Berlin : Lob der Brücke

Andreas Conrad

Alle Jahre wieder wirft der im Erwerbsleben Stehende einen hoffnungsvollen Blick in den Kalender zwecks Klärung der Frage, wie es denn diesmal mit der Verteilung der Fest- auf die Wochentage bestellt sei. Es dürfte unstrittig sein, dass das aktuelle Weihnachtsfest ausgesprochen arbeitnehmerfreundlich ausfällt. Besonders der moderne Mensch aber muss auch in die Zukunft blicken, ob nicht noch Günstigeres bevorsteht, auf das durch Urlaubsplanung etc. zu reagieren ist, bevor Kollegen es tun und so die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung wieder schrumpfen. Und gerade das Weihnachtsfest des nächsten Jahres lässt da jubilieren: Heiligabend fällt auf einen Montag! Also 22./23. Dezember wochenendfrei, vielleicht eine Anstandsrunde durchs Büro und wieder zwei Tage frei, anschließend zwei reguläre Arbeitstage, dann Wochenende, an das sich nahtlos Silvester und Neujahr anschließen. Bei geschickter Disposition von Brückentagen wird das Jahresende 2007 geradezu zur kalendarischen Golden-Gate-Bridge, auf der Unzählige von Arbeitnehmern gut ausgeruht dem Jahr 2008 entgegenspazieren. Nur ihre Chefs raufen sich in verwaisten Betriebsstätten die Haare.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben