Berlin : Manchmal ist der Käse schuld

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Typisch für Migräne sind Kopfschmerzattacken, die bis zu 72 Stunden andauern können. Der Schmerz befällt oft nur eine Seite. („Migräne" kommt von französisch micrane, halber Schädel). Vielen wird übel. Lichtempfindlichkeit ist ebenfalls ein Symptom. Von einer Migräne „mit Aura“ spricht man, wenn Seh- und Sprachstörungen dazukommen. Sie sind die Folge von Ausfallerscheinungen im Gehirn. Etwa acht Millionen Menschen leiden laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft unter Migräne.

WAS LÖST SIE AUS?

Migräne ist eine genetisch bedingte Erkrankung, Erbfaktoren sind der Grund dafür, dass das Nervensystem auf innere und äußere Reize empfindlich reagiert. Unterschiedlich sind aber die Auslöser. Zum Beispiel: Wechsel im Schlafrhythmus – etwa Ausschlafen am Wochenende – oder Stress. Es gibt sogar vage Hinweise, dass bestimmte Käsesorten Migräne auslösen – solche, in denen Amine vorkommen (chemische Verbindungen, die Stickstoff enthalten; sie können auf die Gefäße wirken): Cheddar oder Parmesan. Schuld sind manchmal auch Schwankungen im Östrogen-Spiegel (vier von fünf Migräneopfern sind Frauen). Mit zunehmendem Alter verliert sich Migräne dann oft.

WAS KANN MAN TUN?

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKS) empfiehlt die rezeptfreien Mittel Paracetamol, Diclofenac oder Ibuprofen. Man sollte man sich aber nicht mehr als drei Tage hintereinander oder mehr als zehn Tage im Monat selbst verarzten. Auch Entspannungstechniken helfen, etwa die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Erwiesen ist die Wirksamkeit von regelmäßigem Ausdauersport, zum Beispiel Joggen und Fahrradfahren.

IN SCHWEREN FÄLLEN

Teurer, aber in schweren Fällen sehr effektiv sind verordnungspflichtige Präparate aus der Gruppe der Triptane . Sie greifen an den Bindungsstellen des Hirnbotenstoffs Serotonin, der das Zusammenziehen der Blutgefäße fördert. Wer mehr als drei Anfälle im Monat hat, sollte mit Blutdrucksenkern vorbeugen aml

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