Berlin : Mann sprang aus dem viertem Stock Flucht vor der Polizei endete im Krankenhaus

Tanja Buntrock

Nach einem waghalsigen Sprung von einem Balkon im vierten Stock in Marzahn rettete einem 23-Jährigen wohl ein Gebüsch das Leben. Nun liegt Dennis W. im Krankenhaus, und danach wird er seine Zeit in einer U-Haftzelle verbringen – er war zuvor nämlich in die Wohnung seiner Ex-Freundin eingebrochen.

Als die 29-Jährige am späten Montagnachmittag nach Hause kam, bemerkte sie die aufgebrochene Tür, rannte auf die Straße und rief von dort die Polizei. „Der Täter hat sie in der Vergangenheit schon öfter drangsaliert“, sagte ein Polizeisprecher. Als die beiden Polizisten eintrafen, fanden sie Dennis W. ein Stockwerk höher auf der Treppe sitzend. „Daraufhin wollten die Beamten ihn in die Wohnung führen“, hieß es. Dennis W. schlug um sich. Mit Mühe schafften es die Beamten, ihn in der Wohnung an eine Wand zu stellen, um ihm Handfesseln anzulegen. Doch W. gelang es, sich loszureißen. Auch das Pfefferspray, das die Beamten versprühten, konnte ihn nicht stoppen: Er rannte durch den Flur zur offenen Balkontür und sprang ohne Vorwarnung aus dem vierten Stock.

Dabei brach er sich zwar zwei Wirbel, ein Handgelenk und blutete am Kopf – dennoch raffte er sich auf und flüchtete zu Fuß. Die Polizisten nahmen ihn kurz darauf in der Umgebung fest. Im Krankenhaus wurde ihm Blut entnommen, denn Dennis W. soll unter Drogen gestanden haben.

Bei der Überprüfung kam heraus, dass der 23-Jährige aus Werder (Brandenburg) bereits seit Juni mit Haftbefehl wegen Raubes gesucht wird. Er soll damals die Tür der Wohnung seiner Ex-Freundin eingetreten haben. „Gewaltsam versuchte er dann, der Frau zunächst ihr Handy zu rauben, als das nicht gelang, nahm er ihr den Computer weg“, sagt Justizsprecher Frank Thiel. Da er ohne festen Wohnsitz gewesen sein soll, wurde Dennis W. daraufhin zur Fahndung ausgeschrieben.

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