Berlin : Luftwaffenmuseum: "Wunderwaffen" und Volksfest

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Mit einem Volksfest und der Eröffnung neuer Ausstellungen feiert das Luftwaffenmuseum heute von 10 bis 19 Uhr seinen fünften Geburtstag auf dem ehemaligen Flugplatz Gatow. Im Schlepp von Hubschraubern war ein Großteil der insgesamt 182 Flugzeuge 1995 vom früheren Standort in Uetersen bei Hamburg nach Berlins transportiert worden. Knapp die Hälfte davon wird auf dem Freigelände und in einem Hangar gezeigt. Zum Gesamtbestand zählen rund 200 000 Exponate, darunter 5000 Uniformteile. Unterstützt wird die Arbeit durch rund 700 Mitglieder des Förderkreises.

"Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen", klingt Zarah Leander aus den Lautsprechern und der Text dieses Liedes soll auch in der neuen Ausstellung "Illusion der Wunderwaffen - Deutsche Strahl- und Raketenflugzeuge" zum Nachdenken anregen. Von deren rasanter Entwicklung zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatten sich die Nazis den "Endsieg" erhofft. Gezeigt wird das einzige in Deutschland existierende Original des Raketenjägers Messerschmitt Me 163B, der bereits in den 40er Jahren Schallgeschwindigkeit erreichte. Von den Briten 1945 zur Untersuchung und Erprobung nach England gebracht, gab ihn die Royal Air Force 1988 als Geschenk an das Luftwaffenmuseum. "Restaurierung im Luftwaffenmuseum" ist der Titel einer zweiten Ausstellung, die im Tower-Gebäude läuft.

Mit der ersten Ausstellung "Zur Geschichte der militärischen Luftfahrt in Deutschland 1886 - 1990" wurde das Museum am 23. September 1995 am neuen Hauptstadt-Standort eröffnet. Bisher kann nur ein Teil der Exponate in einem Hangar und dem Towergebäude gezeigt werden. Dennoch wurden die Ausstellungen beständig erweitert. Ab 2002 sind die Mittel für den Ausbau von zwei weiteren Hallen in Aussicht gestellt.

Zum heutigen Jubiläum gibt es ein zusätzliches Programm mit Hubschrauber- und Hundevorführungen des Bundesgrenzschutzes, Modellflugzeugen, einem Flugsimulator, rund 150 Oldtimern, Getränke- und Imbissständen sowie Kindereisenbahn und -hüpfburg. Der Eintritt ist wie immer frei, die Zufahrt erfolgt nur heute nicht vom Groß-Glienicker-Weg, sondern über den Ritterfelddamm. Ab Alt-Gatow verkehren Zubringerbusse.

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