Mall of Berlin : Der Generalunternehmer des Shoppingcenters ist insolvent

Seit Wochen demonstrieren rumänische Bauarbeiter an der Mall of Berlin, die sich um ihren Lohn gebracht sehen. Jetzt ist auch noch der Generalunternehmer des Shoppingcenters insolvent.

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Düpierte Arbeiter protestieren vor "Mall of Berlin"

„Mall of shame“ nennen obdachlose Bauarbeiter aus Rumänien das neue Shoppingcenter von Projektentwickler Harald Huth am Leipziger Platz, weil diese angeblich das Haus errichtet haben, aber um Teile ihre Lohns gebracht wurden. Nun dürften sich ihre letzte Hoffnung auf verspätete Auszahlung zerschlagen: Nach Tagesspiegel-Informationen ist der Generalunternehmer der „Mall of Berlin“ insolvent. Dies bestätigte ein Sprecher des „vorläufigen Insolvenzverwalters“: 50 Mitarbeiter seien betroffen bei der Firma selbst, für die nun Insolvenzgeld beantragt werde. Größere Schwierigkeiten könnte die Pleite auch für den Neubau haben. Unklar ist, wer nun die Mängel beim Brandschutz beheben soll. Arbeiter und Familienangehörige demonstrieren seit Tagen vor dem Einkaufszentrum und fordern eine Entlohnung.

Schon während der Errichtung der Mall of Berlin hatte die Insolvenz einer Firma für Unruhe gesorgt. Projektentwickler Harald Huth hatte versucht, die Bedeutung der Pleite für das Bauvorhaben herunterzuspielen: Auf dem sozialen Netzwerk Facebook hieß es, die Insolvenz habe „keinerlei Auswirkungen auf das Leipziger Platz Quartier“. Die betreffende Firma sei „nur mit einem Prozent an der Arbeitsgemeinschaft beteiligt“, die die Baustelle realisierte.

Eröffnet wurde die Passage mit 270 Geschäften auf rund 76000 Quadratmetern, einem Hotel und 170 Mietwohnungen erst Ende September. Und auch das war nur möglich, weil das Bauamt Mitte großzügig eine „vorläufige Betriebserlaubnis“ erteilte. Wegen der Mängel beim Brandschutz gab es Ende Ende November ein Krisentreffen, zu dem Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) die beteiligten Sachverständigen und Unternehmen eingeladen hatte. „Wir sind einvernehmlich zu der Auffassung gekommen, dass es keine Bedenken gibt“, sagte Spallek nach dem Treffen. Die bestehenden Mängel beeinträchtigten nicht die Sicherheit. Warum sie bislang nicht behoben wurden,

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