Liveticker "Berlin am Morgen" : D-Mark für die DDR, Feuer in Seniorenheim

Am 1. Juli 1990 trat die Wirtschafts- und Währungsunion in Kraft. 89-Jähriger stirbt bei Brand in Neuköllner Seniorenheim. Schwarzfahren kostet ab heute 60 statt 40 Euro. Lesen Sie die Berlin-Nachrichten des Morgens im Liveticker nach.

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Hans-Joachim Corsalli, damals 41 Jahre alt und von Beruf Kohlefahrer, bekamt am 1. Juli 1990 als erster DDR-Bürger in Ost-Berlin die West-Währung ausgezahlt - und dann gleich 2000 Mark.
Mit Kohle kannte er sich schon vorher aus: Hans-Joachim Corsalli, damals 41 Jahre alt und von Beruf Kohlefahrer, bekamt am 1. Juli...Foto: Thomas Wattenberg/dpa

Darüber spricht Berlin an diesem Mittwoch:

Ein Toter bei Großbrand in Seniorenheim: Bei einem Feuer in einem Seniorenheim in der Sonnenallee ist in der Nacht zu Mittwoch ein 89-jähriger Mann gestorben. Mehrere Bewohner und Rettungskräfte wurden verletzt. Mehr als 100 Bewohner mussten aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht werden. Sie fanden zunächst Unterschlupf in der Turnhalle der Rütli-Schüle. Ein Krisenrat um Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey berät, wo sie nun untergebracht werden können. Bislang ist nicht klar, ob sie die vom Brand verschonten Etagen des Pflegeheims wieder beziehen können.

25 Jahre Währungsunion: Am 1. Juli 1990 wurde in der DDR die D-Mark eingeführt. Der Kohlefahrer Hans-Joachim Corsalli, damals 41 Jahre alt, bekam am 1. Juli 1990 als erster DDR-Bürger in Ost-Berlin die West-Währung ausgezahlt. Unser Redakteur Björn Seeling hat einige Erinnerungen an die "Klopapier-Krise" zusammengetragen. Unsere Autorin Sandra Dassler erinnert sich auch an Bürger auf der Jagd nach Tinnef: "Ich habe mich für meine Landsleute geschämt." Der Tag selbst brachte einen gewaltigen Aufwand mit sich: Den Bankfilialen ging das Geld bereits nach zwei Stunden aus. Mit der Währungsunion wurden Löhne, Gehälter und Renten in der DDR trotz geringerer Produktivität eins zu eins von Ost- auf West-Mark umgestellt. "Wir hatten keine Wahl", blickt der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel im Gespräch mit dem Tagesspiegel zurück.

Super Wetter, kein Chef, aber bald mehr Kohle: Es sind turbulente Tage für die Berliner Bäder. Gestern endete die Amtszeit des Geschäftsführers Ole Bested Hensing. Wegen der Hitze wird in den nächsten Tagen ein Besucheransturm erwartet. Und künftig dürften die Bäder mit fünf Millionen Euro mehr aus dem Landeshaushalt bedacht werden.

Kurz vermeldet: Schwarzfahren wird teurer: Ab dem 1. Juli müssen Schwarzfahrer 60 statt 40 Euro zahlen. +++ Weiterhin Einschränkungen auf der S5: Nachdem am Montagabend ein Zug am Bahnhof Hoppegarten entgleist ist, müssen Fahrgäste noch mehrere Tage mit Beeinträchtigungen rechnen. +++ Mit Badehose und reichlich Bargeld: Wie Griechenland-Urlauber in diesen Tagen von Tegel in die Ferien starten.

Lesen Sie die Ereignisse des Mittwochmorgens hier in unserem chronologischen Liveticker nach:

11.58 Uhr - Befürworter der Ehe für alle stellen Brief vor: Die Befürworter der Ehe für alle in der Berliner CDU wollen in diesen Minuten am Brandenburger Tor ihren Brief vorstellen, mit dem sie für die Gleichstellung werben. Mit dabei: Generalsekretär Kai Wegner und Vize-Fraktionschef Stefan Evers. Zuvor hatten sich bereits die Gegner an die Partei gewandt.

11.51 Uhr - Wie war das, Herr Waigel? Mit der Währungsunion wurden Löhne, Gehälter und Renten in der DDR trotz geringerer Produktivität eins zu eins von Ost- auf West-Mark umgestellt. "Bei einem schlechteren Kurs, etwa zwei zu eins, hätten die Menschen nur noch ein Sechstel bekommen von dem, was im Westen üblich war – ein unhaltbarer Zustand. Die Leute hätten doch alle ihre Koffer gepackt und wären in den Westen gezogen", blickt der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel im Gespräch mit dem Tagesspiegel zurück: "Wir hatten keine Wahl."

11.43 Uhr - Hertha erstmals auf dem Prüfstand: Nachdem Hertha BSC die Saison am Sonntag offiziell mit dem Trainingsauftakt eröffnet hat, tritt der Bundesligist heute beim 1. FC Lübars zum ersten Testspiel der Saison an. Um 18.30 Uhr ist Anstoß im Stadion an der Finsterwalder Straße im Märkischen Viertel. Neben dieser Partie findet auch das letzte Testspiel am 1. August 2015 gegen den FC Genua (17.30 Uhr, Jahn-Sportpark) in der Heimat statt. Alle anderen Begegnungen in der Hertha-Vorbereitung finden auswärts statt.

11.36 Uhr - Unfall in Wilmersdorf: Wegen eines Verkehrsunfalls ist die Konstanzer Straße in Wilmersdorf in Richtung Steglitz auf Höhe der Ruhrstraße gesperrt.

11.34 Uhr - Verdi will sich zum Charité-Streik äußern: Im unbefristeten Pflegestreik an der Charité war seit Tagen nichts Neues zu erfahren. Die Gewerkschaft Verdi und der Vorstand der Uniklinik haben währenddessen miteinander geredet - und Verdi hat heute um 13 Uhr zur Pressekonferenz geladen. Wir sind gespannt - und unser Kollege Hannes Heine wird berichten.

11.20 Uhr - Thilo Sarrazin sei Dank: Kohl? Waigel? Sarrazin war's. Er hat als einfacher Referatsleiter im Bonner Finanzministerium einst die Einführung der D-Mark in der DDR geplant - und blickt nun noch einmal ausführlich zurück. Unser Kollege Matthias Meisner hat ein Interview mit dem späteren Berliner Finanzsenator, noch späteren Bestseller-Autor und jetzigen Pensionär in der "Mitteldeutschen Zeitung" aufgestöbert.

11.11 Uhr - Ukrainische Filmtage in Berlin: Nach einjähriger Haftstrafe droht dem ukrainische Filmemacher Oleg Sentsov in Russland der Prozess. Dagegen formiert sich immer stärkerer Protest In Berlin wird ihm jetzt eine Solidaritäts-Filmreihe gewidmet. Jan Schulz-Ojala schreibt über Sentsov: "In Putins Käfig".

11.01 Uhr - Ein Segen für Luka: Die Geschichte des kleinen Luka, der aufblüht, wenn er den Therapiehunden Clea und Anouk begegnet, hat viele Leser bewegt - und zwar so viele, dass nun genug Spenden zusammengekommen sind, damit Luka seinen eigenen Therapiehund bekommt. Frank Bachner hat Luka getroffen.

10.55 Uhr - Die D-Mark machte richtig Stress: Vorfreude allerorten. Die Menschen im Osten der Stadt fieberten 1990 dem 1. Juli entgegen, an dem die D-Mark ausgegeben werden sollte. Der Tag selbst brachte einen gewaltigen Aufwand mit sich. Den Bankfilialen ging das Geld bereits nach zwei Stunden aus. Der Chef holte Nachschub: Mit Millionen DM im Kofferraum tourte er durch Berlin. Zeitzeugen erinnern sich, wie das war, als die DM in den Osten kam.

10.43 Uhr - Heute Abend Demo für Gemüseladen: Vor der Wrangelstraße 76 wollen sich heute Abend etwa 300 Sympathisanten mit den Besitzern des Gemüseladens Bizim Bakkal solidarisieren - und ab 18.30 Uhr in der Wrangelstraße "Gegen Mieterverdrängung". Vor zwei Wochen hatten Aktivisten eine Zwangsräumung verhindert.

10.35 Uhr - Update zum Unfall auf dem Stadtring: Dort sind nach Polizei-Angaben schon früher am Morgen zwei Pkw und ein Lkw zusammengestoßen. Die Aufräumarbeiten dauern offenbar noch an. Wenn Sie eine Möglichkeit haben, den Stadtring zu meiden, sollten Sie das tun.

10.27 Uhr - Lauter Preiserhöhungen: Taxifahren wird teurer, Schwarzfahren auch. Und selbst das Saunieren. Bernd Matthies kennt den idealen Ausweg - und weiß, woran es liegt: "Im Grunde sind wir alle Griechen".

10.07 Uhr - Super Wetter, kein Chef, aber bald mehr Kohle: Es sind turbulente Tage für die Berliner Bäder. Gestern endete die Amtszeit des Geschäftsführers Ole Bested Hensing. Wegen der Hitze wird in den nächsten Tagen ein Besucheransturm erwartet. Und künftig dürften die Bäder mit fünf Millionen Euro mehr aus dem Landeshaushalt bedacht werden.

10.00 Uhr - Unfall auf dem Stadtring: Auf der A100 (Stadtring) in Richtung Neukölln hat sich vor der Anschlussstelle Oberlandstraße ein Unfall ereignet. Die Fahrbahn ist von drei auf zwei Fahrstreifen reduziert. Der Verkehr staut sich. Fahren Sie vorsichtig!

9.40 Uhr - Hans-Joachim Corsalli war der Erste: Der Kohlefahrer Hans-Joachim Corsalli, damals 41 Jahre alt, bekam am 1. Juli 1990 als erster DDR-Bürger in Ost-Berlin die West-Währung ausgezahlt. Und dann gleich 2000 Mark. Die Wirtschafts- und Währungsunion, gemeinhin als Einführung der D-Mark in der DDR in Erinnerung, markierte einen entscheidenden Schritt zur Deutschen Einheit. Unser Redakteur Björn Seeling hat einige Erinnerungen an die "Klopapier-Krise" zusammengetragen - 25 Jahre danach.

9.27 Uhr - Zwei Schwerverletzte nach Zusammenstoß mit Lastwagen: Aus bisher noch ungeklärter Ursache geriet gestern gegen 15.30 Uhr auf der Straße Alt-Buch in Buch ein 75-Jähriger mit seinem VW in den Gegenverkehr und stieß mit einem Lkw zusammen. Der Pkw-Fahrer und seine 70-jährige Ehefrau, die als Beifahrerin im Wagen saß, erlitten schwere Verletzungen und wurden stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Der 57 Jahre alte Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

9.22 Uhr - Tarifkonflikt bei der Bahn beendet: Der Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist nach einem Jahr beendet. Das berichtet die DPA unter Berufung auf eine zuverlässige Quelle. Schlichter Bodo Ramelow hatte am Dienstagabend bereits entsprechende Andeutungen bei Twitter gemacht.

9.06 Uhr - Mit Badehose und reichlich Bargeld: Beim Kofferpacken haben viele Griechenland-Urlauber in diesen Tagen auch Cash auf der Liste. Einigen ist auch unwohl, weil sie nicht wissen, wie die Stimmung im Land sich entwickeln wird. Unsere Kollegin Juliane Fiegler hat sich bei Reisenden auf dem Flughafen Tegel umgehört.

9.00 Uhr - Brandstifter vor Gericht: Weil er in Kellern von drei Mietshäusern in Mitte Feuer gelegt haben soll, kommt ein 34-Jähriger wegen schwerer Brandstiftung auf die Anklagebank. Verletzt wurde niemand. Der Verdächtige soll die Häuser als Hausmeister gekannt haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 817).

8.51 Uhr - FC Bayern hat Alba überholt: Alex Renfroe verlässt Berlin in Richtung München, die Euroleague vergibt ihre Wildcard an den FC Bayern statt an Alba. "Doppelt schmerzhaft" für die Berliner, kommentiert Lars Spannagel.

8.47 Uhr - Ausfälle auf S75: Auf der S-Bahn-Linie S75 kommt es derzeit zu vereinzelten Zugausfällen, meldet die S-Bahn via Twitter.

8.29 Uhr - Zwei Kräne mussten entgleisten Zug bergen: Wie Bahn-Sprecher Burkhard Ahlert soeben mitteilte, ist der entgleiste Zug der S5 am Bahnhof Hoppegarten inzwischen beiseite geschafft worden. Zwei 75-Tonnen-Schienenkräne aus Leipzig waren nötig, um die verbliebenen vier Waggons wieder aufs Gleis zu setzen. Die Wagen sei zu stark verkeilt gewesen berichtete Ahlert. Nach fünf Stunden war das Manöver am Abend gegen 20 Uhr beendet. Der havarierte Zug steht nun auf einem Abstellgleis am Bahnhof Hoppegarten. Heute könne die Reparatur der beschädigten Gleisanlagen beginnen. Bis auf Weiteres müssen Pendler mit dem Ersatzverkehr aus Bussen, S-Bahn-Pendelzügen und Regionalbahn zurechtkommen. Die Bahn will das Programm, das sie heute anbietet, möglichst auch in den nächsten Tagen vorhalten. Die Einzelheiten des Ersatzfahrplans finden Sie auch auf der Website der S-Bahn.

36 Bahnhöfe, 100 Minuten Fahrzeit: Berlins längste S-Bahnlinie - die S5
Station 1: Bahnhof Spandau. Ein schöner ICE-Bahnhof, besonders morgens, wenn die Sonne reinstrahlt. Auch toll: das lange Dach (es ist das längste in Deutschland und passt noch nicht mal ins Bild). Leider ist der Bahnhof ein echtes Nadelöhr, hier kommt der Verkehr oft ins Stocken. Im Hintergrund das, naja, pragmatische Einkaufszentrum. In ein paar Jahren soll die S-Bahn übrigens verlängert werden, vielleicht nach Falkensee, vielleicht ins Falkenhagener Feld. Jetzt aber: Einsteigen, bitte! Fast 100 Minuten ist sie von Spandau bis Strausberg Nord unterwegs - so lange fährt keine andere S-Bahn durch unsere Stadt.Weitere Bilder anzeigen
1 von 35Foto: Kai-Uwe Heinrich
18.06.2015 09:13Station 1: Bahnhof Spandau. Ein schöner ICE-Bahnhof, besonders morgens, wenn die Sonne reinstrahlt. Auch toll: das lange Dach (es...

8.16 Uhr - Sperrung nun auch an der Buschkrugallee: Auf dem Stadtring ist in Richtung Wedding nun auch die Einfahrt der Anschlussstelle Buschkrugallee wegen zu hoher Verkehrsbelastung gesperrt.

7.39 Uhr - Stadtring füllt sich: Auf der A100 (Stadtring) ist in Richtung Funkturm an der Anschlussstelle Siemensdamm die Einfahrt gesperrt. Gleiches gilt für die Einfahrt an der Anschlussstelle Britzer Damm in Richtung Wedding. In beiden Fällen ist die Verkehrsbelastung zu hoch. Das meldet die Verkehrsinformationszentrale.

7.21 Uhr - Trio greift BVG-Kontrolleur an: Mit dem höheren Beförderungsentgelt fürs Schwarzfahren dürfte das (noch) nicht zusammenhängen. Am Dienstagabend haben drei junge Männer einen Kontrolleur der BVG in der U-Bahn-Linie U7 angegriffen. Kurz vor dem Bahnhof Gneisenaustraße wollte der 28-Jährige von ihnen die Fahrkarten sehen. Statt eines Tickets zückte einer jedoch ein Messer und drohte dem BVG-Mitarbeiter damit, ihn abzustechen. Beim Halt an der Gneisenaustraße sprang das Trio aus dem Zug. Einer der Männer schlug dem Kontrolleur bei dieser Gelegenheit noch mit der Faust gegen den Hals. Zwar nahm ein Zeuge zunächst die Verfolgung auf, verlor das Trio jedoch aus den Augen. Die Polizei setzt nun auf die Bilder aus den Überwachungskameras der BVG. Der Mitarbeiter wurde durch den Faustschlag leicht verletzt.

7.03 Uhr - Sperrung am Tegeler Tunnel wieder aufgehoben: Das kann kein großer Unfall gewesen sein. Die Sperrung der A111 (Reinickendorf-Zubringer) stadteinwärts zwischen dem Tunnel Flughafen Tegel und Am Festplatz ist inzwischen wieder aufgehoben worden, erfahren wir von der Verkehrsinformationszentrale.

6.52 Uhr - Update zum Seniorenheim-Brand: Mehr als sechs Stunden war die Feuerwehr in der Nacht im Einsatz. Erst gegen 3 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, kurz vor fünf die letzten Glutnester gelöscht. Die evakuierten Bewohner wurden vorerst in der Turnhalle der Rütli-Schule untergebracht.

6.46 Uhr - Ausfälle auf der S45: Auf der S-Bahn-Linie S45 kommt es derzeit zu vereinzelten Zugausfällen. Details finden Sie hier.

6.36 Uhr - Unfall am Tegeler Tunnel: Die A111 (Reinickendorf-Zubringer) ist stadteinwärts zwischen dem Tunnel Flughafen Tegel und Am Festplatz wegen eines Unfalls gesperrt, erfahren wir von der Verkehrsinformationszentrale.

6.27 Uhr - Antonienstraße dicht: Auf der A111 (Reinickendorf-Zubringer) ist stadteinwärts an der Anschlussstelle Eichborndamm die Einfahrt Antonienstraße gesperrt. Dort ist einfach zu viel los. Das meldet die Verkehrsinformationszentrale.

6.25 Uhr - Das Wetter: Blick aus dem Fenster - Sonne pur. Und daran wird sich heute auch nichts ändern. Der Himmel ist die meiste Zeit wolkenlos. Es wird wärmer. Schon jetzt sind es um 20 Grad. Bis zum Nachmittag steigen die Temperaturen dann auf Werte um etwa 27 Grad. Also, dann mal schnell raus aus den Federn. Dank Schaltsekunde haben heute ja alle richtig ausgeschlafen.

6.16 Uhr - Weiterhin Einschränkungen auf der S5: Weil am Montagabend ein Zug am Bahnhof Hoppegarten entgleist ist, müssen sich Fahrgäste im Osten der S-Bahn-Linie S5 weiterhin mit Einschränkungen arrangieren. Zwischen Hoppegarten und Fredersdorf besteht Ersatzverkehr mit Bussen. Ein S-Bahn-Pendelverkehr ist für die S5 zwischen Mahlsdorf (Minuten 4, 24, 44) und Hoppegarten (Minuten 14, 34, 54) eingerichtet. Zusätzliche Shuttlezüge sind auf der Regionalbahnstrecke zwischen Lichtenberg (7.07, 8.07, 9.07 Uhr) und Strausberg (6.39, 7.39, 8.39, 9.39 Uhr) unterwegs. Dort wird das Angebot heute nicht nur zwischen 5 und 10 Uhr, sondern auch zwischen 14 und 19 Uhr ergänzt, sodass in beiden Zeiträumen ein annähernder 30-Minuten-Takt besteht. Die Einzelheiten des Ersatzfahrplans finden Sie auch auf der Website der S-Bahn.

6.04 Uhr - Ein Toter bei Großbrand in Neuköllner Seniorenheim: Bei einem Feuer in einem Pflegeheim in der Sonnenallee ist in der Nacht ein Mensch gestorben. Die Feuerwehr musste 106 Bewohner evakuieren. Der Dachstuhl stand auf einer Fläche von 150 Quadratmetern in Flammen. Etwa 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

6.00 Uhr - Schwarzfahren wird teurer: "Juten Tach, die Fahrkarten mal bitte zur Kontrolle!" Wenn Sie gerade in Bahn, Bus oder Tram sitzen (oder – wahrscheinlicher – stehen), und diesen Satz hören, wird es teuer. Denn ab heute beträgt das "erhöhte Beförderungsentgelt", wie die Geldstrafe für Schwarzfahrer im Beamtensprech heißt, 60 Euro. Das ist eine Erhöhung um 20 Euro. Die Anhebung sei überfällig, denn die lange geltenden 40 Euro schreckten auch angesichts mittlerweile gestiegener Preise niemanden mehr ab, erklärte Jürgen Fenske, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen. Zuletzt wurde die Geldbuße für Schwarzfahrer 2003 von 30 auf 40 Euro erhöht. Bei 7,8 Millionen Kontrollen in der S-Bahn im Jahr 2014 ließen sich mehr als 330.000 Menschen ohne gültiges Ticket erwischen. Trotz der erhöhten Strafe soll nun aber nicht häufiger kontrolliert werden. Es bleibt ohnehin zu bezweifeln, ob 20 Euro mehr notorische Schwarzfahrer abschrecken werden. Und wer vorher schon kein Geld für eine Fahrkarte hatte, der wird es jetzt nur wegen einer höheren Strafe auch nicht haben.

Ab 1. Juli kostet Schwarzfahren 60 statt 40 Euro.
Ab 1. Juli kostet Schwarzfahren 60 statt 40 Euro.Foto: dpa

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