• Mann flüchtete mit Trick vor der Polizei Er gab an, jemand anders zu sein – und durfte gehen

Berlin : Mann flüchtete mit Trick vor der Polizei Er gab an, jemand anders zu sein – und durfte gehen

Erneut ist es einem Festgenommenen mit einem Trick gelungen, den Behörden zu entwischen. Ein 21-Jähriger wurde am Sonntagnachmittag versehentlich aus dem Polizeigewahrsam entlassen, nachdem er sich als jemand anders ausgegeben hatte. Der nun per Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung Gesuchte hatte den Beamten gegenüber angegeben, er sei jener aus dem Kreise seiner Komplizen, gegen den kein Haftbefehl bestand. Der „Verfahrensfehler führte zu irrtümlicher Entlassung aus dem Polizeigewahrsam“, teilte die Polizei mit. Ausweise sollen die Männer nicht dabeigehabt haben. „Da sind Vorschriften komplett missachtet worden, das wird angemessene Konsequenzen haben“, sagte Polizeipräsident Dieter Glietsch in der RBB-Abendschau.

Der Entflohene steht unter dem Verdacht, mit vier Komplizen am frühen Sonnabendmorgen einem 28-jährigen Charlottenburger vor einer Diskothek in der Oranienburger Straße in Mitte eine tiefe Schnittverletzung am Arm zugefügt zu haben. Alarmierte Polizisten hatten den mutmaßlichen Täter sowie drei weitere Verdächtige im Alter zwischen 21 und 33 Jahren festgenommen. Auch ein 17-Jähriger wurde von den Beamten aufgegriffen – gegen ihn bestanden allerdings keine ausreichenden Haftgründe, weswegen er aus dem Polizeigewahrsam in Tempelhof entlassen werden sollte.

Wie es dem 21-Jährigen aus Brandenburg nun gelang, sich als der Jüngere auszugeben, konnte die Polizei gestern noch nicht sagen. Die schnelle Suche nach ihm in der Umgebung blieb erfolglos. Der Flüchtige wird per Haftbefehl gesucht; eine Personenbeschreibung lag nicht vor. Ein ähnliches Manöver war im Oktober 2007 dem 22-Jährigen Firat I. gelungen. Er gab sich als Besucher aus, entkam aus der JVA Charlottenburg.kög

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