Berlin : Machtwechsel in Berlin: Der Tag der Premieren

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Seinen Einstieg als Regierender plante er mit Elan: Klaus Wowereit, Berlins neuer Regierender Bürgermeister, ließ sich für den ersten Amtstag einen Terminkalender für Aktionisten zusammenstellen - maßgeschneidert für jemanden, der als Aufräumer auftreten will. Am Samstagabend der Start mit Vereidigung und Antrittsrede im Abgeordnetenhaus. Danach das erste Treffen und ein Fototermin der neuen Senatoren: Gefeiert hat Wowereit dann am Abend bei den Neuköllner SPD-Genossen in Britz. Er habe eine kurze Nacht gehabt, sagte Wowereit dann gestern morgen. Er sah etwas müde aus, trotzdem hatte er viel vor: Zuerst ein Treffen mit mit Peter Struck, dem Chef der SPD-Bundestagsfraktion. Am Potsdamer Platz schenkte Struck dem Regierenden einen Besen mit knallroten Borsten, die Botschaft: Wowereit soll aufräumen in Berlin.

Zum Thema Online Spezial: Machtwechsel in Berlin Zehn Uhr, Bewährungsprobe auf dem nächsten Termin: Beim Gedenken an den 17. Juni muss Wowereit sich auf dem Friedhof an der Seestraße Pfiffe der Jungen Union anhören. Wowereit sagt, die PDS müsse sich von ihrer Vergangenheit distanzieren. Halb zwölf, Estrel-Kongresszentrum in der Neuköllner Sonnenallee: Berliner Gründungsversammlung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Klaus Wowereit redet über Finanzpolitik und über den öffentlichen Dienst. Ein sensibles Thema: Es geht um Kürzungen. Dann wird Wowereit etwas Radio gehört haben in der Limousine des Regierenden Bürgermeisters: PDS und CDU bestimmen die Spitzenkandidaten für den Sommer-Wahlkampf, seine künftigen Gegner. Sie werden Thema sein am Sonntagabend um sieben Uhr: Der rot-grüne Senat trifft sich zu einer internen Beratung im Senatsgästehaus am Grunewald. Am Montag steht eine weitere Amtshandlung an: Im Rathaus sehen sich der alte und der neue Regierende zur Aktenübergabe um halb neun.

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