Liveticker zum Nachlesen : Was am 1. Mai in Berlin geschah
02.05.2012 00:18 UhrErste Ausschreitungen am Jüdischen Museum
20:55: An der Spitze des Zugs in der Nähe des Jüdischen Museums liefern sich Polizei und Demonstranten Auseinandersetzungen. Die Polizei hat den Zug gestoppt und greift reihenweise Autonome heraus. Es fliegen Steine und Blumentöpfe. Ein Müllcontainer brennt, Bauzäune werden umgeworfen. Augenzeugen berichten von Wasserwerfern, die sich auf den Weg machen. Polizei geht massiv gegen Schwarzen Block vor.
20:51: Im mittleren Teil des Demo-Zuges weiß im Moment keiner so genau, was an der Spitze geschieht. Der Kontakt ist abgebrochen. Dort rufen mehrere dutzend Leute: "Ganz Berlin hasst die Polizei." Per Lautsprecher wird mitgeteilt, dass Tränengas eingesetzt werde.
20:48: Der Demonstrationszug ist am Axel-Springer-Haus vorbeigezogen. Auf den letzten Metern kam es zwar noch zu zwei kleineren Explosionen, die vermutlich durch kleinere Feuerwerkskörper ausgelöst wurden, ansonsten ist es aber ruhig. Am Ende des Zuges hat die Polizei indes ihre Präsenz verdoppelt.
20:42: Die Spitze der Demo ist in der Nähe des Jüdischen Museums. Dort kommt es wieder zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten. Feuerwerkskörper fliegen, die Polizei setzt Pfefferspray ein und greift Demonstranten aus der Menge.
20:37: Christian Ströbele von Bündnis 90 / Die Grünen ist im Demonstrationszug zu sehen. Warum ist er dabei? "Ich will nicht morgen aus der Zeitung erfahren, was am 1. Mai passiert ist. Deshalb schaue ich mir das selbst an." Bis auf einmal ist er immer bei den Demos dabei gewesen. Mit denjenigen, die gegen Gentrifizierung und Mieterhöhungen auf die Straße gehen, kann er sich identifizieren. Die Scharmützel am Kottbusser Tor hat er auch gesehen. "Bei der Polizeipräsenz war mir schon klar, dass da etwas passiert", sagte er.
20:28: Die ersten ziehen am Springer-Hochhaus vorbei. Es fliegt eine Rauchbombe, aber sonst bleibt es friedlich. Die Spitze des Zugs zieht weiter Richtung Mitte.
20:23: Nun kommt es zur direkten Konfrontation. Erste Verletzte liegen auf dem Boden. Die Polizei hat die Masse daraufhin auseinander getrieben. Einige Demonstranten werden festgenommen.
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