Berlin : Mädchenbande auf Raubzug

Polizeibekanntes Sextett überfiel Hamburgerinnen auf Schulausflug

-

Die sechs Mädchen waren auf Krawall aus. Die polizeibekannte Gang lungerte am Dienstagabend am Potsdamer Platz herum und als eine Gruppe Hamburger Mädchen auf Klassenfahrt aus dem UBahnhof kam, wurden sie bedrängt und angemacht. Aus dem von den 13- bis 15-Jährigen inszenierten Streit wurde nacheinander eine Schubserei, eine Schlägerei, schließlich setzte es Tritte, und die sechs Berliner Mädchen rissen den vier Hamburgerinnen die Haare aus.

Als sich die Gang verzogen hatte, stellten zwei der 16 und 17 Jahre alten Opfer fest, dass sie ausgeraubt worden sind. Es fehlten eine Handtasche, zwei Mützen, zwei Armbänder, eine Umhängetasche, Geld, ein Musikabspielgerät und Kosmetika. Zudem waren zwei der Hamburgerinnen bei der Attacke leicht verletzt worden.

Danach machten die sechs Türkinnen einen Fehler – sie blieben in der Nähe. Bei der obligatorischen Absuche der Umgebung entdeckte die Polizei am Marlene-Dietrich-Platz drei von ihnen. Sie wurden festgenommen und von den Opfern eindeutig wiedererkannt. Die anderen drei Mädchen wurden später zuhause bei ihren Eltern festgenommen. Die 13-Jährige wurde nach der Vernehmung ihren Eltern übergeben, da sie noch strafunmündig ist. Die 14- und 15-jährigen Täterinnen wurden gestern Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt.

In Treptow waren am selben Abend sechs deutsche Jungen als Räuber unterwegs – von denen drei ebenfalls erst 13 waren. Das Sextett hatte um 19.45 Uhr in der Baumschulenstraße einen 15-Jährigen Jungen überfallen und Geld gefordert. Ein 16-Jähriger riss ihm das Geld aus der Börse, danach schlugen sie ihrem Opfer noch zur Warnung in den Bauch und an den Kopf. Dann flüchteten sie. Doch bevor sie den S-Bahnhof Baumschulenweg erreicht hatten, wurden sie von einer alarmierten Zivilstreife gestellt und festgenommen. Sie wurden alle wieder auf freien Fuß gesetzt. Ha

» Jamaika-Aus: Wie geht es weiter? Jetzt E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar