Berlin : Mann soll seine Schwester nach Streit erschlagen haben

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Weil er seine Schwester erschlagen haben soll, steht seit gestern ein 48-jähriger Mann aus Prenzlauer Berg vor Gericht. Eine Strafkammer des Landgerichts geht der Frage nach, was sich am 4. Februar 1999 in der Wohnung des Arbeitslosen in der Kollwitzstraße abgespielt hat. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Geschwister wegen einer Kleinigkeit in Streit gerieten. Schließlich habe der Mann das 50-jährige Opfer durch Schläge lebensgefährlich verletzt. Während die Schwester in der Wohnung verblutete, verließ der Mann die Räume und bat Nachbarn, die Polizei zu rufen.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Seine Schwester habe sich offenbar bei einem Sturz verletzt. Als er von einem Einkauf zurückkehrte, habe sie leblos am Boden gelegen. Dass es wenige Stunden zuvor Streit gegeben hatte, bestritt der Angeklagte nicht. "Sie hatte Ausweis und Geld verloren, da bin ich wütend geworden und habe ihr zwei Maulschellen gegeben", sagte er. Nach den Worten des Angeklagten wohnte seine Schwester seit 1996 mit ihm zusammen. Seinen Tagesablauf beschrieb der Mann mit "Trinken und Fernsehen".

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