Marzahn-Hellersdorf : Entwürfe für Bezirkslogo vorgestellt

Mit einem Logo will Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle das Image von Marzahn-Hellersdorf verbessern. Die Schüler der Berufsschule Hangelsberg/Fürstenwalde haben Entwürfe erarbeitet, die nun vorgestellt wurden. Die Bürger sollen dann darüber Anstimmen – aber nur zur Orientierung.

Vivien Schütz

Marzahn, Hellersdorf, BezirkslogoPlattenbauten, hohe Arbeitslosigkeit und Kinderarmut – der Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist mit negativen Klischees behaftet. Vor dem Hintergrund dieses schwierigen Images erhielten die Schüler der Berufsschule Hangelsberg/Fürstenwalde vor zwei Jahren von Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle die Aufgabe, ein Bezirkslogo für Marzahn-Hellersdorf zu entwickeln. Es soll die Leitideen und Besonderheiten von Marzahn-Hellersdorf visuell darstellen. Am Dienstagvormittag war es nun soweit: Die sieben Schüler – alle Anfang 20 und im letzten Ausbildungsjahr zum Gestaltungstechnischen Assistenten – präsentierten ihre sieben Entwürfe vor dem Stadtrat.

Alle Formen sind vertreten: Von Kreis oder Quadrat bis hin zum Puzzle. Dargestellt werden unter anderem die typischen Neubauten, die vielen Grünflächen und die Windmühle als bekannteste Sehenswürdigkeit Marzahns. Das Projekt fand auf freiwilliger Basis statt: Einmal in der Woche trafen sich die sieben nach dem Unterricht und diskutierten über die einzelnen Ideen. Und bei der Pressetour am vierten Juni konnten sich die Schüler, die bis auf eine Ausnahme alle außerhalb Berlins wohnen, ein eigenes Bild vom Bezirk machen. Davor hätten sie den Bezirk nur vom Hörensagen gekannt, wie sie erzählten.

Vom 6.-21. Mai können die Marzahner und Hellersdorfer die Entwürfe dann einsehen. Entweder in den vier Bürgerämtern oder im Internet unter www.marzahn-hellersdorf.de. Dann ist das Votum der Bürger gefragt. Allerdings nur zur Orientierung. Die endgültige Entscheidung wird erst Anfang Juni getroffen, und zwar von einer Jury, bestehend aus Bezirksamtsmitgliedern. Und auch dann ist die Arbeit am Logo noch nicht zu Ende: Welche Farbe und Schrift zum Beispiel schlussendlich verwendet werden, darüber tüfteln in den nächsten zwei Jahren sechs neue Schüler. Sie sind im ersten Ausbildungsjahr und übernehmen nun den Stab.

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