Berlin : Lustgarten wird keine Fußgängerzone

Durchgangsverkehr auf der Karl-Liebknecht-Straße am Humboldtforum bleibt An Museumsinsel und Schloss soll es nur Platz für zwei Reisebusse geben

Klaus Kurpjuweit
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Von oben. Der Durchgangsverkehr bleibt. Eine Umfahrung des Schlosses gibt es nicht.

Zwischen dem Humboldtforum und dem Lustgarten werden auch in Zukunft Autos fahren. Um Passanten das Queren der Ost-West-Straße zu erleichtern, soll der Straßenabschnitt auf der gesamten Länge des Lustgartens gepflastert und durch Ampeln an beiden Seiten gesichert werden. Eine Fußgängerzone auf der Karl-Liebknecht-Straße, wie es der ADAC vorgeschlagen hatte, lehnt die Stadtentwicklungsverwaltung in ihrem am Montag vorgestellten Konzept zur Verkehrsführung am Humboldtforum ab. Zum Konzept gehört auch die Anfahrt von Reisebussen.

Deren Fahrer müssen sich vor einem Besuch der Museen anmelden. So soll ein Busstau an der Museumsinsel vermieden werden. Die Fahrer erhalten dann von den Museen ein „Zeitfenster“, in dem sie ihre Fahrgäste aussteigen lassen können. Nur wer angemeldet ist, darf zum „Terminal“ an der für den übrigen Verkehr gesperrten Bodestraße zwischen Altem und Neuem Museum sowie dem künftigen zentralen Eingangsgebäude fahren. Gleichzeitig sollen dort nur zwei Busse stehen dürfen; fünf weitere Plätze bei großem Bedarf sind auf dem Straßenzug Am Lustgarten vorgesehen. Auf der Südseite des Humboldtforums sind drei weitere Halteplätze geplant. Nach dem Aussteigen der Fahrgäste sollen die Busse auf einen Parkplatz in der Umgebung fahren. Diese Anlagen sollen wahrscheinlich durch Kameras so überwacht werden, dass die Fahrer der Reisebusse wissen, wo es freie Flächen gibt. Ein ähnliches Konzept ist auch für das Riesenrad am Zoo vorgesehen – falls es gebaut wird.

Nur so sei es möglich, den Verkehr mit Reisebussen zu steuern, sagte Junge-Reyer. Erwartet werden an der Museumsinsel über 100 Busse täglich, für die es in der Umgebung keinen Platz gebe. Die Zahl der Besucher insgesamt soll sich nach der Eröffnung des Humboldtforums auf täglich rund 17 000 nahezu verdoppeln. 2017 soll es nach dem Bau der U 5 am Humboldtforum auch einen Zugang zur U-Bahn geben. Klaus Kurpjuweit

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