Berlin : Markt und Straßen steh’n noch verlassen

Am Montag öffnen die drei größten Weihnachtsmärkte Berlins

Cay Dobberke

Ab Montag weihnachtet es wieder sehr in der Stadt. Dann öffnen die drei größten Weihnachtsmärkte an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Charlottenburg, an der Alexanderstraße in Mitte sowie in der Spandauer Altstadt und vor dem dortigen Rathaus. Auch kleinere Adventsmärkte und -basare beginnen. Den Anfang macht aber schon heute der „Nussknackermarkt“ im Neuen Kranzler-Eck am Kurfürstendamm, der vormittags einen zehn Meter hohen Weihnachtsbaum erhält. Am Sonnabend um 12 Uhr folgt die Eröffnung des „11. Nostalgischen Weihnachtsmarkts“ rund ums Opernpalais Unter den Linden. Dort gibt es Bühnen und rund 130 Kunsthandwerksstände.

Ohne einen Markt rundherum wird morgen um 18 Uhr auch ein norwegischer Weihnachtsbaum auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor aufgestellt. Ehrengäste sind Kronprinz Haakon von Norwegen, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Mittes Bürgermeister Joachim Zeller.

Ob der Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße ab Montag im gewohnten Lichterglanz erstrahlen können, ist bislang unklar. Laut Cornelia Priess von der AG City fehlen immer noch 30 000 Euro für die 300 000 Euro teure Beleuchtung des Boulevards. Der Händlerverein ist aber zuversichtlich, dass Sponsoren die Finanzlücke im letzten Moment schließen werden.

Auf dem Markt am Breitscheidplatz wird der eigene Baum am Montag gegen 15 Uhr eingeschaltet, dazu will Pfarrerin Sylvia von Kekulé von der Gedächtniskirche einen Segen sprechen. An rund 170 Buden bieten Händler vor allem Kunsthandwerk an. Es gibt auch Kinderkarussels, die Veranstaltung soll aber „kein Rummel“ sein. Die Besonderheit ist ein Fotowettbewerb: Besucher können Marktszenen fotografieren und ihre Bilder als Papierabzug oder digitale Datei bei Photo Huber im Europa-Center einreichen. Hauptgewinn ist eine Digitalkamera. Außerdem läuft im Europa-Center bis zum 26. Dezember ein Schulchor-Wettbewerb.

Der Weihnachtsmarkt an der Alexanderstraße ist mit 130 Buden, 100 Karussells und einer Showbühne der stadtweit größte. Für das Publikum beginnt er am Montag schon um 13 Uhr, die offizielle Eröffnung folgt um 18 Uhr. Verkauft wird unter anderem Baumschmuck nach historischer Art.

In Spandau gastiert ab Montag um 11 Uhr zum 29. Mal der für seine besonders romantische Atmosphäre bekannte Weihnachtsmarkt mit 150 Buden und einer Musikbühne. An den Adventswochenenden weitet sich die Veranstaltung zum Kunsthandwerkermarkt mit 400 Ständen aus.

Geplant ist nun auch ein Adventsmarkt auf dem Gendarmenmarkt in Mitte – allerdings nicht mehr für dieses Jahr, sondern erst für 2003. Roncalli-Direktor Bernhard Paul und eine Werbeagentur bekamen gerade einen positiven Vorbescheid vom Bezirk. Vorbild ist der Roncalli-Weihnachtsmarkt in Hamburg, der seit zwei Jahren vor dem Rathaus der Hansestadt stattfindet und bereits mehrere Millionen Gäste angelockt haben soll. In Berlin will Roncalli 1,25 Millionen Euro investieren und verspricht ein „hohes Niveau“. Vorgesehen ist zum Beispiel ein Spiegelzelt für Lesungen und Musik. Das Bezirksamt hat anfängliche Bedenken wegen der Nähe zum Markt am Opernpalais inzwischen fallen gelassen.

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