Berlin : Luxus hinter Glas

Messe über repräsentativen Haupteingang Süd erreichbar

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Neben dem Funkturm ist er ihr neues, geradezu imposantes Wahrzeichen, schwärmt die Messe Berlin. Sie meint den neuen „Haupteingang Süd“. Für 20 Millionen Euro ist das 21 Meter hohe halbkreisförmige Bauwerk neben der Deutschlandhalle nach zehnmonatiger Bauzeit fertig gestellt. Zur Eröffnung der Grünen Woche am 15. Januar wird das neue MesseWahrzeichen seine Premiere haben. Ein 180 Meter hoher ovaler Turm war mal als weithin sichtbares Erkennungszeichen geplant, gerade drei Jahre ist es her, aber das Hochhaus ließ sich zum Kummer der Messe politisch nicht durchsetzen. Die flache Lösung fand Gefallen, störte sie doch keinerlei Sichtachsen zum Funkturm.

Der Architekt Oswald Matthias Ungers stattete den Neubau mit einer großen Glasfassade aus. Der Bau ist allerdings tiefergelegt, und beispielsweise beim Weg aus dem einstigen Bahnhof Eichkamp, der jetzt Messe Süd heißt, nicht auf Anhieb zu erkennen. Tiefergelegt wurde der Haupteingang Süd, weil sein 30 Meter breites Foyer so die untere Ebene der südlichen Messehallen verbindet. Über Treppen und Rolltreppen gelangen Besucher in die oberen Bereiche.

Nach nur kurzer Bauzeit war fertig, was sich die Messe seit gut einem Jahrzehnt sehnlichst gewünscht hat. Die Erschließung des Messegeländes von Süden war bislang provisorisch und unübersichtlich. Und dort, wo der repräsentative Eingang hin sollte, stand die alte Eissporthalle an der Jafféstraße. Inzwischen ist auch der Bahnhof besser angeknüpft. Nun können die Besucher von Süden kommen: 24 Kassen sind im Rundbau angelegt, Informationsschalter, Messeshops, Bistros und Garderoben. Die Halle lässt sich für Eröffnungsfeiern und Vorträge nutzen. Auf drei Ebenen stehen mit Foyer und Übergang 5000 Quadratmeter zur Verfügung.

Die Decke des Neubaus hat einen „Sternenhimmel“ aus 380 Einbauleuchten. Und einmalig in Europa soll der innenliegende Sonnenschutz sein, und die beiden gläsernen Aufzüge werden von der Messe auch schon lobend erwähnt. Wie auch die angenehmen klimatischen Bedinungen, ganz ohne Zentrallüftung und Klimaanlage.C. v. L.

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