Liveticker Berlin am Morgen : Pantomimen, Nachtwölfe, Gedenken

Heute beginnt ein Pilotprojekt gegen lärmende Partygänger. Die "Nachtwölfe" sind in Karlshorst. Im Bundestag sprach der Berliner Historiker Heinrich August Winkler zum 70. Jahrestag des Kriegsendes. Lesen Sie im Liveticker nach, was Berlin am Freitag bewegt.

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Pssst! Stefan Wabner (2.v.l.) glaubt an die Wirkung von Pantomime. Foto: Henry Laurisch / Promo
Pssst! Stefan Wabner (2.v.l.) glaubt an die Wirkung von Pantomime.Foto: Henry Laurisch / Promo

Und darüber spricht Berlin an diesem Freitag:

Gedenkstunde zum 70. Jahrestag des Kriegsendes: Bundestag und Bundesrat haben am Vormittag an das Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 erinnert. Die Gedenkansprache hielt der Berliner Historiker Heinrich August Winkler. "Unter eine solche Geschichte lässt sich kein Schlussstrich ziehen", sagte er unter Verweis auf von Deutschen verübte Massaker. Bundestagspräsident Norbert Lammert würdigte die "Bereitschaft unserer Nachbarn zur Versöhnung" nach dem Kriegsende.

"Nachtwölfe" sind in Berlin angekommen: Rund 30 Mitglieder des umstrittenen russischen Bikerclubs "Nachtwölfe" sind am Morgen in Karlshorst angekommen. "Lasst die Wölfe heulen!", kommentiert unser Redakteur Jens Mühling.

Pantomimen gegen Partylärm: Heute startet ein Pilotprojekt, in dem Pantomimen an 15 Wochenend-Abenden nachs für Ruhe in den Partykiezen in Friedrichshain und Kreuzberg sorgen sollen - indem sie der "Ballermannisierung" auf freundliche Weise entgegenwirken.

Polizeimeldungen: Leichenfund in Brandenburg: Toter mit Schussverletzungen ist 48-jähriger Berliner +++ Bahnhof Zoo: Frau sticht Mann mit Messer nieder +++ Neukölln: Späti-Verkäufer brutal angegriffen +++ Vermisste Inga aus Sachsen-Anhalt: Touristin will Fünfjährige in Berliner U-Bahn gesehen haben

Lesen Sie die Ereignisse des Morgens hier im chronologischen Liveticker nach:

12.12 Uhr - Leichenfund in Brandenburg: Mehrere Schussverletzungen wies die Leiche eines Mannes auf, der am Donnerstag im brandenburgischen Barnim gefunden wurde. Die Polizei konnte ihn inzwischen als 48-jährigen Berliner identifizieren. Sie prüft außerdem einen Bezug ins Rocker-Milieu.

11.53 Uhr - Zeugen nach Fahrradunfall in Niederschöneweide gesucht: Am 27. April erlitt ein 39-jähriger Radfahrer schwere Verletzungen, als er auf einem Radweg in Niederschöneweide unterwegs war und mit einem mattschwarzen Auto zusammenstieß, das aus der Ausfahrt eines Autohandels kam. Die Polizei sucht jetzt Zeugen des Unfalls.

11.47 Uhr - Schwierige Situation für die Füchse: Die Mannschaft des Berliner Handball-Bundesligisten steht vor dem personellen Umbruch. Gleichzeitig muss sich sich für das Saisonfinale motivieren. Christoph Dach analysiert die komplizierte Lage: "Unter Zeitarbeitern".

11.38 Uhr - Wie das mit den Pantomimen funktionieren könnte: Clowns gegen Lärm. Das ist der Plan. Wie das genau ablaufen könnte, hat Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt heute schon mal im Checkpoint-Newsletter ausgemalt: "Wird eine Bierflasche auf der Straße zerschlagen, kommt ein Schauspielstudent im Leuchtdiodenkostüm angerannt und verteilt mit strengstem Gesichtsausdruck Handküsschen. Der geschockte Flaschenattentäter verzieht sich für den Rest der Nacht mit den Handküsschen in den Raum der Stille am Brandenburger Tor und hinterlässt dort einen Briefumschlag mit Scheinen im Gegenwert einer Pub-Crawl-Tour – Adresse: Burkhard Kieker, visitBerlin."
11.33 Uhr - "Nachtwölfe" in Berlin angekommen: Etwa 30 Mitglieder des russischen Motorradclubs "Nachtwölfe" sind am Morgen in Karlshorst eingetroffen. Sie wollen Kränze am deutsch-russischen Museum niederlegen. In Torgau an der Elbe, wo sich 1945 russische und amerikanische Truppen begegnet waren, trafen die Rocker gestern mit Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann zusammen. Jeder sucht sich so seine Gesellschaft.

11.26 Uhr - Pantomimen sollen Partygänger besänftigen: Grölen und laute Gesänge - nein, die Rede ist nicht vom Myfest, sondern vom Wochenendalltag in den Partykiezen von Friedrichshain und Kreuzberg, wenn nachts die Jugend um die Häuser zieht. Heute startet ein Pilotprojekt. An 15 Wochenend-Abenden sollen Pantomimen der "Ballermannisierung" auf freundliche Weise entgegenwirken.

11.11 Uhr - Wie Loriot seine Berufung fand: Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt hatte vorgestern im Checkpoint-Newsletter an einen Berliner Werbeklassiker von Paech-Brot erinnert. Daraufhin gingen zahlreiche weitere Hinweise auf alte Werbesprüche ein. Heute deshalb im Checkpoint: der Satz, der den siebenjährigen Vicco von Bülow in der U-Bahn einst begeisterte: "So wichtig wie die Braut zur Trauung, ist Bullrich-Salz für die Verdauung."

11.02 Uhr - Staatsoper-Untersuchungsausschuss beginnt heute: Um 14 Uhr kommt im Abgeordnetenhaus zum ersten Mal der Untersuchungsausschuss zusammen, der aufarbeiten soll, wie es zur Kostenexplosion bei der Sanierung der Staatsoper kam.

10.56 Uhr - Das Kriegsende und das Verhältnis zu Russland: Gerade in der jahrzehntelang geteilten Stadt Berlin richtet sich am Jahrestag des Kriegsendes auch der Blick auf Russland. Für unseren Leitartikel hat Christoph von Marschall den schwierigen Umgang mit der Vergangenheit analysiert. Lesen Sie hier seinen Beitrag über das "Gedächtnis der Nationen".

10.46 Uhr - Verkehrsbehinderungen wegen Demonstrationen zum 8. Mai: Rund um Brandenburger Tor und Reichtstagsufer ist heute mit Behinderungen des Straßenverkehrs zu rechnen. Darauf weist die Verkehrsinformationszentrale hin.

10.40 Uhr - In Neukölln fehlen Kitaplätze: In Neukölln gehen 58 Prozent der Kinder unter drei Jahren in eine Kita. Das ist die niedrigste Quote in Berlin. "Uns fehlen rund 1000 Kitaplätze in Neukölln", sagt Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU).

10.24 Uhr - Touristin will vermisste Inga in Berlin gesehen haben: Jeden Tag treffen zahlreiche Hinweise zum Fall der vermissten Inga aus Sachsen-Anhalt bei der Polizei ein. Ein konkreter Hinweis kommt aus Berlin: Eine Touristin aus Baden-Württemberg will die Fünfjährige in einer U-Bahn gesehen haben. Ein "ungepflegter, barfüßiger" Mann soll sie hinter sich hergezogen haben. Nun werden Kameraaufnahmen der U-Bahn ausgewertet. Inga wird seit Samstag vermisst; in Stendal war sie beim Sammeln von Feuerholz verschwunden.

Der Berliner Historiker Heinrich August Winkler hat im Bundestag die Gedenkrede zum 70. Jahrestag des Kriegsendes gehalten. Foto: dpa/Wolfgang Kumm
Der Berliner Historiker Heinrich August Winkler hat im Bundestag die Gedenkrede zum 70. Jahrestag des Kriegsendes gehalten.Foto: dpa/Wolfgang Kumm

10.08 Uhr - Winkler warnt vor "Instrumentalisierung" der Geschichte: In seiner Gedenkrede zum 70. Jahrestag des Kriegsendes hat der Berliner Historiker Heinrich August Winkler soeben einen sorgfältigen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit angemahnt. Er warnte vor der Gefahr der "Instrumentalisierung zu politischen Zwecken". Weder eigne sich der Verweis auf Auschwitz und Militäreinsätze zu humanitären Zwecken zu rechtfertigen, noch gebe es "ein deutsches Recht auf Wegsehen". Niemand erwarte Schuldgefühle von den Nachgeborenen, aber die Übernahme von Verantwortung. Winkler: "Unter eine solche Geschichte lässt sich kein Schlussstrich ziehen." Es gebe auch keine Rechtfertigung, "die moralischen Verpflichtungen zu vergessen", die sich aus deutschen Massakern im Krieg ergäben. Angesichts fremdenfeindlicher Übergriffe und antisemitischer Hetze in den vergangenen Monaten erinnerte er an die "eigentliche Lehre" der Jahre 1933 bis 1945: "die Verpflichtung, unter allen Umständen die Unantastbarkeit der Würde jedes einzelnen Menschen zu achten".

i9.41 Uhr - Der Krieg war zu Ende, das Leiden nicht: "Ein neues Leben, irgendwie", das stand den Berlinern am 8. Mai 1945 bevor, einem Tag auch großer Ungewissheit. Unser Redakteur Andreas Conrad beschreibt, wie sich das Leben in der Stadt nach dem Zusammenbruch entwickelte. Auf Plünderungen und Vergewaltigungen folgten Hunger und Wohnungsnot, Flüchtlingselend und Trümmerarbeit.

9.16 Uhr - Lammert würdigt "Bereitschaft zur Versöhnung": Zum Auftakt der Gedenkstunde hat Bundestagspräsident Norbert Lammert die Bedeutung des 8. Mai für ganz Europa betont. Er sei "für den ganzen Kontinent ein Tag der Befreiung", aber "kein Tag der deutschen Selbstbefreiung". Angesichts der leidvollen Kriegsjahre sei es "umso erstaunlicher", wie die Völkergemeinschaft die Deutschen nach dem Krieg aufgefangen habe. "Diese Bereitschaft unserer Nachbarn zur Versöhnung ist historisch ebenso beispiellos wie die Katastrophe, die ihr vorausgegangen war", sagte Lammert. "Der 8. Mai ist Ende und Anfang zugleich für uns."

9.01 Uhr - Gedenkstunde im Bundestag: Im Reichstagsgebäude haben sich Bundestag und Bundesrat versammelt, um des Kriegsendes vor 70 Jahren zu gedenken. Auch Bundespräsident Joachim Gauck ist zugegen.

8.49 Uhr - Heute vor Gericht: Nach einem Einbruch mit brutaler Gewalt gegen vier Hausbewohner kommen zwei 20- und 21-Jährige auf die Anklagebank. Sie sollen mit Komplizen über eine angekippte Terrassentür eingedrungen sein. Unter Misshandlungen seien Geld und Schmuck erbeutet worden (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 817).

8.34 Uhr - Öffentliche Kundgebungen zum Kriegsende: Der 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs wird auch auf Straßen und Plätzen in Berlin begangen, auch mit politischen Akzenten. Ab 9 Uhr gibt es am Ehrenmal in der Puschkinallee in Treptow eine "Kundgebung zum 70. Jahrestag des Sieges über den Faschismus im Zweiten Weltkrieg". Um 9 Uhr startet auch die "Friedensfusion" vom Reichstagsufer zum ARD-Hauptstadtstudio, dort sind 1000 Menschen angemeldet. 200 Teilnehmer werden um 9.15 Uhr auf der Rosa-Luxemburg-Straße in Mitte: "Das Begräbnis oder die himmlischen Vier. Klassenkampf statt Weltkrieg", heißt es dort. Ab 10 Uhr ziehen rund 500 Menschen vom Platz der Republik am Reichstag durchs Regierungsviertel bis zum Platz des 18. März unter dem Motto "8./9. Mai - Tag des Sieges! Rechter und rassistischer Instrumentalisierung entgegentreten".

8.21 Uhr - Bessere Pflege für Berliner Parks: Ob Mauerpark oder Görli - die Grünanlagen in Berlin sind stets in der Diskussion. Sie werden gern genutzt, immer beliebter, aber zugleich sträflich vernachlässigt. Jetzt soll mehr Geld für die Pflege her und ein zentrales Management für Verbesserungen sorgen. Lesen Sie hier den Bericht unseres Redakteurs Thomas Loy über die "Pflegereform".

8.05 Uhr - Berlin im Zeichen des Kriegsendes: Heute vor 70 Jahren, am 8. Mai 1945, kapitulierte das nationalsozialistische Deutschland. Der Zweite Weltkrieg ging zu Ende. Seit der Rede von Richard von Weizsäcker 1985 ist dieses Datum gemeinhin als Tag der Befreiung akzeptiert. Auch heute gedenkt der Bundestag ab 9 Uhr dieses einschneidenden Ereignisses in der jüngeren deutschen Geschichte. Der Historiker Heinrich August Winkler, emeritierter Professor der Humboldt-Universität, wird die Gedenkrede halten. Damit übernimmt erstmals kein Politiker diese Aufgabe zum Jahrestags des Kriegsendes.

7.55 Uhr - Weiterhin keine Einigung bei der Bahn in Sicht: Gestern Mittag deutete sich an, dass die GDL den Bahnstreik vorzeitig beenden könnte. Erstmals brachte GDL-Chef Claus Weselsky das als Option ins Gespräch. Vor Streikenden am Berliner Hauptbahnhof zeigte er am Nachmittag dann jedoch wieder Härte: Der Streik soll wie geplant bis 9 Uhr am Sonntag weitergehen. Derweil hat Bahnchef Rüdiger Grube der "Stuttgarter Zeitung" zufolge einen erneuten Vorstoß angekündigt. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Seine Worte sind jedoch wolkig: Er habe einen "Plan B" und wolle "die nächste Stufe zünden", sagte Grube, nachdem die GDL den Vorschlag abgelehnt hatte, Matthias Platzeck als Vermittler einzuschalten.

7.46 Uhr - Weitere Verkehrsbehinderungen am Wochenende: Wegen einer Fahrbahnsanierung auf dem Spandauer Damm (Westend) im Einmündungsbereich der Reichstraße ist in beide Richtungen nur ein Fahrstreifen frei - ab heute 18 Uhr bis Montagfrüh 5 Uhr. +++ Für die Schönlinder Straße (B 109/Buch) ist von Sonnabend 18 Uhr bis Sonntag 10 Uhr in Höhe A10 eine Vollsperrung angekündigt.

7.35 Uhr - Räuber in Neukölln verletzen Späti-Verkäufer schwer: Zwei maskierte Männer haben einen Späti-Verkäufer in der Okerstraße heute Nacht brutal angegriffen. Mit einem kleinen Pflasterstein und einem Messer betraten sie gegen 2.10 Uhr den Laden. Einem Schlag mit dem Stein konnte der 37-Jährige noch ausweichen. Dann stach ihm einer der Täter in die linke Schulter. Als die beiden mit Geld aus der Kasse flüchten wollten, wollte der Verkäufer sie aufhalten - woraufhin ein Täter ihm auch noch links in die Brust stach.

Bahnstreik: Es kam zu erheblichen Ausfällen bei der Berliner S-Bahn. Foto: dpa
Bahnstreik: Es kam zu erheblichen Ausfällen bei der Berliner S-Bahn.Foto: dpa

7.20 Uhr - S41 und S42 ab 22 Uhr wieder teilweise in Betrieb: Auf der Ringbahn werden ab heute Abend wieder zwische Neukölln und Landsberger Allee Züge unterwegs sein, mit Stopps am Treptower Park und am Ostkreuz. Dies steht im Zusammenhang mit Bauarbeiten zwischen Schöneweide und Baumschulenweg. Deshalb muss auf den Linien S46 und S9 ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Im Bereich Baumschulenweg halten die Busse an der Baumschulenstraße/Köpenicker Landstraße. Sie fahren dann weiter bis Treptower Park, wo eine Anbindung an die Ringbahn besteht. Details zur Regelung finden Sie hier. Einfacher wird's also nicht.

7.05 Uhr - Frau sticht Mann am Bahnhof Zoo nieder: Lebensgefährlich verletzt wurde gestern Abend ein 33-jähriger Mann, als eine 32-jährige Frau ihn in der Hardenbergstraße mit einem Messer niederstach. Die beiden hatten sich zuvor gestritten, woraufhin die Frau mehrfach auf den Mann einstach.

6.59 Uhr - Sperrungen Antonienstraße und Siemensdamm: Auf der A111 (Reinickendorf-Zubringer) ist stadteinwärts an der Anschlussstelle Eichborndamm die Einfahrt Antonienstraße wegen zu hoher Verkehrsbelastung gesperrt. +++ Aus demselben Grund ist auf der A100 (Stadtring) in Richtung Autobahndreieck Funkturm die Einfahr an der Anschlussstelle Siemensdamm gesperrt. +++ Ständig aktualisierte Verkehrsmeldungen für Autofahrer wie immer auch auf den Seiten der Verkehrsinformationszentrale.

6.45 Uhr - Acht Experten für den BER: Der Regierende Bürgermeister Michael Müller, der nun doch Chef im Aufsichtsrat des Flughafens werden will, hat ein "Sonderreferat" mit acht Fachleuten aus seiner Verwaltung gebildet, die ihn dabei unterstützen sollen. Dann dürfte es nun also zügig vorangehen.

6.40 Uhr - Ersatzfahrplan der S-Bahn bis Streikende abrufbar: Die S-Bahn teilt mit, dass der Ersatzfahrplan nun bis zum von der GDL verkündeten Streikende am Sonntag um 9 Uhr im Internet abrufbar ist. Die Linie S7 verkehrt nun zwischen Ahrensfelde und Charlottenburg. Die erste verlängerte Fahrt ab Ahrensfelde startet um 6.48 Uhr, in umgekehrter Richtung ab Charlottenburg um 7.10 Uhr.

6.31 Uhr - An der Charité leert sich die Chefetage: Nach Finanzchef Matthias Scheller hat nun auch Pflegedirektorin Evelyn Möhlenkamp den Dienst an der Charité quittiert, mitten im Streit um eine Aufstockung des Pflegepersonals. Beide gehen auf eigenen Wunsch, heißt es. Möhlenkamp wollte in den Vorstand aufrücken. Doch der Aufsichtsrat spielte nicht mit. Dessen Vorsitzende ist Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres.

6.24 Uhr - Treten Sie nicht zu sehr aufs Gaspedal: Die Polizei hat gestern auf dem Ku'damm drei PS-Boliden abschleppen lassen. Sie hatten ordentlich Krach gemacht. Offizielle Begründung: "Verdacht auf technische Mängel". Nebenbei hat das der Polizei heute den "Tweet des Tages" im Checkpoint-Newsletter von Lorenz Maroldt beschert.

6.17 Uhr - Verkehrslage: Auf den Straßen ist es derzeit noch vergleichsweise ruhig. Dass Sie wegen des Bahnstreiks rechtzeitig losfahren sollten, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Alle Verkehrsmeldungen finden Autofahrer auch ständig aktualisiert auf den Seiten der Verkehrsinformationszentrale.

6.06 Uhr - Das Wetter: Der Freitag beginnt oft stark bewölkt. Auch am Vormittag ziehen noch dichte Wolken durch, mit Regen ist aber kaum zu rechnen. In den Nachmittagstunden zeigt sich dann wieder öfter die Sonne. Die Temperaturen steigen tagsüber kräftig an und liegen am Nachmittag bei knapp 20 Grad.

6.00 Uhr - Nach dem Streik kommt die Straßensperrung: Während wir uns freuen können, dass heute der letzte Arbeitstag ist, an dem die Gewerkschaft GDL die Bahn bestreikt, ist am Wochenende noch keine Besserung der Verkehrssituation in Berlin zu erwarten. Am Sonntag nämlich, dem voraussichtlich letzten Tag des Bahnstreiks, findet das Marathon-Event Berlin Läuft! statt. Deshalb werden weite Teile der Innenstadt abgesperrt. Der einzige Lichtblick: Wenn dann auf der Straße nichts mehr geht, fährt die S-Bahn wieder. Wir wünschen Ihnen trotz allem einen angenehmen letzten Arbeitstag in dieser Woche.

Staugefahr: Die weiträumigen Sperrungen wegen des Marathons am Sonntag könnten zu Verkehrsbehinderungen führen. Foto: Daniel Bockwoldt/ DPA
Staugefahr: Die weiträumigen Sperrungen wegen des Marathons am Sonntag könnten zu Verkehrsbehinderungen führen.Foto: Daniel Bockwoldt/ DPA

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