Manipulationsvorwürfe : Wahlen in Jüdischer Gemeinde werden angefochten

Die Wahlen in der Jüdischen Gemeinde Berlin vom 20. Dezember werden angefochten. Das bestätigte der Spitzenkandidat des oppositionellen Wahlbündnisses "Emet" gegenüber der Abendschau.

Sergej Lagodinsky will die Wahl anfechten.
Sergej Lagodinsky will die Wahl anfechten.Foto: dpa

Die Wahlen in der Jüdischen Gemeinde vom 20. Dezember werden angefochten, wie der Spitzenkandidat des oppositionellen Wahlbündnisses „Emet“, Sergey Lagodinsky, am Montag gegenüber der rbb-„Abendschau“ erklärte. Nach dem offiziellen Wahlergebnis hatte das Wahlbündnis Koach des Gemeindevorsitzenden Gideon Joffe die Mehrheit der Sitze in der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde erhalten. Die Anfechtung gilt für das Wahlverfahren wie auch für die Auszählungsergebnisse. Tsp

Eine Geschichte über die Synagogen Berlins
In den 1930er Jahren wohnten im Bayerischen Viertel in Schöneberg 16000 Juden. Diejenigen unter ihnen, die ihre Religion nach traditionellem Ritus lebten, gingen zum Gottesdienst in die Münchener Straße 37. Dort hatte der „Synagogenverein Schöneberg“ 1909 ein Grundstück gekauft und ein Vorderhaus mit Schulräumen und Wohnungen errichtet. Die eigentliche Synagoge für 836 Menschen stand wie so oft im Hinterhof und wurde 1910 eingeweiht. In der Pogromnacht1938 wurde sie kaum beschädigt, da auch hier die Gefahr bestand, dass das Feuer auf Nachbargrundstücke überspringt. Was die Nazis nicht schafften, holten die Bomben nach: Das Vorderhaus wurde zerstört, die Synagoge beschädigt. 1956 wurden die Reste gesprengt.Weitere Bilder anzeigen
1 von 19Foto: Centrum Judaicum
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