013 17:27Ein Klassiker unter den Shirts ist Che Guevara - hier im Tiger-Remix getragen von Mark, 45, aus Singapur. Grün sei seine Farbe des...

7.25 Uhr - Unfall auf der Frankfurter Allee: Wegen eines Unfalls ist auf der Frankfurter Allee (Friedrichshain und Lichtenberg) stadtauswärts zwischen Jessnerstraße und Gürtelstraße die Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt. +++ Autofahrer finden aktuelle Meldungen fortlaufend auf den Seiten der Verkehrsinformationszentrale.

7.17 Uhr - Ersatzbusse auf der U2: Die U-Bahn-Linie 2 ist derzeit an zwei Stellen unterbrochen. Zwischen den Stationen Wittenbergplatz und Bismarckstraße (noch bis kommenden Montag, 13. April) sowie zwischen Olympiastadion und Ruhleben (sogar bis 29. Mai) verkehren Ersatzbusse. Unser Verkehrsfachmann Klaus Kurpjuweit erklärt, welche Änderungen in nächster Zeit sonst noch anstehen. Unklar ist, ob Promis, Normalbürger oder einfach die Busfahrer die Durchsagen im Schienenersatzverkehr machen. Sitzen Sie drin? Dann halten Sie uns doch bei Twitter über #gmberlin auf dem Laufenden.

7.05 Uhr - Kenan Kolat lässt gegen sich selbst ermitteln: Taxiquittungen und Bewirtungsbelege machen dem früheren Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. das Leben schwer. Kassenprüfer des Vereins hatten Abrechnungen bemängelt. Nun hat Kenan Kolat sich zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Er hat die Staatsanwaltschaft gebeten, für Aufklärung zu sorgen, berichtet unsere Redakteurin Annette Kögel.

6.56 Uhr - Polizeimeldungen der Nacht: Autos in Lichterfelde abgefackelt: In der Nähe des Botanischen Gartens haben heute Nacht zwei Autos gebrannt. Eine Passantin bemerkte um 3.50 Uhr das Feuer an einem Peugeot an der Ecke von Asternplatz und Unter den Eichen. Der Wagen wurde komplett zerstört, ein nebenstehender Peugeot ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Ursache und Hintergründe sind unklar. +++ Farbschmierereien am Jobcenter in Lichtenberg: Gegen 22.45 Uhr wurden am Montagabend die Parolen "Pure Hate" und "Ihr Wichser" auf der Fassade und einem beleuchteten Wegweise am Jobcenter in der Gotlindestraße entdeckt. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen eines möglichen politischen Hintergrunds. +++ Überfall auf Tankstelle in Wilhelmstadt: Ein maskierter Mann hat am Montag gegen 20.30 Uhr die Angestellte einer Tankstelle in der Ruhlebener Straße im Spandauer Ortsteil Wilhelmstadt mit einer Schusswaffe bedroht. Die 22-Jährige händigte ihm das Geld aus der Kasse aus, blieb aber unverletzt.

6.46 Uhr - Statt Olympia: Die National Football League will international expandieren. Im Jahr 2017 soll ein Vorrundenspiel in Deutschland stattfinden. Die Olympiastadion-Gesellschaft hat nun schon einmal ihr Interesse bekundet. Was sagt der Senat? "Grundsätzlich wäre eine solche Veranstaltung zu begrüßen, da sie das Programm sportlicher Highlights in unserer Sportmetropole um ein nicht alltägliches Ereignis bereichern würde." Klingt nach olympischer Begeisterung.

6.30 Uhr - Noch sieht es gut aus auf den Verkehrswegen: Auf der A111 (Reinickendorf-Zubringer) ist stadteinwärts an der Anschlussstelle Eichborndamm wie üblich die Einfahrt Antonienstraße wegen zu hoher Verkehrsbelastung gesperrt. Ansonsten sind jedoch keine größeren Beeinträchtigungen zu melden. Und auch die S-Bahn meldet im Moment keine Störungen. Autofahrer finden aktuelle Meldungen fortlaufend auf den Seiten der Verkehrsinformationszentrale.

6.22 Uhr - Auf dem Ku'damm kann's sich ab heute stauen: Bis Ende April wird auf Teilen des Kurfürstendamms die Fahrbahn repariert. Deshalb ist mit Staus zu rechnen. Wo genau, hat unser Ku'damm-Blogger Cay Dobberke für Sie aufgeschrieben.

6.15 Uhr - Schnäppchen gemacht? Apropos zwitschernde Vögel: Wir berichteten bereits über das Vogelhäuschen in Gestalt des Berghain, treffend "Birdhain" getauft. Bei Ebay stand es nun zum Verkauf - und brachte gestern Abend 566,20 Euro ein. Angesichts von Versandkosten in Höhe von 39 Euro empfehlen wir dem Käufer allerdings Selbstabholung. Die Idee zum Vögel-Club Marke Eigenbau stammt aus dem Schillerkiez, von Malte Jensen, ganz berlinerisch Junior Art Director in einer Werbeagentur. Robert Klages, unser Fachmann für Schräges, auch wenn es gerade gezimmert ist, hat sich mit dem Häuslebauer unterhalten.

566,20 Euro brachte das Berghain-Vogelhäuschen "Birdhain" am Ostermontag bei Ebay ein.
566,20 Euro brachte das Berghain-Vogelhäuschen "Birdhain" am Ostermontag bei Ebay ein.Screenshot Ebay: Tagesspiegel

6.07 Uhr - Wenn wir schon mal beim Wetter sind: Die Aussichten für heute sind eher durchschnittlich. Zunächst ist der Himmel nur von einigen dünnen Wolken überzogen, somit scheint oft auch die Sonne. Im Laufe des Nachmittags mischt dann auch dichtere Bewölkung mit, es bleibt aber weitgehend trocken. Früh am Morgen ist es oft leicht frostig mit Tiefstwerten zwischen minus 3 und 0 Grad. Bis zum Nachmittag erwärmt sich die Luft auf immerhin 10 bis 12 Grad. Immerhin: Von Orkan keine Spur mehr: West- bis Nordwestwind weht tagsüber mit Stärke 3, selten auch bis zu 4.

6.00 Uhr - Frühling, olé! Die Vögel zwitscherten es gerade auf dem Weg zur Arbeit schon aus den Baumkronen. Zwar ist es im Moment noch ungemütlich kühl, doch die letzte Nacht dürfte bis auf Weiteres die letzte frostige gewesen sein. Also: Graupelschauer, adieu! Das Gute an dieser kurzen Arbeitswoche ist: Der Freitag kommt schnell. Und da soll das Thermometer sogar auf bis zu 20 Grad steigen, wie unser Redakteur Stefan Jacobs in Erfahrung gebracht hat. Grund genug zur Vorfreude. Kommen Sie gut in den Morgen!

Unser neuer Liveticker Berlin am Morgen: Morgens und vormittags finden Sie montags bis freitags hier auf unserer Berlin-Seite bei Tagesspiegel.de ab jetzt immer unseren neuen Liveticker. Hier können Sie lesen, was Berlin bewegt und was heute wichtig wird. Mit uns kommen Sie gut in den Tag. Was läuft in der Stadt? Wer kommt zu Besuch? Was meldet die Polizei? Was recherchiert die Tagesspiegel-Redaktion? Wo stockt mal wieder der Verkehr, gibt es Probleme mit Bussen und Bahnen? Wie wird das Wetter? Was tut sich in den Social Media, bei Twitter oder Facebook, mit Blick auf #Berlin? Was schreibt Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt in seinem Berlin-Newsletter Checkpoint? Was machen unsere Kiezblogger? Worüber berichten die anderen Berliner Medien?

Wie geht es weiter beim BER, nach der Olympiabewerbung, kommt Berlin beim Wohnungsbau in Zeiten der Gentrifizierung sowie bei der Sanierung der Schulen endlich voran? Wie schlägt sich der neue Regierende? Wie hat Hertha gespielt, wie Union, wie Alba? Haben die Eisbären und die Füchse gewonnen? Was tut sich an den Unis und in Berliner Unternehmen? Gab es tolle oder misslungene Konzerte, Premieren, Vernissagen? Und was steht am Abend in der Berliner Kultur Spannendes an, in Theatern, Clubs oder Kinos? Gibt es neue Kneipen, Bars, interessante Läden? Was empfehlen wir Ihnen, was empfehlen Sie uns?

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