Berlin : Mann hetzt Hunde auf gehbehinderte Frau

Sohn verteidigt Mutter und wird gebissen. Anzeige wegen Körperverletzung

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Im Streit um den Leinenzwang hat am Freitagabend ein Mann zwei Hunde auf eine gehbehinderte Frau und deren Sohn gehetzt. Als die 63jährige Frau, begleitet von einem Zwergdackel, in der Hönower Straße in Lichtenberg in ihr Auto steigen wollte, forderte sie der 48-jährige Hundehalter auf, ihr Tier anzuleinen. Als die Frau entgegnete, dies falle ihr wegen der Behinderung schwer, befahl der Mann seinem Schäferhundmischling „Fass!“. Der Hund war aber offensichtlich nicht auf Angriff aus, er ließ sich stattdessen von der 63-Jährigen streicheln. Als ihn nun der 26-jährige Sohn der Frau aufforderte, seine Mutter in Ruhe zu lassen, hetzte er seinen zweiten Hund, einen Rottweiler, auf den jungen Mann. Das Tier biss dem Opfer in die Hüfte. Außerdem schlug der Hundehalter auf den Sohn ein. Alarmierte Polizisten nahmen den Hundebesitzer wenig später in der Nähe des Tatortes fest. Gegen ihn wurde Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstattet. Sein Rottweiler wird nach Auskunft der Polizei keinem Amtstierarzt zur Begutachtung vorgeführt. Das Tier habe in diesem Falle den Befehl seines Herrn befolgt, hieß es. Dieser habe den Hund als Werkzeug missbraucht. tabu/ddp

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