Mann ertrank 1970 in der Spree : 138. Berliner Mauer-Opfer ermittelt

Dass es 138 Tote an der Berliner Mauer gab, war bislang nicht bekannt. Forscher stießen in Stasi-Unterlagen auf einen Fall, bei dem ein 30-Jähriger in der Spree ertrank.

Eine Gedenktafel zeigt die Menschen, die an der Berliner Mauer ums Leben kamen.
Eine Gedenktafel zeigt die Menschen, die an der Berliner Mauer ums Leben kamen.Foto: dpa

Die offizielle Zahl der Berliner Mauer-Toten steigt auf 138. Forscher der Freien Universität (FU) in der Hauptstadt stießen in Stasi-Unterlagen auf ein bislang nicht bekanntes Opfer.

Jan Kostka vom FU-Forschungsverbund „SED-Staat“ bestätigte am Freitag einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Das bislang unbekannte Mauer-Opfer heißt demnach Hans-Joachim Zock.

138. Maueropfer ertrank in der Spree

Der 30-Jährige ertrank am 14. November 1970 bei einem Fluchtversuch in der Spree. Kostka und seine Kollegen fanden eine 90 Seiten dicke Akte zu dem Fall. Immer wieder entdecken Wissenschaftler auch heute noch bislang unbekannte Fälle von Menschen, die zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer starben. (dpa)

Der Mauerfall aus Sicht unseres Foto-Chefs Kai-Uwe Heinrich
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1 von 65Alle Fotos: Kai-Uwe Heinrich
09.11.2016 14:21Unser Tagesspiegel-Foto-Chef, Kai-Uwe Heinrich, hat in der Nacht des Mauerfalls und am Tag danach fleißig fotografiert.
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